02.08.2016, 4245 Zeichen
„Uber sieht sich in vielen Märkten mit Widerständen konfrontiert, da ist es schon hilfreich, seine Ressourcen auf jene Bereiche zu fokussieren, wo Aussicht auf Erfolg besteht.“
Der Online Fahrtendienst Uber hat in China das Handtuch geworfen und seinen lokalen Ableger an den chinesischen Mitbewerber Didi verkauft. Das neu entstandene Unternehmen ist rund 35 Mrd. Dollar wert, Uber ist jetzt der größte Investor von Didi und hat in dieser Rolle Apple abgelöst, die schon früher auf Didi gesetzt hatten.
Mit der Fusion endet eine brutale Schlacht um Marktanteile im riesigen chinesischen Markt. Erst letzte Woche hat die chinesische Regierung online Fahrtendienste in China legalisiert, damit ist der Weg für weitere Expansionen frei. Wenn auch die Analysten bezüglich des Deals unterschiedlicher Meinung sind, so gibt es doch klare, nachvollziehbare Gründe, warum sich Uber aus dem Reich der Mitte verabschiedet hat.
Wie der CEO von Uber, Travis Kalanick, selbst bekannte, hat das Unternehmen 1 Mrd. Dollar pro Jahr in China verloren. Didi wiederum kommt in China auf einen Marktanteil von fast 80%, der „Kampf um China“ war für Uber also teuer und am Ende nicht mehr wirklich argumentierbar. Man kann wohl sagen, Uber hat zum richtigen Zeitpunkt die Reißleine gezogen, denn in den entwickelten Märkten sind sie seit dem ersten Halbjahr 2015 in den schwarzen Zahlen. Und auch wenn Uber selbst in China nun nicht mehr vertreten ist, so sind sie doch am größten Online-Fahrtendienst des Landes maßgeblich beteiligt. Das kann noch einmal von Vorteil sein – man denke an Yahoo. Die haben 2005 ihr China-Geschäft an Alibaba verkauft und bei der Gelegenheit einen Anteil in Alibaba bekommen. Diese Beteiligung sollte sich in den nächsten Jahren zur größten Trumpfkarte von Yahoo entwickeln.
Auch wenn Uber immer wieder betont, nicht an die Börse gehen zu wollen: im Fall der Fälle wäre es von Vorteil, wenn man potenziellen Anlegern nicht erklären muss, warum man eine Mrd. Dollar pro Jahr in China versenkt.
Uber sieht sich in vielen Märkten mit Widerständen konfrontiert, da ist es schon hilfreich, seine Ressourcen auf jene Bereiche zu fokussieren, wo Aussicht auf Erfolg besteht. In Europa kämpft das Unternehmen gegen Regulierungsbehörden, in den USA streitet man sich darüber, ob die Uber Fahrer Mitarbeiter oder Auftragnehmer sind.
Jetzt, wo die Situation in China bereinigt ist, kann sich Uber auf andere Wachstumsmärkte konzentrieren, z.B. auf Indien. Und Uber will ja auch noch neue Produkte forcieren, wie UberEats, ein Lieferservice für Restaurants. Außerdem will das Unternehmen 500 Millionen US-Dollar in sein eigenes elektronisches Kartensystem investieren.
Bitte folgen Sie mir auf @Monika_Rosen
Wichtige rechtliche Information - bitte lesen:
Diese Publikation stellt weder eine Marketingmitteilung noch eine Finanzanalyse dar. Es handelt sich lediglich um Informationen über allgemeine Wirtschaftsdaten. Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen kann keine Verantwortung für Vollständigkeit, Richtigkeit, Aktualität und Genauigkeit übernommen werden. Die Publikation wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Diese Informationen sind nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder als Aufforderung, ein solches Angebot zu stellen, zu verstehen. Diese Publikation dient lediglich der Information und ersetzt keinesfalls eine individuelle, auf die persönlichen Verhältnisse der Anlegerin bzw. des Anlegers (z. B. Risikobereitschaft, Kenntnisse und Erfahrungen, Anlageziele und finanziellen Verhältnisse) abgestimmte Beratung. Wertentwicklungen in der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Es ist zu bedenken, dass Wert und Rendite einer Anlage steigen und fallen können und dass jede Anlage mit Risiko verbunden ist. Die vorstehenden Inhalte enthalten kurzfristige Markteinschätzungen. Die Wertangaben und sonstigen Informationen haben wir aus Quellen bezogen, die wir für zuverlässig erachten. Unsere Informationen und Einschätzungen können sich ändern, ohne dass wir dies bekannt geben.
Börsepeople im Podcast S25/01: Christian Drastil (Plan CD)
Bildnachweis
1.
Uber, Taxi, 360b / Shutterstock.com, 360b / Shutte
, (© www.shutterstock.com) >> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Bajaj Mobility AG, EuroTeleSites AG, Amag, UBM, FACC, OMV, Verbund, Porr, Rosgix, EVN, AT&S, Rosenbauer, voestalpine, Wienerberger, Wolford, Wolftank-Adisa, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria, RHI Magnesita, DAX, Siemens, HeidelbergCement, MTU Aero Engines, Henkel, Fresenius Medical Care.
Random Partner
VIG
Die Vienna Insurance Group (VIG) ist mit rund 50 Konzerngesellschaften und mehr als 25.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv. Bereits seit 1994 notiert die VIG an der Wiener Börse und zählt heute zu den Top-Unternehmen im Segment “prime market“ und weist eine attraktive Dividendenpolitik auf.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Börse People startet in die Jubiläums-Staffel 25 – zwischen Verlagspleit...
» Österreich-Depots: Mai Verfallstag (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 15.5.: EuroTeleSites, OMV (Börse Geschichte) (BörseGesch...
» Nachlese: Lina Mosentseva; Rheinmetall Love Trade? (audio cd.at)
» PIR-News: Strabag, Research zu RBI, wienerberger, Polytec, Semperit (Chr...
» Wiener Börse Party #1156: Mai-Verfallstag mit zunächst fallendem ATX, Ve...
» Wiener Börse zu Mittag leichter: Verbund, Frequentis und Semperit gesucht
» ATX-Trends: wienerberger, Flughafen Wien, Austriacard
» Österreich-Depots: Feiertags-Bilanz (Depot Kommentar)
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- 21st Austria weekly - Vienna Airport (14/05/2026)
- 21st Austria weekly - Verbund, Semperit, Bajaj Mo...
- 21st Austria weekly - Agrana (12/05/2026)
- 21st Austria weekly - Strabag, Marinomed (11/05/2...
- Börse People startet in die Jubiläums-Staffel 25 ...
- 21st Austria weekly - Week 20 was finally an unch...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1156: Mai-Verfallstag mit zunächst fallendem ATX, Verbund gesucht, am Fenstertag wenige News, aber viel Research
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Daido Moriyama
Japan, A Photo Theater (English Version
2018
Getsuyosha, bookshop M
Mark Mahaney
Polar Night
2019/2021
Trespasser
Matteo Girola
Viewfinders
2025
Studiofaganel
Fabrizio Strada
Strada
2025
89books
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
