07.12.2016, 3042 Zeichen
Wie viele andere Anlageklassen auch verhielt sich der Goldpreis nach dem Wahlsieg von Donald Trump nicht wie erwartet. Statt zu steigen, sank das Edelmetall auf den tiefsten Stand seit Februar. Allein im November verlor Gold über 8%. Unter anderem kam der Goldpreis unter Druck, da der Markt derzeit eher mehr Zinsanhebungen von der US Notenbank erwartet als noch vor der Wahl. Trumps geplantes Infrastrukturprogramm hat die Inflationserwartungen und damit die Renditen steigen lassen. Da der Anleger bei Gold keine Zinsen bekommt, sind steigende Zinserwartungen Gift für den Goldpreis. Auch der stärkere Dollar stellt eine Belastung dar. Gold wird in Dollar gehandelt, wenn dieser also aufwertet, verteuert sich Gold für all jene, die in einer anderen Währung zahlen. Aber es gibt auch noch zusätzliche, dahinter liegende Faktoren. Einer der weltweit größten Nachfrager nach Goldschmuck ist Indien. Dort fand in November eine reichlich unglücklich verlaufene Bargeldreform statt, bei der die großen Geldscheine abgeschafft wurden. Das hat der Nachfrage nach Gold einen massiven Dämpfer erteilt, von dem sich der Markt erst erholen muss. Aber schon gibt es erste Stimmen, die den jüngsten Kursrutsch für überzogen halten. Immerhin werden die geopolitischen Risken nicht kleiner, und diese Tatsache stellt keinen Nachteil für den Goldpreis dar. Abgesehen davon ist Gold die erklärte Lieblingsfarbe des neuen US Präsidenten. Da sollte bei der Innenausstattung im Weißen Haus doch noch was gehen....
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