11.04.2017, 3366 Zeichen
Auf der Liste meiner geplanten Marathons kann ich Zürich nun abhaken.
Der Marathon, wie die Stadt selbst, ist klein aber fein. Was die Expo betrifft, war das eher enttäuschend, aber Start- und Zielbereich und die Strecke dafür sehr gut überschaubar. Kein Gedränge in den Startblöcken und jeder richtig und fair eingereiht.
Nach dem Startschuß läuft man erst mal eine 10km lange Runde durch die Stadt, wo super Stimmung herrscht, ehe es auf einer geraden Straße den Zürichsee entlang geht. Dieser Abschnitt ist ziemlich langweilig. Es gibt nur selten einen Ausblick zum See und wenige Zuschauer. Ein bisschen Musik hin und wieder, aber sonst sehr, sehr ruhig. Den gleichen Weg geht es dann auch wieder zurück in die Stadt, wo man dann ganze 30 km auf dieser einen Straße hinter sich hat. In der Innenstadt wieder große Party und lautes Publikum. Sehr motivierend auf den letzten Kilometern. Insgesamt eine wirklich flache und schnelle Strecke mit nur 62 Höhenmetern. (auf meiner Garmin )
Das Wetter hätte nicht besser sein können... strahlender Sonnenschein, kaum Wind und richtig angenehme Temperaturen zum Laufen.
Auf den ersten Kilometern fühlte ich mich wie immer sehr gut, aber später merkte ich, dass ich auf keinen Fall schneller werden könnte. Meine Beine waren nicht locker genug. Woran das lag wurde mir auch gleich bewusst. Eine schlaflose Nacht drei Tage zuvor aufgrund von Jetlag aus Washington in Kombination mit Anreise und Sightseeing in Zürich. Tja, selbst Schuld, aber andererseits lerne ich daraus jetzt, dass ich in der Woche vor einem Marathon keine Langstrecke mehr fliegen darf.
Meine Aufgabe war also klar: einfach das Tempo gleichmäßig halten... bis ins Ziel. Ja nicht langsamer werden! Und das funktionierte gut. Ich nahm regelmäßig Wasser an den Verpflegungsstellen (übrigens waren das keine Becher, sondern kleine Flaschen mit Trinkverschluß... extrem praktisch!) und konzentrierte mich auf meinen Schritt. Leider kam es bei km 35 zu einem kleinen Einbruch. Dabei hatte ich davor schon Iso getrunken, aber ich denke das hilft bei mir nicht. Erst nach einem Cola konnte ich ab km 40 wieder Gas geben und bis ins Ziel noch alle letzten Kräfte aktivieren. Schön war's auch, von den Zuschauern überall meinen Namen zugerufen zu hören und zu wissen, dass meine Schwester im Ziel auf mich wartet. Mit einem zufriedenen Lächeln ging es über die Finish Line, und der Gewissheit, dass ich mein Bestes gegeben hatte und ich ganz genau die Zeit erreichen konnte, die mein Coach vorausgesagt hatte.
03:10:09
19. Platz Damen gesamt
8. Platz in der Altersklasse
und um 11 Minuten schneller als mein letzter Marathon im Oktober, was mich besonders glücklich macht, nach meinem großen Leistungseinbruch im vorigen Jahr! Es geht wieder voran und ich danke meinem Trainer Harald Fritz von ganzem Herzen dafür!
Auch meiner Schwester Beate ein großes Dankeschön, dass sie mit dabei war und mich super betreut hat! Mittlerweile bedeutet es mir wirklich viel, nicht mehr alleine zu einem Marathon zu fahren. Das Schönste was es gibt, ist es, wenn jemand der dir nahe steht, dich anfeuert und im Ziel auf dich wartet!!!
Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei euch allen für die vielen Glückwünsche bedanken! Eure Kommentare zu lesen motiviert mich sehr und ich freue mich über jeden einzelnen! DANKE!
#teamausdauercoach #garmin #garminaustria #beatyesterday #vitalogic
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Monika Kalbacher beim Zürich Marathon
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