25.08.2017, 6309 Zeichen
| Oft wird Alibaba als der kleine Amazon-Klon aus dem Reich der Mitte bezeichnet – doch zu Unrecht. Alibaba tritt anders als Amazon selten selbst als Verkäufer auf, sondern bietet Händlern auf verschiedenen Alibaba-Seiten wie etwa Taobao oder Tmall die Möglichkeit ihre Waren zu präsentieren und zu verkaufen. Für diese Dienstleistung erhält Alibaba im Gegenzug eine Kommission. Weiter ermöglicht Alibaba auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnittene Platzierung von Werbung. Das Kerngeschäft des Konzerns ähnelt also eher dem von eBay als dem von Amazon. Alibaba liefert die Plattform und Kunden – den Handel übernehmen externe Einzel- und Großhändler. Umsatz steigt an Das der chinesische Internet-Riese aber doch ganz gerne mit Amazon verglichen wird, könnte am starken Unternehmenswachstum liegen. Im vergangenen ersten Quartal stieg der Umsatz um 56 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar an (YoY). Die Erwartungen der Analysten rechneten hier nur mit einem Anstieg von 49 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar. Alibaba könnte hier Marktbeobachtern zufolge vom Wachstum im chinesischen Einzelhandel profitiert haben. Der Nettogewinn und der operative Gewinn konnten im ersten Quartal des neuen Fiskaljahres ebenfalls zulegen. So stieg der Nettogewinn auf 2,07 Milliarden Dollar und konnte um mehr als 65 Prozent gesteigert werden und der operative Gewinn lag bei 2,58 Milliarden Dollar. Verbesserung des Werbe-Algorithmus Wie wichtig und profitabel personalisierte Werbung sein kann, kann wohl am besten am Beispiel von Facebook festgemacht werden. Auch Alibaba erkannte diesen Wert und verbessert laut dem Aktionär seinen Werbe-Algorithmus. Je besser die Werbung auf die Kunden zugeschnitten ist, desto mehr kann das Unternehmen für die Platzierung verlangen. Bei mittlerweile mehr als 529 Millionen aktiven Nutzern könnte sich das durchaus lohnen. Gegenüber dem Vorjahresquartal sind die Nutzer um 24 Prozent gestiegen und in anderen Geschäftsfeldern weist der Konzern sogar noch größere Zuwächse aus. Das Segment Cloud Computing, welches verschiedenste IT-Infrastrukturen wie beispielsweise Speicherplätze, Rechenleistungen oder Anwendungsoftwares auf Internetbasis vereint, weist einen Anstieg der zahlenden Nutzern von 75 Prozent aus. Durch das Geschäftsmodell kann sich das Unternehmen hohe operative Margen von aktuell 47 Prozent sichern. Die Gewinne hieraus werden weitestgehend in den chinesischen E-Commerce aber auch in die Expansion über die Landesgrenzen hinaus investiert. Auch Finanzexperten wie die US-Investmentbank Goldman Sachs sehen noch weiteres Potenzial in dem Unternehmen und so erhöhte die Bank das Kursziel von 200 auf 208 Dollar und beließen die Aktie hierbei auf der „Conviction Buy List". Derzeit notiert die Aktie mit einem KGV von 62,95 und einer Marktkapitalisierung von USD 448,20 Millionen um die USD 175,00 (Stand: 25.08.2017). 47 Bloomberg-Analysten setzen die Aktie auf BUY und 3 auf HOLD. Sie setzen das durchschnittliche Kursziel mit USD 195,23 rund 11% über den jetzigen Preis. Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen & ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. |
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Mit freundlichen Grüßen Ihr Vontobel Zertifikate-Team |
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| *Stand: 25.08.2017 **Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handelt. Sofern beim Anleger Erwerbskosten (z.B. Ausgabeaufschläge, Transaktionskosten wie Ordergebühren) oder laufende Kosten (z.B. Depot- und andere Verwahrungsgebühren) anfallen, reduzieren diese die Bruttorendite. Wie stark diese Erwerbs- und laufende Kosten ins Gewicht fallen, hängt unter anderem von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab. Wichtige Risiken: Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Aktienkurse der o.g. Unternehmen von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft. Anleger sollten beachten, dass es sich bei Mini Futures um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handelt Emittenten- /Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. |
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Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was den starken ATX und die zweistellig festere AT&S angeht
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