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Alphabet: Google ist und bleibt eine Gelddruckmaschine (Christian-Hendrik Knappe)

27.07.2018, 3426 Zeichen

Die Zahlen der Google -Mutter Alphabet sind traditionell ein Höhepunkt der Berichtssaison. In diesem Quartal gilt das besonders, schließlich sah sich der US-Internetkonzern jüngst mit einer Milliardenstrafzahlung von Seiten der EU-Kommission konfrontiert. Doch Anleger hofften bereits zu diesem Zeitpunkt darauf, dass Alphabet auch das wegstecken wird – zu Recht wie die Zahlen zum zweiten Quartal 2018 eindrucksvoll zeigen.

Am 18. Juli hatte die EU-Kommission gegen Google eine Geldbuße in Höhe von 4,34 Mrd. Euro verhängt. Google wurde vorgeworfen, Herstellern von Android-Geräten und Betreibern von Mobilfunknetzen seit 2011 rechtswidrige Einschränkungen auferlegt zu haben, um seine beherrschende Stellung auf dem Markt für allgemeine Internet-Suchdienste zu festigen.

Bereits 2017 hatte Google eine Milliardenstrafe an die EU zahlen müssen. Damals war es um die Online-Produktsuche gegangen. Die Höhe der Strafe war auf 2,42 Mrd. Euro festgelegt worden. Da die aktuelle Rekord-Strafe bereits fällig war, ist diese bereits in der Bilanz zum zweiten Quartal 2018 enthalten, die am 23. Juli veröffentlicht wurde.

Laut den Unternehmensangaben konnte Alphabet zwischen April und Juni 2018 den Umsatz von 26,01 Mrd. US-Dollar auf 32,66 Mrd. US-Dollar ausweiten. Ohne Berücksichtigung der Milliardenstrafe hat Alphabet dabei dank einer operativen Marge von 24 Prozent den Gewinn um 32 Prozent auf 8,27 Mrd. US-Dollar gesteigert. Das EPS verbesserte sich von 8,90 US-Dollar auf 11,75 US-Dollar. Doch selbst mit Berücksichtigung der EU-Strafen aus den Jahren 2017 und 2018 sind die Zahlen beeindruckend. Der Nettogewinn sank leicht von 3,5 Mrd. US-Dollar auf 3,2 Mrd. US-Dollar. Das EPS verringerte sich von 5,01 US-Dollar auf 4,54 US-Dollar.

Der Hauptgrund für die starke Entwicklung ist in Werbung zu suchen. Google ist und bleibt die dominierende Größe in der Online-Werbung. Im zweiten Quartal konnten die Werbeerlöse von 25,9 Mrd. US-Dollar auf 32,5 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Dabei investiert Google auch weiterhin in den Traffic auf ihrer Seite. Die sogenannten Traffic Acquisition Costs stiegen im zweiten Quartal von 5,01 Mrd. US-Dollar auf 6,4 Mrd. US-Dollar und machen damit 23 Prozent der Werbeerlöse von Google aus.

Ein wenig beachteter Faktor in den aktuellen Zahlen betrifft den Bilanzierungsstandard ASU 2016-01. Dieser regelt die Bewertung von Beteiligungen und hier konnte Alphabet überraschen. Im zweiten Quartal 2018 belaufen sich allein 824 Mio. US-Dollar Nettogewinn bzw. 1,17 US-Dollar Gewinn je Aktie auf diesen Bereich. Alphabet ist so gesehen längst mehr als die Werbemaschine Google und setzt erfolgreich auf unzählige Technologiebeteiligungen. Der Kampf um den Titel des teuersten Unternehmens ist vor diesem Hintergrund besonders spannend, denn weder Titelverteidiger Apple noch der zweitplatzierte Online-Händler Amazon .com haben ein ähnliches Portfolio in der Hinterhand.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Alphabet-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Call-Optionsschein der Deutschen Bank (WKN DS2RM4, Laufzeit bis zum 18.09.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 15,26. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Put-Optionsschein der Deutschen Bank (WKN DS1E1N, aktueller Hebel 15,26; Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf fallende Kurse der Alphabet -Aktie setzen.

Stand: 26.07.2018


(27.07.2018)

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Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

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