24.08.2018, 4103 Zeichen
Nur wenig Veränderung gab es am gestrigen Handelstag an den europäischen Börsen, die wichtigsten Indices beendeten den Tag nahezu unverändert. Nach wie vor belastet der Handelsstreit zwischen China und den USA die Märkte, und die erhoffte Einigung bei den Gesprächen diese Woche konnte bis jetzt nicht gefunden werden. Den zweiten Tag in Folge waren die Autowerte der schlechteste Sektor mit einem Minus von rund 1,5%. Nach wie vor ist die Branche durch die Gewinnwarnung von Continental belastet, der deutsche Reifenhersteller gab auch gestern 4,3% ab, mehrere Analysten hatten ihr Kursziel gesenkt. Am besten hielt sich gestern der Sektor der Technologiewerte mit einem Zuwachs von 0,8%. Ryanair profitierte von der Einigung im Streit um die Arbeitsbedingungen für Piloten und legte knapp 5,5% zu. ABB in der Schweiz profitierte von wieder aufkeimenden Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Stromnetzgeschäftes und konnte den Tag mit einem Plus von 1,7% beenden. Der Agrarchemiekonzern Bayer gibt sich trotz des negativen Urteils gegen Monsanto zuversichtlich, gestern musste der Titel trotzdem rund 1,8% abgeben. Beiersdorf konnte an den jüngsten Aufwärtstrend anknüpfen und zog um 1,4% an.
Nach zwei Gewinntagen in Folge musste gestern auch der ATX leicht Federn lassen und schloss rund 0,2% tiefer. Geprägt wurde das gestrige Börsengeschehen in Wien von der Berichtssaison, einige Unternehmen hatten Zahlen vorgelegt. Am meisten profitierte Semperit von den vorgelegten Ergebnissen, der Gummikonzern hat seinen Konzernumbau beschleunigt und konnte das operative Ergebnis verdoppeln, das brachte einen Kurssprung von 12,2% nach oben. CA Immo lieferte ebenfalls ein gutes Ergebnis im ersten Halbjahr und wurde dafür mit einem Kurszuwachs von 2,4% belohnt. EVN erreichte weiniger Umsatz, der Gewinn war dank Einmaleffekten besser, insgesamt bedeutete das ein Minus von 1,6%. Einen Gewinnrückgang musste Kapsch TrafficCom vermelden, die Aktie gab 0,8% nach. Schoeller-Bleckmann konnte den Umsatz deutlich steigern und ein positives Betriebsergebnis erzielen, dadurch stieg der Titel um 1,2%. Unter Druck stand die Raiffeisen Bank nach negativen Medienberichten über den Verkauf der polnischen Tochter, der Titel brach um 4,2% ein. Größerer Bewegungen gab es auch in der zweiten Reihe, AT&S konnte einen Tagesgewinn von 4,7% erzielen, Polytec musste den Handel mit einer 4,4% tieferen Notierung beenden.
Auch in den USA belastete der anhaltende Handelskonflikt, alle drei großen Indices schlossen mit einem leichten Abschlag. Der Russell 2000, der Index der kleinen Werte, der am Tag zuvor noch einen neuen Rekordstand erreicht hatte, beendete den Tag ebenfalls mit einem leichten Abschlag von 0,3%. Bei den Dow-Mitgliedern konnte Visa ein Plus von 0,7% erzielen, Microsoft legte 0,5% zu, am anderen Ende rangierte Caterpillar mit einer Abgabe von 2,0%, auch Goldman Sachs war eher schwach und gab 1,3% ab. Akorn-Aktien brachen während der Gerichtsverhandlung über die vom Medizinkonzern Fresenius abgeblasenen Übernahme des US-Generikaherstellers ein. Sie schlossen mit einem Verlust von mehr als 17,5%. Für die in den USA gelistete chinesische Handelsplattform Alibaba ging es nach anfänglichen Gewinnen 3,2% nach unten, zwar hatte die Umsatzentwicklung die Erwartungen übertroffen, aber bei Investoren gewannen die Sorgen über die zukünftige Profitabilität die Oberhand.
Kaum Bewegung gab es bei den Ölpreisen, sowohl Brent als auch WTI schlossen nahezu unverändert. Gold musste nach einem etwas bewegten Handel leicht abgeben und wurde im späten Tagesverlauf bei rund 1.188 US-Dollar gehandelt. Der Handel zwischen Euro und US-Dollar verlief ebenfalls vergleichsweise volatil, am späten Abend pendelte sich das Währungspaar bei einer Marke von rund 1,154 ein.
Vorbörslich sind die europ. Börsen unverändert indiziert. Die asiatischen Märkte schließen uneinheitlich. Von der Makroseite steht heute das Treffen in Jackson Hole (jährliches Treffen von globalen Notenbanker) und dort die Rede von Fed-Chef Powell im Fokus, datenseitig ist es relativ ruhig. Von der Unternehmensseite ist es relativ ruhig.
Wiener Börse Party #1154: ATX stärker, Bajaj Mobility sehr fest, heute schon das dritte 35-Jahre-Jubiläum für den ATX
ATX
Uhrzeit:
Veränderung zu letztem SK: -0.01%
Letzter SK: 5886.54 ( 0.64%)
Bayer
Uhrzeit: 23:00:46
Veränderung zu letztem SK: -0.92%
Letzter SK: 38.44 ( 3.67%)
Beiersdorf
Uhrzeit: 22:59:41
Veränderung zu letztem SK: -1.20%
Letzter SK: 70.84 ( 1.00%)
CA Immo
Uhrzeit: 22:58:50
Veränderung zu letztem SK: 0.50%
Letzter SK: 25.20 ( 0.60%)
Caterpillar
Uhrzeit: 23:00:00
Veränderung zu letztem SK: -0.08%
Letzter SK: 771.20 ( -1.58%)
Continental
Uhrzeit: 23:00:17
Veränderung zu letztem SK: 0.48%
Letzter SK: 68.84 ( -0.52%)
EVN
Uhrzeit: 23:00:42
Veränderung zu letztem SK: 0.35%
Letzter SK: 28.80 ( -0.17%)
Fresenius
Uhrzeit: 23:00:14
Veränderung zu letztem SK: -3.00%
Letzter SK: 39.52 ( -0.90%)
Goldman Sachs
Uhrzeit: 23:00:00
Veränderung zu letztem SK: 1.64%
Letzter SK: 803.00 ( 0.11%)
Kapsch TrafficCom
Uhrzeit: 23:00:54
Veränderung zu letztem SK: -0.18%
Letzter SK: 5.70 ( -1.04%)
Microsoft
Uhrzeit: 23:00:00
Veränderung zu letztem SK: -0.68%
Letzter SK: 347.65 ( -0.59%)
Polytec Group
Uhrzeit: 22:58:50
Veränderung zu letztem SK: -0.11%
Letzter SK: 4.50 ( 2.27%)
Ryanair
Uhrzeit: 22:58:09
Veränderung zu letztem SK: -2.30%
Letzter SK: 23.45 ( -1.88%)
Semperit
Uhrzeit: 22:58:10
Veränderung zu letztem SK: 0.17%
Letzter SK: 15.00 ( 0.00%)
VISA
Uhrzeit: 23:00:00
Veränderung zu letztem SK: -1.41%
Letzter SK: 277.90 ( 0.79%)
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1.
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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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