Zombie-Firmen (Lukas Schretzmayer-Sustala via Facebook)
24.09.2018, 984 Zeichen
Zombie-Firmen – jene hochverschuldete Unternehmen, die mit ihren geringen Gewinnen die Zinsen ihrer Gläubiger nicht bedienen können – sind üble Zeitgenossen. Sie bleiben dank billiger Kredite in der Welt und kosten einer Volkswirtschaft Produktivität, Fortschritt und damit Wohlstand. Seit den 1980er Jahren ist die Zahl der Zombie-Unternehmen stetig gewachsen, wie eine aktuelle Studie der BIZ zeigt, auch dank geringeren finanziellen Drucks durch die ultralockere Geldpolitik (BIZ, 2018). Die Politik also, die Wachstum beleben und Aktivität fördern soll, führt auch zu Blutleere im Unternehmenssektor, ein geldpolitischer Zielkonflikt: „Lower rates boost aggregate demand and raise employment and investment in the short run. But the higher prevalence of zombies they leave behind misallocate resources and weigh on productivity growth.“ John Maynard Keynes meinte ja viel-zitiert: „In the long run, we are all dead“. „In the long run, we are all undead“ passt auch nicht so schlecht.
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