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ATX-Trends: Lenzing, Erste Group, voestalpine, OMV ...

28.09.2018, 5771 Zeichen

Nach einem schwachen Vormittagshandel fanden die europäischen Börsen am Nachmittag den Weg in die Gewinnzone und konnten mit moderaten Zuwächsen den Tag beenden. Einzig die Börse in Mailand konnte da nicht mithalten und beendete den Tag mit einer Abgabe, hier zeichneten sich schon die Schwierigkeiten um die Budgetverhandlungen ab. Am Abend wurde dann das neue Budget vorgestellt, das eine deutlich höhere Neuverschuldung als ursprünglich avisiert enthält (Details siehe unten). Größte Verlierer waren die Rohstoffwerte mit einer Abgabe von 0,3%, an der Spitze des Branchentableaus standen die Telekomaktien mit einem Gewinn von 0,9%. In Stockholm konnte Hennes & Mauritz nach der Zahlenpräsentation einen Kurssprung von 11,1% erzielen. Obwohl der Gewinn geschrumpft war, überzeugten die Investoren die Fortschritte beim Umbau des Konzerns. TomTom in Amsterdam überzeugte ebenfalls mit den vorgestellten strategischen Optionen und handelte schlussendlich 18,7% höher als am Vortag. In Deutschland sorgten die Aufspaltungspläne bei ThyssenKrupp für ein Kursfeuerwerk, am Ende stand ein Tagesplus von 9,9%, zwischenzeitlich hatte der Wert noch deutlich höher gehandelt. Tui zählte mit einem Plus von 2,5% zu den besten Werten in London, das Reiseunternehmen hatte dem heißen Sommer und dem Preiskampf getrotzt und konnte deutlich mehr Kunden verzeichnen als im Vorjahr. Lufthansa musste nach einer negativen Studie von Kepler Chevreux einen Abschlag von 3,6% hinnehmen. Die zuletzt arg gebeutelte Aktie von Fiehlmann konnte sich hingegen erholen und erreichte ein Plus von 3,7%. Hella reduzierte bei einer Analystenkonferenz seinen Ausblick für das laufende Quartal deutlich, nachdem die Aktie fest in den Handel gestartet war kam es zu Verkäufen und einer 3,8% schwächeren Notierung.

Schwächer schliessen musste die Börse in Wien, der ATX konnte sich aber im späten Handel erholen und das Minus auf etwas mehr als 0,2% reduzieren. Einen Kurseinbruch erlebte Lenzing , nachdem die Errichtung eines neuen Werkes für Lyocell-Fasern in Alabama auf Eis gelegt wurde. Als Grund wurden steigende Errichtungskosten durch deutlich steigende Löhne und die zu erwartenden US-Zölle genannt. Obwohl die Auswirkungen auf den Umsatz insgesamt eher gering sind, musste der Titel gestern 14,6% nachgeben. Raiffeisen konnte nach anfänglichen Verlusten deutlich drehen und beendete den Tag mit einem Plus von 1,8%. Auch die Erste Group beendet den Tag mit einem Zuwachs von 0,6%, die Bawag hingegen musste einen Abschlag von 0,6% verzeichnen. Voestalpine war ebenfalls gesucht und beendete den Tag mit einer 1,6% höheren Notierung. OMV meldete den Beginn der Ölproduktion in Abu Dhabi, dennoch musste der Titel ein Minus von rund 1,0% hinnehmen. Noch deutlicher erwischte es den zweiten Ölwert in Wien, Schoeller-Bleckmann beendete den Tag mit einer Abgabe von 1,9%. Gemischt waren die Versorger, Verbund erreichte ein Plus von 0,4%, EVN ein Minus von 0,6%. Unterschiedlich verlief der Tag für die Versicherer, Uniqa konnte leicht zulegen und schloss 0,3% stärker, Vienna Insurance verzeichnete ein leichtes Minus von 0,2%.

Mit deutlichen Zuwächsen starteten die Börsen in den USA in den Tag, mussten dann aber einen Teil der Gewinne wieder abgeben und konnten ein kleines Plus in den Handelsschluss retten. Beim Tabakkonzern Philip Morris konnten sich die Anleger über einen Kursanstieg von knapp 1,3% freuen. Das Unternehmen hatte zwar wegen negativer Währungseffekte sein diesjähriges Gewinnziel gesenkt, rechnet im zuletzt lahmenden Geschäft mit neuartigen Zigaretten aber bis 2021 mit einer Verdoppelung. Für Dow-Spitzenreiter Apple ging es um 2,1% nach oben, nachdem die US-Bank JPMorgan die Beobachtung des iPhone-Herstellers mit einer Kaufempfehlung sowie einem Kursziel von 272 Dollar aufgenommen hatte. Die Aktien des Softwareherstellers Salesforce profitierten von einem positiven Kommentar durch Credit Suisse und gewannen 1,3% dazu. Dagegen brach Bed, Bath & Beyond um 21,0% ein, was den niedrigsten Kurs seit über 18 Jahren bedeutete. Der Heimausstatter war im zweiten Geschäftsquartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Leicht zulegen konnten  die Ölpreise, Brent schloss 0,5% stärker, bei WTI betrug das Plus 0,8%. Gold musste relativ deutlich abgeben und wurde gegen Handelsende bei einem Wert von rund 1.183 US-Dollar gehandelt. Der Euro musste gegen den US-Dollar während des gesamten  Handels abgeben, gegen Abend pendelte sich das Währungspaar bei einer Notierung von rund 1,164 ein.

Italiens Regierung plant in den kommenden drei Jahren mit einer deutlich höheren Neuverschuldung: Das Haushaltsdefizit werde in den Jahren 2019, 2020 und 2021 jeweils bei 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen, teilten Innenminister Matteo Salvini von der rechtsextremem Lega-Partei und Wirtschaftsminister Luigi Di Maio von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung am Donnerstag mit. Die sozialdemokratische Vorgängerregierung hatte noch ein Defizit von 0,8 Prozent angepeilt. Der Einigung waren zähe Verhandlungen im Kabinett vorausgegangen. Der parteilose Finanzminister Giovanni Tria hatte sich für eine Begrenzung der Neuverschuldung auf 1,6 Prozent ausgesprochen. Auch die EU-Kommission hatte ein deutlich niedrigeres Defizit angemahnt. Italien muss seinen Haushaltsentwurf bis zum 15. Oktober in Brüssel einreichen. Populisten und Rechtsextreme regieren seit Juni das hochverschuldete Land. Beide Parteien hatten bereits im Wahlkampf eine Abkehr vom Sparkurs versprochen.

Vorbörslich sind die europ. Börsen leicht negativ indiziert. Die asiatischen Märkte schließen mehrheitlich im Plus. Von der Makroseite werden Inflationsdaten aus der Eurozone und diverse US-Daten veröffentlicht. Von der Unternehmensseite ist es relativ ruhig.


(28.09.2018)

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ATX
Akt. Indikation:  6565.65 / 6565.65
Uhrzeit: 
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Letzter SK:  6565.92 ( 1.06%)

Credit Suisse
Akt. Indikation:  0.84 / 0.84
Uhrzeit:  17:11:50
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Letzter SK:  0.84 ( 0.00%)

EVN
Akt. Indikation:  29.35 / 29.45
Uhrzeit:  13:04:24
Veränderung zu letztem SK:  -0.51%
Letzter SK:  29.55 ( 1.20%)

Gold Letzter SK:  29.55 ( 1.20%)
Hennes & Mauritz
Akt. Indikation:  15.05 / 15.15
Uhrzeit:  13:04:33
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Letzter SK:  15.09 ( -0.15%)

Lenzing
Akt. Indikation:  25.65 / 26.00
Uhrzeit:  13:04:24
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Letzter SK:  25.55 ( 1.79%)

Lufthansa
Akt. Indikation:  9.90 / 9.96
Uhrzeit:  13:04:08
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OMV
Akt. Indikation:  56.95 / 57.30
Uhrzeit:  13:04:24
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Letzter SK:  56.60 ( -0.26%)

ThyssenKrupp
Akt. Indikation:  11.95 / 11.99
Uhrzeit:  13:04:08
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Letzter SK:  12.04 ( 5.85%)

Uniqa
Akt. Indikation:  17.96 / 18.02
Uhrzeit:  13:04:24
Veränderung zu letztem SK:  -0.06%
Letzter SK:  18.00 ( 1.12%)

Verbund
Akt. Indikation:  56.10 / 56.55
Uhrzeit:  13:04:24
Veränderung zu letztem SK:  0.22%
Letzter SK:  56.20 ( 1.44%)

voestalpine
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    Mit deutlichen Zuwächsen starteten die Börsen in den USA in den Tag, mussten dann aber einen Teil der Gewinne wieder abgeben und konnten ein kleines Plus in den Handelsschluss retten. Beim Tabakkonzern Philip Morris konnten sich die Anleger über einen Kursanstieg von knapp 1,3% freuen. Das Unternehmen hatte zwar wegen negativer Währungseffekte sein diesjähriges Gewinnziel gesenkt, rechnet im zuletzt lahmenden Geschäft mit neuartigen Zigaretten aber bis 2021 mit einer Verdoppelung. Für Dow-Spitzenreiter Apple ging es um 2,1% nach oben, nachdem die US-Bank JPMorgan die Beobachtung des iPhone-Herstellers mit einer Kaufempfehlung sowie einem Kursziel von 272 Dollar aufgenommen hatte. Die Aktien des Softwareherstellers Salesforce profitierten von einem positiven Kommentar durch Credit Suisse und gewannen 1,3% dazu. Dagegen brach Bed, Bath & Beyond um 21,0% ein, was den niedrigsten Kurs seit über 18 Jahren bedeutete. Der Heimausstatter war im zweiten Geschäftsquartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

    Leicht zulegen konnten  die Ölpreise, Brent schloss 0,5% stärker, bei WTI betrug das Plus 0,8%. Gold musste relativ deutlich abgeben und wurde gegen Handelsende bei einem Wert von rund 1.183 US-Dollar gehandelt. Der Euro musste gegen den US-Dollar während des gesamten  Handels abgeben, gegen Abend pendelte sich das Währungspaar bei einer Notierung von rund 1,164 ein.

    Italiens Regierung plant in den kommenden drei Jahren mit einer deutlich höheren Neuverschuldung: Das Haushaltsdefizit werde in den Jahren 2019, 2020 und 2021 jeweils bei 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen, teilten Innenminister Matteo Salvini von der rechtsextremem Lega-Partei und Wirtschaftsminister Luigi Di Maio von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung am Donnerstag mit. Die sozialdemokratische Vorgängerregierung hatte noch ein Defizit von 0,8 Prozent angepeilt. Der Einigung waren zähe Verhandlungen im Kabinett vorausgegangen. Der parteilose Finanzminister Giovanni Tria hatte sich für eine Begrenzung der Neuverschuldung auf 1,6 Prozent ausgesprochen. Auch die EU-Kommission hatte ein deutlich niedrigeres Defizit angemahnt. Italien muss seinen Haushaltsentwurf bis zum 15. Oktober in Brüssel einreichen. Populisten und Rechtsextreme regieren seit Juni das hochverschuldete Land. Beide Parteien hatten bereits im Wahlkampf eine Abkehr vom Sparkurs versprochen.

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