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Microsofts neue Quelloffenheit (Heiko Geiger)

Autor:
Heiko Geiger

Head of Public Distribution, Bank Vontobel Europe AG

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31.10.2018, 2694 Zeichen

Microsoft war über lange Zeit das Feindbild pur für die Unternehmen im Silicon Valley

Microsoft war über lange Zeit das Feindbild pur für die Unternehmen im Silicon Valley. Während die Tech-Unternehmen von der Westküste, angeführt von Apple und Google, die Welt mit ihren neuesten Errungenschaften zu einem besseren Ort machen wollen, wurde Microsoft immer unterstellt nur an hohen Profiten interessiert zu sein.

Der Bill Gates Nachfolger Steve Ballmer lieferte dafür auch reichlich Steilvorlagen, indem er versuchte, Microsoft konsequent von den boomenden Plattformökosystemen wie dem iPhone und der Open-Source Community abzuschirmen und diese zu verteufeln. Die Open-Source Bewegung bezeichnete er im Jahr 2001 gar als „Krebs“.

Kulturwandel unter Nadella

Seit der Inder Satya Nadella im Jahr 2014 Nachfolger von Ballmer wurde, hat sich bei Microsoft ein 180 Grad Kulturwandel vollzogen. Nicht ohne Grund wählte Nadella für seine erste große Strategierede San Francisco als Ort und 5.000 Entwickler als Zielgruppe. Sein Ziel: Microsoft wieder zu seinen Wurzeln und seiner Usprungs-DNA als „Entwickler-Unternehmen“, fokussiert auf die Bedürfnisse der Softwareentwickler zu führen. Die milliardenschweren Übernahmen von LinkedIn und dem Programmierportal GitHub machen nun Microsoft zu einem „eingeheirateten“ Silicon Valley Unternehmen. Letzte Woche nun verkündete Microsoft, dass es 60.000 Patente für Linux kostenfrei als quelloffene Software durch den Beitritt in die Open Invention Network Organisation zur Verfügung stelle. Monetär ist dies kein Pappenstil, hat doch Microsoft bis Ende 2014 etwa 3,4 Mrd Dollar aus seinen Android-Patenten verdient. Allein Samsung zahlte Microsoft eine Milliarde Dollar, um seine Android-Patente zu lizenzieren. Ein kluger Schachzug, der auch Kartellwächter nicht unbeeindruckt lässt. So vermeldete Reuters fast zeitgleich, dass die 7,5 Mrd. Dollar schwere GitHub Übernahme bei der EU ohne kartellrechtliche Auflagen durchgewunken wird. Die Freigabe der Software Quellen stärkt Microsofts Rolle bei Softwareentwicklern und gibt der GitHub Übernahme Rückenwind und Glaubwürdigkeit. Verkehrte Tech-Welt: Während Microsoft sich als Musterschüler feiern lässt, stehen die Silicon Valley Herausforderer Google und Facebook in Washington auf der Anklagebank.

Microsoft ist Teil des Open-End Partizipationszertifikat auf den Solactive A.I. Performance-Index (ISIN: DE000VL3SJB4) der führenden Unternehmen aus dem Bereich künstlicher Intelligenz, sowie des Open-End Partizipationszertifikat auf den Solactive Blockchain Technologies Index (ISIN: DE000VL9NBT1) der führenden Blockchain Technologieunternehmen..

 

Im Original hier erschienen: Microsofts neue Quelloffenheit


(31.10.2018)

Hinweis: Diese Produktwerbung ist keine Finanzanalyse i.S.d. § 34b WpHG und genügt daher auch nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen.
Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt sowie die Endgültigen Angebotsbedingungen beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
Näheres über Chancen und Risiken einer Anlage in derivative Finanzinstrumente erfahren Sie in der Broschüre "Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren", welche Ihr Anlageberater Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellt. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z.B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im Finanzinstrumentspreis enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. Ohne Genehmigung darf diese Produktwerbung nicht vervielfältigt bzw. weiterverbreitet werden.

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Vorstand: Dr. Bernhard Heye (Sprecher), Dr. Wolfgang Gerhardt, Andreas Heinrichs, Dr. Joachim Storck
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