09.11.2018, 3658 Zeichen
Ein wichtiger Lizenz-Deal mit Apple hauchte der lange Zeit schwächelnden Aktie von Dialog Semiconductor neues Leben ein. Allerdings befindet sich der britisch-schwäbische Halbleiterkonzern damit noch längst nicht in sicherem Fahrwasser.
Dialog Semiconductor profitierte in den vergangenen Jahren genauso wie andere Apple-Zulieferer vom Erfolg des iPhone-Konzerns. Allerdings hatte sich das SDAX- und TecDAX-Unternehmen in eine gefährliche Abhängigkeit begeben. Dies ging lange Zeit gut. Doch als es am Markt hieß, Apple wolle einige von Dialog Semiconductor bezogenen Chips im Bereich Strommanagement in Eigenregie entwickeln, rüttelte dies Dialog Semiconductor ordentlich durcheinander. Die Verunsicherung hielt lange an. Doch am 11. Oktober 2018 konnte das Unternehmen mit dem lang erhofften Befreiungsschlag aufwarten.
Eine neue Lizenzvereinbarung soll nicht nur Dialog Semiconductor frische Mittel bringen, sondern die zeitweise in Gefahr geratene Partnerschaft mit Apple stärken. Apple zahlt 600 Mio. US-Dollar und erhält dafür eine Lizenzierung von Powermanagement-Technologien. Außerdem wechseln mehr als 300 Ingenieure aus Dialogs Entwicklerteam zu Apple. Zudem ist das Geld als Vorauszahlung für Produkte von Dialog Semiconductor gedacht. Das Dialog-Management nutzte die Gelegenheit und die frischen Mittel, um gleich ein Aktienrückkaufprogramm anzukündigen.
Auch die Geschäftszahlen für das dritte Quartal und Aussichten für das Schlussquartal 2018 sowie die 2019er-Umsatzprognose kamen am Markt gut an. Unter anderem, weil sich die Stimmung rund um Dialog Semiconductor nach dem Apple-Deal insgesamt gebessert hatte. Laut Konzernangaben vom 31. Oktober erzielte Dialog im dritten Quartal Umsatzerlöse von 384 Mio. US-Dollar, ein Anstieg um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Dezember-Quartal rechnet das Unternehmen mit Umsätzen von 430 bis 470 Mio. US-Dollar.
Damit sollen die Erlöse im Gesamtjahr um 8 Prozent auf etwa 1,461 Mrd. US-Dollar steigen. Auf seinem am 1. November in London abgehaltenen Kapitalmarkttag wagte Dialog einen Blick auf 2019 und darüber hinaus. Im kommenden Jahr sollen die Umsatzerlöse trotz der Anteilsverkäufe an Apple gegenüber 2018 in etwa konstant bleiben. Danach will man im mittleren Zehnprozentbereich wachsen. Dazu sollen auch Wachstumsinitiativen in Bereichen außerhalb des Handy-Marktes beitragen. Das Management hat unter anderem das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) im Blick.
Obwohl Dialog Semiconductor mit dem jüngsten Apple-Deal viele Unsicherheiten aus der Welt räumen konnte, bleiben weitere Fragen unbeantwortet. Auch in Zukunft wird das Unternehmen nicht von Apple unabhängig sein. Doch gerade jetzt fürchten Marktteilnehmer, dass der iPhone-Konzern weniger als in der Vergangenheit von einem gesättigten Smartphone-Markt profitieren könnte. Darüber hinaus wird der zukünftige Geschäftserfolg von Dialog Semiconductor auch davon abhängen, ob der Konzern erfolgreich neue Geschäftsbereiche ausbauen kann. In diesem Fall wirkt der Umstand negativ nach, dass man sich zu lange auf den Hauptkunden Apple verlassen und nicht frühzeitig für eine Diversifikation gesorgt hat.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Dialog-Semiconductor-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DS8X5Y) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,33, die Barriere bei 20,90 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS8X60, aktueller Hebel 5,24, Barriere bei 25,15 Euro) auf fallende Kurse der Dialog-Semiconductor-Aktie setzen.
Stand: 08.11.2018
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1165: ATX leicht im Minus, aber Supertag für die Porr-Aktie, bei Alex Schütz im Boxwood gibt es die Argentinien-Chance
Bildnachweis
1.
Dialog Semiconductor
, (© finanzmarktfoto.at/Martina Draper) >> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:Austriacard Holdings AG, Bajaj Mobility AG, AT&S, Amag, Zumtobel, Kapsch TrafficCom, FACC, Strabag, Fabasoft, Rosgix, Porr, Verbund, Wiener Privatbank, BTV AG, Semperit, BKS Bank Stamm, Athos Immobilien, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, adidas, RWE, Zalando, Porsche Automobil Holding, Mercedes-Benz Group, Continental, HeidelbergCement, Fresenius Medical Care, Brenntag, Fresenius.
Random Partner
Strabag
Strabag SE ist ein europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen. Das Angebot umfasst sämtliche Bereiche der Bauindustrie und deckt die gesamte Bauwertschöpfungskette ab. Durch das Engagement der knapp 72.000 MitarbeiterInnen erwirtschaftet das Unternehmen jährlich eine Leistung von rund 14 Mrd. Euro (Stand 06/17).
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» PIR-News: Zahlen von UBM, VIG, ASTA, News zu Andritz, Bajaj Mobility, St...
» Wiener Börse Party #1165: ATX leicht im Minus, aber Supertag für die Por...
» Börsepeople im Podcast S25/05: Markus Leitgeb (AT&S)
» ATX-Trends: Porr, Addiko, Andritz ...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Alexandra Baldessarini, Bajaj Mobility ...
» Österreich-Depots: Stark (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 27.5.: Frequentis (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Robert Gillinger ZFA, Karin Kafesie (audio cd.at)
» PIR-News: Zahlen und Einschätzungen zu Porr, News zu Andritz, Frequentis...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- #gabb Jobradar: AT&S, Palfinger, Kontron (#gabb R...
- PIR-News: Zahlen von UBM, VIG, ASTA, News zu Andr...
- Reploid liefert ReFarmUnit an PreZero
- Wiener Börse Party #1165: ATX leicht im Minus, ab...
- Neue Bilder: Jason Turner, Yvette Rosinger, Karin...
- Berenberg bleibt bei Porr auf "Buy"
Featured Partner Video
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Finanzpodcaster und Superläufer Noah Leidinger wurde mir zu langsam, hier meine Top7 Finanzpodcasts
kapitalmarkt-stimme.at daily voice auf audio-cd.at. Warum mir Finanzpodcaster und Superläufer Noah Leidinger (Ohne Aktien wird schwer) zu langsam wurde ..
Börsepeople Noah Leidinger:
Books josefchladek.com
Dimitri Bogachuk
Atlantic
2025
form.
Lisette Model
Lisette Model
1979
Aperture
Gerhard Puhlmann
Die Stalinallee
1953
Verlag der Nation
Fabrizio Strada
Strada
2025
89books
L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)
1937
Editions Perceval
