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Wienerberger vs. Tesla? (Günter Luntsch)

27.02.2020, 4274 Zeichen

Wienerberger vs. Tesla? Ziegel, Rohre, langweilig? Old economy ist nimmer so old wie früher, old economy kann solide Umsätze und Erträge erwirtschaften, in unruhigen Zeiten wie diesen. Aber auch wenn man Wienerberger in erster Linie mit Ziegeln verbindet, Wienerberger ist mittlerweile mehr als ein Ziegel- und Rohrfabrikant. Ich nenne hier nur beispielsweise die gebäudeintegrierten Solarsysteme, im Internet ist ganz viel darüber nachzulesen, ich bin nicht Fachmann genug, um das zu erklären, jedenfalls ist die Energieausbeute aus Photovoltaik bei den Solarsystemen von Wienerberger höher als der Energieverbrauch des Hauses, sagen die Experten. Fairerweise muss ich erwähnen, dass Wienerberger damit nicht alleine am Markt ist. Aber wenn man möglichst alles aus einer Hand will, ist Wienerberger hier ganz gut aufgestellt, sie bieten ja vom Keller bis zum Dach ziemlich viel an. Sogar das ganze Haus. Auch Tesla arbeitet an Solardachziegeln, hat in den USA hier schon Rückschläge hinnehmen müssen, da sie noch nicht perfekt sind. Ja, in diesem Marktsegment matchen sich die ganz Großen. Wienerberger ist dabei, das ist wichtig.

Über das integrierte Solar habe ich im Anschluss an die Pressekonferenz vom 26.2.2020 kurz mit Heimo Scheuch gesprochen, für Details war leider keine Zeit, aber das ist ein Teil der von Scheuch genannten 30%: "30% der 3,5 Mrd. Umsatz machen wir mit innovativen Produkten. Da bauen wir unsere eigene Zukunft." Scheuch leitete die Pressekonferenz mit der Feststellung ein, dass 2019 das erfolgreichste Jahr in der 200jährigen Geschichte des Unternehmens gewesen sei. Das nachhaltige Wirtschaften haber man in 200 Jahren gelernt bzw. habe man nicht lernen müssen, weil Wienerberger dieses nachhaltige Wirtschaften in der DNA habe. Das bereinigte EBITDA sei signifikant um 24% auf 587 Mio. Euro gesteigert worden, der Gewinn nach Steuern um 87% auf 249 Mio. Euro, der Gewinn pro Aktie betrage nun 2,18 Euro. Um die Profitabilität zu erhöhen, werde das gesamte Produktportfolio auf den Prüfstand gestellt.

Wienerberger sei führend bei Elektro, für die Elektriker als Kunden seien die wesentlichen Komponenten vorassembliert, um die Arbeit statt in 16 nun in 3 Stunden erledigen zu können. Die Digitalisierung helfe, dass die Fahrer nun schneller beladen werden können. Scheuch sprach über den "überhundertjährigen" Lebenszyklus der Produkte des Unternehmens. Er sprach über Klima- und CO2-Neutralität. Man habe eine englische Gruppe für Dachzubehör übernommen, die nichts mehr mit Ziegeln zu tun habe, das klassische Produkt werde um ein ganz neues Sortiment ergänzt. Man wolle die Dividende von 50 auf 60 Cents erhöhen. Man wolle 20 bis 30% des Free Cash Flow an die Aktionäre zurückgeben, in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen. Unsere Märkte seien nicht boomend, sondern rückläufig, aber wir würden weiter wachsen, z.B. im Abwasserbereich, er nannte Sensorrohre als smarte Lösung, um Wasser zwischenzulagern. Auch das Wassersystem des Daches nannte er. Wir würden technologisch nicht stehen bleiben, wir würden in unsere 200 Standorte investieren. Sehr stark würden wir in der Landwirtschaft weitermachen, mit Bewässerungssystemen. Der Konzern habe 17.000 Mitarbeiter und Millionen Kunden, das seien einfache Leute wie wir, die ein Haus bauen, das sei der höchste ethische Auftrag für uns. In den USA und in Kanada habe man eine gute Basis, auch dort werde man weiter wachsen.

Scheuch wurde nach Auswirkungen des Coronavirus gefragt. Er stellte fest, dass der Konzern drei Werke in Norditalien und eines in Mittelitalien habe. Falls ein Werk unter Quarantäne komme, müssten wir damit leben. Das könne aber auch in Wien passieren. Wir seien in 30 Ländern tätig. Auf der Bauen- und Energie-Messe vorige Woche fehlte übrigens der große Wienerberger-Stand der Vorjahre. Wie einige andere namhafte Anbieter. Möglicherweise ist eine Messepräsenz verzichtbar, da Private kaum direkt von Wienerberger direkt kaufen, die Ansprechpartner finden sie ohnehin im Baustoffhandel. Mit den Wienerberger-Produkten, die zumindest in Österreich flächendeckend angeboten werden.
Wienerberger ( Akt. Indikation:  24,34 /24,44, -4,80%)
Tesla ( Akt. Indikation:  696,10 /697,30, -3,03%)

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 27.02.)


(27.02.2020)

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Tesla
Akt. Indikation:  373.60 / 373.95
Uhrzeit:  13:03:15
Veränderung zu letztem SK:  0.30%
Letzter SK:  372.65 ( -1.43%)

Wienerberger
Akt. Indikation:  24.18 / 24.28
Uhrzeit:  13:04:20
Veränderung zu letztem SK:  0.12%
Letzter SK:  24.20 ( 0.50%)



 

Bildnachweis

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    Wienerberger sei führend bei Elektro, für die Elektriker als Kunden seien die wesentlichen Komponenten vorassembliert, um die Arbeit statt in 16 nun in 3 Stunden erledigen zu können. Die Digitalisierung helfe, dass die Fahrer nun schneller beladen werden können. Scheuch sprach über den "überhundertjährigen" Lebenszyklus der Produkte des Unternehmens. Er sprach über Klima- und CO2-Neutralität. Man habe eine englische Gruppe für Dachzubehör übernommen, die nichts mehr mit Ziegeln zu tun habe, das klassische Produkt werde um ein ganz neues Sortiment ergänzt. Man wolle die Dividende von 50 auf 60 Cents erhöhen. Man wolle 20 bis 30% des Free Cash Flow an die Aktionäre zurückgeben, in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen. Unsere Märkte seien nicht boomend, sondern rückläufig, aber wir würden weiter wachsen, z.B. im Abwasserbereich, er nannte Sensorrohre als smarte Lösung, um Wasser zwischenzulagern. Auch das Wassersystem des Daches nannte er. Wir würden technologisch nicht stehen bleiben, wir würden in unsere 200 Standorte investieren. Sehr stark würden wir in der Landwirtschaft weitermachen, mit Bewässerungssystemen. Der Konzern habe 17.000 Mitarbeiter und Millionen Kunden, das seien einfache Leute wie wir, die ein Haus bauen, das sei der höchste ethische Auftrag für uns. In den USA und in Kanada habe man eine gute Basis, auch dort werde man weiter wachsen.

    Scheuch wurde nach Auswirkungen des Coronavirus gefragt. Er stellte fest, dass der Konzern drei Werke in Norditalien und eines in Mittelitalien habe. Falls ein Werk unter Quarantäne komme, müssten wir damit leben. Das könne aber auch in Wien passieren. Wir seien in 30 Ländern tätig. Auf der Bauen- und Energie-Messe vorige Woche fehlte übrigens der große Wienerberger-Stand der Vorjahre. Wie einige andere namhafte Anbieter. Möglicherweise ist eine Messepräsenz verzichtbar, da Private kaum direkt von Wienerberger direkt kaufen, die Ansprechpartner finden sie ohnehin im Baustoffhandel. Mit den Wienerberger-Produkten, die zumindest in Österreich flächendeckend angeboten werden.
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