29.07.2022, 5110 Zeichen
Andritz hat den Umsatz im 1. Halbjahr 2022 um 9,6 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro gesteigert. Das EBITA betrug 273,2 Mio. Euro und lag damit 14,9 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert. Im 1. Halbjahr 2022 betrug das Konzernergebnis 167,2 Mio. Euro und wurde somit um 22,3 Prozent gesteigert. In allen vier Geschäftsbereichen konnte ein Umsatzwachstum sowie ein Plus beim Auftragseingang erreicht werden. Laut CEO Joachim Schönbeck gibt es in den Märkten, wo Andritz tätig ist, eine gute Investitionstätigkeit, man verzeichne eine hohe Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen. So konnnte etwa in Indien ein Wasserkraft-Auftrag in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags gewonnen werden. „Mit knapp 4,8 Mrd. Euro erreichte der Auftragseingang den höchsten Halbjahreswert in der Unternehmensgeschichte. Wir sind auch für die verbleibenden Monate des laufenden Jahres vorsichtig optimistisch und erwarten aus heutiger Sicht eine solide Projekt- und Investitionstätigkeit in allen unseren Geschäftsbereichen,“ so der CEO. Der Auftragsstand per 30. Juni 2022 erreichte mit 9,86 Mrd. Euro einen neuen Höchststand und erhöhte sich um 20,7 Prozent gegenüber Ultimo 2021. Für das Gesamtjahr 2022 bestätigt das Unternehmen die Finanz-Guidance und rechnet sowohl bei Umsatz als auch EBITA und Konzernergebnis mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Hinsichtlich der sich abzeichnenden Gas-Verknappung sei man dabei, auf alternative Energie umzurüsten, in Europa will man Ende des Jahres großteils damit abgeschlossen haben. Bezüglich Geschäft in Russland meinte der CEO, dass man die langfristigen Kundenbeziehungen und die Vertragstreue nicht in Frage stelle.
Für die Analysten der Baader Bank hat Andritz die Erwartungen übertroffen. Sie betrachten Andritz weiter als eines der risikoresistentesten Investitionsgüterunternehmen in ihrem Coverage-Universum, das von der weiterhin boomenden Nachfrage in den meisten seiner Geschäftsaktivitäten und begrenzten Ertragsrisiken aus Material- und Energiekostensteigerungen profitiert, nicht zuletzt, weil das Unternehmen Preisanpassungen offensichtlich erfolgreich neu verhandelt hat. Die Baader-Analysten bekräftigen ihre Kaufempfehlung für Andritz mit Kursziel 61,0 Euro und halten die Aktie für massiv unterbewertet.
Für die Analysten von Raiffeisen Research läuft es bei Andritz wie geschmiert. "Die Ergebnisse von Andritz zeigen noch keine signifikanten Herausforderungen in Sachen Lieferkette, bei den Energiekosten und im globalen Umfeld und das Produktangebot des Unternehmens scheint für die Nachfrage nach Energie und Energieeffizienz gut geeignet zu sein. Wir sehen die Ergebnisse positiv", fassen die Analysten zusammen.
Andritz ( Akt. Indikation: 44,72 /44,80, 5,52%)
Palfinger hat den Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2022 um 17,5 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 1.039,0 Mio. Euro gesteigert. Die starke Marktnachfrage nach Palfinger-Produkten, aber auch die gestiegenen Absatzpreise sowie Wechselkurseffekte würden sich hier widerspiegeln, so das Unternehmen. Das EBITDA verringerte sich gegenüber dem 1. Halbjahr 2021 um 10,5 Prozent auf 119,5 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel aufgrund von Kostensteigerungen und der versetzten Wirkung von Preiserhöhungen von 92,1 Mio. im 1. Halbjahr 2021 auf 80,2 Mio. Euro. Das Konzernergebnis betrug 39,2 Mio. Euro, nach 56,1 Mio. Euro per 30. Juni 2021. Um künftig schneller auf Kostenanpassungen reagieren zu können, stellt Palfinger mit Wirkung ab Jänner 2023 auf sogenanntes „Dynamic Pricing“ um. Mit dem neuen, indexbasierten und flexiblen Preismodell könne man rascher auf steigende oder fallende Kosten reagieren, so CEO Andreas Klauser bei der Pressekonferenz.
Insgesamt könne man stolz auf das Ergebnis sein, der wirtschaftliche Impact aus den aktuellen Herausforderungen sei nicht so groß ausgefallen, wie man annehmen hätte können, so Klauser, der in diesem Jahr einen Umsatz von mehr als 2 Mrd. Euro in Aussicht stellt.
Laut Raiffeisen Research hat Palfinger ein besser als erwartetes 2. Quartal abgeliefert. Für das Gesamtjahr 2022 wird nunmehr ein Umsatz von 2 Mrd. Euro avisiert. Damit liegt der Konzern über den Marktprognosen. Für das 2. Halbjahr impliziert der Ausblick eine im Jahresvergleich stabile Entwicklung. Neben dem hohen Auftragspolster sollten auch zunehmende Effekte aus Preiserhöhungen realisiert werden.
Palfinger ( Akt. Indikation: 24,15 /24,30, 4,42%)
Research: Die Analysten der Erste Group reduzieren S Immo von Akkumulieren auf Reduzieren und nehmen das Kursziel von 24,0 auf 21,9 Euro zurück. Kepler Cheuvreux kürzt das Rating für Valneva von Kaufen auf Halten und das Kursziel von 24,0 auf 11,0 Euro. Hauck Aufhäuser hat die Einstufung für Kontron auf "Buy" mit Kursziel 27,0 Euro belassen. Jefferies hat die Einstufung für ams Osram nach Zahlen auf "Hold" mit Kursziel von 8,0 CHF bestätigt.
S Immo ( Akt. Indikation: 22,75 /22,80, -0,33%)
Valneva ( Akt. Indikation: 9,58 /9,58, -3,99%)
Kontron ( Akt. Indikation: 14,09 /14,14, 0,75%)
AMS ( Akt. Indikation: 7,77 /7,83, -11,13%)
(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 29.07.)
Leseprobe aus dem Fanboy-Buch zur Wiener Börse: Die 80`s (gekürzt)
ams-Osram
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Palfinger
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S Immo Letzter SK: 35.35 ( 0.00%)
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