18.11.2022, 4622 Zeichen
Reingehört bei Uniqa
Uniqa-CEO Andreas Brandstetter zur aktuell komplexen Gesamtsituation: "Wir haben einen Mix aus Krieg, Energieverknappung, Inflation, es stellt sich die Frage wie sich das Kundenverhalten weiterentwickeln wird und dazu haben wir noch volatile Kapitalmärkte. Spannender als es jetzt ist kann es nicht mehr werden."
Zu den höheren Kosten. "Die Inflation wirkt sich in unserem Fall u.a. durch höhere Kosten bei Dachdeckern oder KFZ-Werkstätten aus, die die Schäden reparieren. Wie können einen Teil der erhöhten Kosten aber an die Privatkunden, vor allem am heimischen Markt, weitergeben. Dort sind die Verträge indexiert. Die Inflation und die volatilen Kapitalmärkte sind für uns aktuell die größte Challenge."
Zum Q3: "Das 3. Quartal war versicherungstechnisch ein gutes Quartal. Wir rechnen auch im Q4 mit einem guten versicherungstechnischen Ergebnis."
Zur Aktie: "Es ist noch Luft nach oben. Wie versuchen die bestehenden und potenzielle Aktionäre davon zu überzeugen, dass ein Investment in die Uniqa-Aktie ein gutes Investment ist, denn wir sind für das Kerngeschäft in Österreich und Osteuropa auch für 2023 zuversichtlich."
Zu den Zinsen und zum Lebensversicherungsgeschäft: "Wir sehen im Bereich Lebensversicherungen eine gute Entwicklung. Steigende Zinsen hauchen hier mehr Leben ein. Dieses Produkt schmeckt den Kunden jetzt wieder mehr."
Zu höheren Abschlusskosten: "Wir incentivieren die Geschäftsbereiche, die für uns interessant und lukrativ sind, zB. wollen wir in Osteuropa im urbanen Bereich mehr Versciherungen im Bereich Hausrat abschließen und zahlen den Vertriebspartnern dafür höhere Provisionen."
https://boersenradio.at/page/brn/41316/
Reingehört beim Flughafen Wien
Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG zum Airports Group-Angebot: "Der Flughafen zählt zur kritischen Infrastruktur. Wir sehen ein Delisting nicht im Interesse des Unternehmens und auch den gebotenen Preis, angesichts der positiven Entwicklung, als nicht angemessen an. Mehr kann ich nicht sagen, da wir zu Neutralität verpflichtet sind."
Zu den Passagierzahlen: "Im Gegensatz zum Vorjahr hat die Reiselust wieder zugenommen, im Sommer waren wir bei etwa 90 Prozent des Vorkrisenniveaus. Im Gesamtjahr werden wir bei ca. 70 Porznt liegen. Im nächsten Jahr rechnen wir mit einem weiteren Anstieg und keine maßgebliche Beeinträchtigung des Reiseverkehrs aufgrund der höheren Inflation. Schmerzhaft ist der Ausfall aus Russland, der Ukraine und Weißrussland und ich hoffe, dass der Verkehr nach und von Asien nach den strengen Corona-Maßnahmen wieder steigt. Air India hat bereits angekündigt, dass sie wieder kommt. Sollte der Verkehr nach China wieder steigen, hoffen wir, dass Austrian die Frequenz wieder erhöht."
Zum Frachtgeschäft: "Das Frachtgeschäft ist schwach, der Schiffsverkehr hat wieder zugenommen, die Containerpreise sind wieder zurückgekommen - das wirkt sich auf das Luftfrachtgeschäft aus. Generell wirkt auch das abgeschwächte Wirtschaftswachstum dämpfend".
Zu den Kosten: "Die Inflation schlägt sich auf alle Bezüge nieder. Höhere Lohnkosten, Fernwärme und Strom steigen. Wir haben aber seit einigen Jahren ein Energieeffizienzprogramm laufen und erzeugen mittlerweile über Photovoltaik ein Drittel des Stromverbrauchs selbst. Das hilft uns zwar, ich hoffe aber dennoch, dass die Energiepreise wieder zurückkommen werden."
Zum CO2-Ausstoß der Luftfahrt: "Die Großtechnische Erzeugung von synthetischen Treibstoffen werden zu Preisen führen, die nicht weit weg sind von den Kerosinpreisen. Das wird der Luftfahrtindustrie helfen, CO2 neutral zu werden."Die aktuelle Geschäftsentwicklung der Flughafen Wien AG: weniger Corona, mehr Urlaub und Business-Bewegungen, mehr Passagiere, mehr Umsatz (plus 85 %, 508 Mio. Euro) sowie Gewinn (Nettoergebnis klettert auf 109 Mio. nach Null). "Das Reisefieber ist wieder gestiegen", sagt CFO Günther Ofner, "das gilt in erster Linie für den touristischen Verkehr." Ofner hofft auf ein Ende des Krieges in der Ukraine und der strikten Coronapolitik in Asien. "Die Air India hat ihr Kommen angekündigt. Und der Verkehr nach China sollte auch wieder steigen." Das Kostenfieberthermometer geht auch in Wien kräftig nach oben. "Wir müssen mit höheren Lohnkosten rechnen. Es gibt einen drastischen Anstieg bei Fernwärme und Strom." Deshalb setzt das Unternehmen auf Photovoltaik und führt den Betrieb CO2-neutral. Synthetische Kraftstoffe sind zwar Zukunftsmusik, die aber bald schon auch in Wien aufgeführt wird. Ofner ist sich da sicher.
https://boersenradio.at/page/brn/41313/
(Der Input von boersen radio.at für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 18.11.)
Leseprobe aus dem Fanboy-Buch zur Wiener Börse: Die 80`s (gekürzt)
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