20.12.2022, 4122 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat am Montag knapp im Plus geschlossen, der ATX beendete den Tag mit einem kleinen Aufschlag von 0,3%. Konjunkturdaten brachten zum Wochenstart keine Impulse, der am Vormittag veröffentlichte Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland war zwar gut ausgefallen, wirkte sich aber nicht merklich an den Börsen aus, das viel beachtete Wirtschaftsbarometer war nach dem Tief im September den dritten Monat in Folge gestiegen und besser ausgefallen als erwartet. Bei den Einzelwerten hielt das Interesse an Semperit weiter an, nach dem Verkauf der Medizinsparte und einem Kurssprung am Freitag ging es für den Gummi- und Kautschukkonzern gestern um weitere 3,3% nach oben.
Ebenfalls zulegen konnte OMV, unter anderem dank der steigenden Energiepreise auf Grund der Corona-Lockerungen in China, hinzu kam eine frische Kaufempfehlung, die Deutsche Bank erhöhte die Einstufung für den Ölkonzern von „Hold“ auf „Buy“, das Kursziel wurde unverändert bei 51,1 Euro belassen, als Grund für diese Erhöhung wurde die in der Vorwoche angekündigte Option von Sonderdividenden genannt, in Summe brachte das einen Zuwachs von 1,4%. Auch der zweite Vertreter aus diesem Sektor wurde gekauft, für Schoeller-Bleckmann ging es etwas bescheidener um 0,5% nach oben. Die großen heimischen Banken entwickelten sich in unterschiedliche Richtungen, während es für die Bawag um 1,1% nach unten ging konnte die Erste Group um 1,0% zulegen, auch die Raiffeisen Bank International war gesucht und verzeichnete einen Anstieg von ebenfalls 1,0%. Ans untere Ende der Kursübersicht rutschte die Österreichische Post, für das Logistikunternehmen gab es einen Abschlag von 5,0%, auch Lenzing wurde verkauft, für den Faserhersteller ging es um 3,1% nach unten. Gesucht war hingegen Pierer Mobility, der Motorradhersteller konnte einen Zuwachs von 3,0% erzielen, gut verlief der Handel auch für Marinomed, das Biotechnologieunternehmen konnte um 1,8% vorrücken."
Immofinanz / S Immo
Die börsenotierte Immofinanz AG hat von ihrer Kernaktionärin CPI Property Group Aktien erworben und hält nun 50 Prozent und eine Aktie an der S Immo. Der Kaufpreis belaufe sich auf 19,5 Euro pro Aktie, teilte die Immofinanz am Montagabend mit. Insgesamt zahlte die Immofinanz für die Aktien 337,5 Mio. Euro an CPI. Finanziert wurde der Kauf durch einen langfristigen Kredit, den CPI der Immofinanz zur Verfügung stelle. Der Kauf soll noch heuer abgeschlossen werden.
Lenzing
Der börsennotierte Spezialfaserkonzern Lenzing muss seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022 spürbar nach unten revidieren. Der Grund sind "Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem beschleunigten Einsparprogramm sowie Währungseffekte und eine weitere Verschlechterung des Marktumfelds", wie das Unternehmen Montagnachmittag mitteilte. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) werde etwa 250 Mio. Euro betragen und damit unterhalb der Markterwartungen liegen.
Wie bereits am Freitag durchgesickert war, wird Lenzing im kommenden Jahr auch Stellen reduzieren. Von 200 abzubauenden Vollzeitäquivalenten soll ein Drittel über natürlichen Abgang erreicht werden, ein weiteres über Arbeitszeitverkürzungen und ein Drittel durch Kündigungen, hieß es am Montag aus Unternehmenskreisen. Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung am Montag den Sozialplan bereits beschlossen. Die Gespräche über die Auflösung der 70 bis 80 Dienstverhältnisse werden im ersten Quartal 2023 beginnen.
Anfang November hatte der Konzern für die ersten drei Quartale 2022 noch ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen von 263 Mio. Euro vermeldet - den Angaben zufolge war das ein Rückgang von 11,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr davor.
Zum Halbjahr lag das operative EBITDA heuer mit 188,9 Mio. Euro um 13,3 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die operativen Ziele für das Gesamtjahr 2022 blieben da aber vorerst noch aufrecht: Bei der Präsentation der Halbjahreszahlen, Anfang August, war das Management für heuer noch von einem EBITDA deutlich über dem Niveau von 2021 ausgegangen. Im vergangenen Jahr hatte das EBITDA 362,9 Mio. Euro betragen.
Börsepeople S23/06: Maximilian Clary und Aldringen
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Die börsenotierte BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt, Österreich, beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und betreibt ihr Bank- und Leasinggeschäft in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die BKS Bank verfügt zudem über Repräsentanzen in Ungarn und Italien. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe.
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