Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent ( Finanztrends)
02.03.2026, 2912 Zeichen
Eine spezielle Form des Computertrainings kann das Demenzrisiko älterer Menschen deutlich reduzieren. Das belegt eine bahnbrechende Langzeitstudie, die ihre Ergebnisse jetzt veröffentlicht hat.
Was die 20-Jahres-Studie wirklich zeigt
Forscher haben fast 3.000 gesunde Erwachsene über zwei Jahrzehnte begleitet. Das Ergebnis: Ein gezieltes „Speed-of-Processing“-Training senkte die Wahrscheinlichkeit einer späteren Demenzdiagnose um 25 Prozent. Die Studie ist die erste ihrer Art, die einen solch langfristigen Schutz durch eine nicht-medikamentöse Maßnahme nachweist.
Während spezielle Computerübungen die Verarbeitungsgeschwindigkeit fördern, helfen gezielte Alltagsroutinen dabei, die allgemeine Konzentration und das Gedächtnis langfristig zu stärken. In diesem kostenlosen Ratgeber erfahren Sie 7 Geheimnisse für ein leistungsfähiges Gehirn und wie Sie Ihr Demenz-Risiko aktiv senken können. Gratis-PDF: Mentale Fitness ab heute steigern
Die Teilnehmer waren zu Beginn im Durchschnitt 74 Jahre alt. Sie absolvierten bis zu zehn Trainingssitzungen innerhalb von sechs Wochen. Eine Gruppe erhielt zusätzliche Auffrischungen nach einem und drei Jahren. Genau diese „Booster“-Gruppe zeigte den starken Schutzeffekt.
So funktioniert das wirksame Gehirntraining
Anders als klassischer Gehirnjogging trainiert diese Methode die Geschwindigkeit der visuellen Informationsverarbeitung. Die Übungen sind adaptiv – der Schwierigkeitsgrad passt sich automatisch der Leistung des Nutzers an.
Ein Beispiel: Nutzer müssen ein zentrales Objekt auf dem Bildschirm identifizieren, während sie ablenkende Reize am Rand ignorieren. Es geht darum, unter Zeitdruck effizient zu bleiben. Gedächtnis- oder Logikübungen zeigten in derselben Studie hingegen keine signifikante Wirkung auf das Demenzrisiko.
Ein Wendepunkt für die Vorsorge?
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Während die Medikamentenforschung seit Jahren kämpft, zeigt diese Studie einen klaren Weg der Prävention auf. Eine relativ kurze, kostengünstige Intervention könnte einen Schutz über Jahrzehnte bieten.
Experten vermuten, dass das Training grundlegende kognitive Mechanismen stärkt. Es könnte die neuronale Effizienz und die Widerstandsfähigkeit des Gehirns erhöhen. Diese „kognitive Reserve“ hilft möglicherweise, pathologische Prozesse besser zu kompensieren.
Könnte solches Training bald zur Standardvorsorge gehören? Die Studienautoren sehen das Potenzial. Selbst eine Verzögerung des Demenzeintritts um wenige Jahre hätte massive Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme. Die Forschung wird nun die optimalen Trainingsprotokolle und Kombinationen mit Faktoren wie Bewegung untersuchen.
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