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iShares MSCI World ETF: USA-Anteil sinkt ( Finanztrends)

06.03.2026, 2834 Zeichen

Der iShares MSCI World ETF hat Ende Februar 2026 seine erste Quartalsanpassung des Jahres abgeschlossen – mit einem bemerkenswerten Ergebnis: Erstmals seit Jahren reduzierte der Fonds seine US-Aktienquote. Gleichzeitig verschob sich der Fokus in Richtung KI-Hardware und Satellitenkommunikation. Doch die eigentliche Neuausrichtung steht noch bevor.

Historische Verschiebung vollzogen

Die am 27. Februar umgesetzte Anpassung führte netto zum Ausschluss von neun Positionen: 18 Neuaufnahmen standen 27 Streichungen gegenüber. Für US-Aktien war das Verhältnis besonders deutlich – nur acht Zugänge bei 15 Abgängen.

Verantwortlich für diese Zurückhaltung ist eine angekündigte Methodenreform. MSCI hatte am 27. Januar mitgeteilt, dass im Februar nur notwendige Freefloat-Anpassungen vorgenommen würden. Die große Umstellung folgt im Mai 2026, wenn neue Berechnungsregeln für den frei handelbaren Aktienanteil in Kraft treten.

Die drei größten US-Neuaufnahmen nach Marktkapitalisierung waren AST SpaceMobile A, Coherent Corp und FTAI Aviation – allesamt Unternehmen mit Bezug zu KI-Hardware oder satellitengestützter Kommunikation. Gestrichen wurden unter anderem die japanischen Titel Tokyo Metro und Trend Micro sowie der französische Zahlungsdienstleister Edenred.

Mai-Revision als eigentlicher Wendepunkt

Die Änderungen vom Februar sind bewusst moderat gehalten. Die für Mai geplante Methodenreform dürfte weit tiefgreifendere Verschiebungen mit sich bringen. Unklar ist bislang, ob die neue Berechnungsweise die ohnehin hohe Konzentration auf wenige Mega-Caps reduzieren oder weitgehend bestehen lassen wird.

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Ausblick

Die Februar-Anpassung markiert einen Richtungswechsel, doch sie ist nur der Auftakt. Die Mai-Reform mit neuen Freefloat- und Rundungsregeln wird die Indexgewichtung voraussichtlich deutlich stärker verändern. Wie sich das auf die Dominanz der Tech-Riesen auswirkt, bleibt abzuwarten.

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