08.03.2026, 3500 Zeichen
Mutares dreht weiter am Portfolio-Rad – und liefert den nächsten Exit. Diesmal trifft es die inTime Group, die erst seit August 2025 zum Bestand gehörte. Was sagt der schnelle Weiterverkauf über das Tempo und den Turnaround-Ansatz der Beteiligungsgesellschaft aus?
inTime geht an Tawin – Closing bis Ende März erwartet
Am 6. März 2026 meldete Mutares den vollständigen Verkauf der inTime Group an die Tawin Holdings Group. Die Transaktion umfasst alle Tochtergesellschaften des europäischen Logistikdienstleisters – konkret auch Trans-Logo-Tech (TLT) und Routewise.
Der Vollzug steht noch unter branchenüblichen Closing-Bedingungen. Erwartet wird der Abschluss im ersten Quartal 2026, konkret bis Ende März. Zur Größenordnung: inTime kommt laut Mitteilung auf rund 100 Millionen Euro Jahresumsatz und beschäftigt etwa 400 Mitarbeitende.
Schneller Turnaround: Umbau seit August 2025
Interessant ist vor allem die kurze Haltedauer. Mutares hatte die inTime Group im August 2025 übernommen und anschließend eine operative und finanzielle Restrukturierung angestoßen. Genannt werden Kostensenkungsprogramme, personelle Anpassungen sowie eine Flottenoptimierung.
Zusätzlich setzte das Management auf Effizienzsteigerungen in Abläufen, IT-Systemen und der Verwaltung. Flankiert wurde das Ganze durch Anpassungen bei Preis- und Margengestaltung. Zielbild laut Unternehmen: eine fokussierte, skalierbare Plattform. Der Verkauf an einen strategischen Investor soll zeigen, dass dieser Turnaround innerhalb der Halteperiode umgesetzt wurde.
Käufer Tawin ist dabei kein Unbekannter im Segment: Die Holding ist Eigentümerin von Priority Freight, ebenfalls spezialisiert auf zeitkritische Transportlösungen. Am operativen Fokus von inTime soll sich unter dem neuen Eigentümer entsprechend wenig ändern.
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Hohe Schlagzahl im Quartal – auch bei weiteren Deals
Der Exit passt in eine Phase hoher Aktivität. Am 5. März 2026 – also einen Tag zuvor – bestätigte Mutares bereits den Eingang eines bindenden Angebots für Peugeot Motocycles. Der Verkauf ist als Management-Buy-out geplant und wird für das zweite Quartal 2026 erwartet. Peugeot Motocycles wird im Quelltext mit rund 140 Millionen Euro Jahresumsatz beziffert.
Parallel läuft auch die Zukaufsseite: Mitte Februar 2026 wurde die Übernahme der Bodenbelagssparte der Hamberger Industriewerke vereinbart. Der Zukauf bringt laut Mitteilung rund 150 Millionen Euro Umsatzvolumen ins Portfolio und soll das Segment Goods & Services stärken.
An der Börse spiegelt sich diese Mischung aus Rotation und Umbau nur begrenzt wider: Am Freitag schloss die Mutares-Aktie bei 30,30 Euro. Auf 30 Tage steht ein Minus von 6,48%, zugleich liegt der Kurs nahezu auf dem 200-Tage-Durchschnitt (30,30 Euro) – ein Bild, das eher nach Konsolidierung als nach Trenddynamik aussieht.
Der nächste konkrete Termin ist bereits absehbar: Das Closing des inTime-Verkaufs wird – vorbehaltlich der Bedingungen – bis Ende März 2026 erwartet, während der geplante Peugeot-Motocycles-Verkauf im zweiten Quartal 2026 folgen soll.
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