21.03.2026, 3273 Zeichen
Amazon hat das Schweizer Robotik-Startup Rivr übernommen — ein Unternehmen, das Lieferroboter entwickelt, die Treppen, Tore und unebene Wege bewältigen können. Die Akquisition folgt einem vertrauten Muster: Frühinvestition, Pilotprogramm, Vollübernahme. Genau so lief es einst mit Kiva Systems, aus dem Amazons heutiges Lagerroboter-Netzwerk hervorging.
Mehr als ein Roboter-Experiment
Rivr entstand 2023 als Ausgründung der ETH Zürich und kombiniert Räder mit Beinen, um Hindernisse zu überwinden, an denen Amazons früherer Scout-Roboter scheiterte. Die Maschinen schaffen bis zu 15 km/h, tragen 30 Kilogramm und sollen Pakete vom Lieferfahrzeug bis zur Haustür transportieren.
Amazon hatte sich bereits 2024 im Rahmen einer Seed-Runde über 22,2 Millionen Dollar an Rivr beteiligt. 2025 folgten Pilottests mit dem Lieferdienst Veho in Austin sowie Versuche mit Just Eat Takeaway in Europa. Die Vollübernahme kam innerhalb von zwei Jahren — ein schneller Übergang vom Investor zum Eigentümer.
Erste Tests im regulären Lieferbetrieb sollen noch 2026 starten. Gleichzeitig entließ Amazon nach der Übernahme Teile der Rivr-Belegschaft — ein Schritt, der ins Bild passt: CEO Andy Jassy hatte bereits angekündigt, dass KI und Automatisierung die Gesamtbeschäftigung des Konzerns langfristig reduzieren werden. Im Januar verloren 16.000 Büromitarbeiter ihren Job, im März folgten 100 Stellen in der Robotik-Sparte.
AWS als Wachstumsmotor
Parallel zur Rivr-Meldung bekräftigte Evercore ISI seine bullishe Einschätzung zu Amazon. Analyst Mark Mahaney hält an seinem Outperform-Rating mit einem Kursziel von 285 Dollar fest und sieht die Aktie auf einem attraktiven Bewertungsniveau — nahe einem Drei-Jahres-Tief auf KGV-Basis.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?
Der Kern der Investmentthese liegt bei AWS. Evercore erwartet für 2026 einen AWS-Umsatz von 163 Milliarden Dollar — ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr — und 214 Milliarden Dollar im Jahr 2027. Im vierten Quartal 2025 wuchs AWS bereits um 24 Prozent, das schnellste Tempo seit 13 Quartalen. Jassy selbst nannte intern eine langfristige Zielmarke von 600 Milliarden Dollar Jahresumsatz für AWS — dreimal das aktuelle Niveau.
Das zentrale Risiko bleibt der Investitionsbedarf. Evercore rechnet damit, dass Amazons Kapitalausgaben bis 2027 auf rund 250 Milliarden Dollar steigen, was den freien Cashflow in beiden Jahren um jeweils etwa 10 Milliarden Dollar belasten dürfte. Allein 2026 fließen 200 Milliarden Dollar in den Konzern — der Großteil davon in AWS-Infrastruktur.
Die Amazon-Aktie notiert aktuell rund acht Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und damit deutlich unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 220,55 Euro. Ob das Kursziel von Mahaney realistisch ist, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die massiven Investitionen in Margen und Cashflow niederschlagen.
Anzeige
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 21. März liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Wiener Börse Party #1158: ATX etwas fester, Wienerberger gesucht, Emerald Horizon vor Börsegang und ein Duett zum Schluss
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:Bajaj Mobility AG, AT&S, Wienerberger, Semperit, CPI Europe AG, Lenzing, Kapsch TrafficCom, Porr, Strabag, Andritz, DO&CO, Palfinger, Polytec Group, RBI, Reploid Group AG, Rosenbauer, VIG, Warimpex, Rosgix, SW Umwelttechnik, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, UBM, Amag, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Telekom Austria.
Random Partner
Do&Co
Als Österreichisches, börsennotiertes Unternehmen mit den drei Geschäftsbereichen Airline Catering, internationales Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel bieten wir Gourmet Entertainment auf der ganzen Welt. Wir betreiben 32 Locations in 12 Ländern auf 3 Kontinenten, um die höchsten Standards im Produkt- sowie Service-Bereich umsetzen zu können.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» ATX im Plus, Emerald Horizon vor Börsegang und frisches Research zu Wien...
» Börse Social Depot Trading Kommentar (Depot Kommentar)
» Wiener Börse Party #1158: ATX etwas fester, Wienerberger gesucht, Emera...
» Börsegeschichte 19.5.. Andreas Treichl, Bajaj Mobility (Börse Geschichte...
» Nachlese: Elke Vlach, Frederic Esters, Treasury & Finance Convention 202...
» PIR-News: (Christine Petzwinkler)
» Wiener Börse zu Mittag leichter: Verbund, Frequentis und Semperit gesucht
» ATX-Trends: Strabag, wienerberger, Polytec, AT&S ...
» Börsepeople im Podcast S25/02: Elke Vlach
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse: ATX gibt am Dienstag 0,64 Prozent ab
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Reploid steigt 5,8...
- Wie Reploid Group AG, Rosenbauer, Warimpex, RHI M...
- Wie VIG, DO&CO, Uniqa, Erste Group, CA Immo und B...
- Andritz liefert Spunlace-Anlage an türkische Aksa...
- Analysten zu Polytec: "Preiswerte Aktie"
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1146: ATX zum Ultimo zunächst leichter, Polytec top und mit neuem selbstgesteckten Ziel, Therese Frank will rock you
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Bertien van Manen
Let's Sit Down Before We Go
2011
MACK
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
Ralph Gibson
The Somnambulist
1970
Lustrum Press
L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)
1937
Editions Perceval
