22.03.2026, 3284 Zeichen
Am 3. Februar 2026 verlor PayPal in einem einzigen Handelstag rund 20 Prozent seines Börsenwerts. Auslöser war eine Kombination aus schwachen Quartalszahlen, enttäuschender Prognose und einem überraschenden CEO-Wechsel. Jetzt folgt die juristische Aufarbeitung.
Vorwurf: Irreführende Wachstumsprognosen
Die Anwaltskanzlei Kessler Topaz Meltzer & Check (KTMC) hat im Namen betroffener Aktionäre eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs eingereicht. Der Klagezeitraum umfasst Käufe zwischen dem 25. Februar 2025 und dem 2. Februar 2026.
Der Kern des Vorwurfs: PayPal habe Investoren den Eindruck vermittelt, verlässliche Grundlagen für seine Wachstumsprognosen zu besitzen — und dabei Risiken durch Saisonalität und makroökonomische Schwankungen systematisch heruntergespielt. Die für 2027 gesetzten Ziele seien unter den damaligen Bedingungen schlicht nicht erreichbar gewesen, so die Kläger. Anleger, die als Lead Plaintiff auftreten möchten, müssen sich bis zum 20. April 2026 bei Gericht melden.
Konkret hatten die Q4-Zahlen für 2025 die Erwartungen verfehlt: Der Umsatz lag mit 8,68 Milliarden Dollar rund 120 Millionen Dollar unter dem Konsens, auch beim bereinigten Gewinn je Aktie gab es eine Enttäuschung. Für das erste Quartal 2026 stellte das Unternehmen nur ein schwaches Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich in Aussicht — bei einem gleichzeitig rückläufigen bereinigten EPS.
Neuer Chef, offene Beweise
Seit dem 1. März 2026 führt Enrique Lores das Unternehmen als President und CEO. Er war zuvor fast fünf Jahre im Aufsichtsrat und seit Juli 2024 dessen Vorsitzender. Das Management betonte, der Führungswechsel sei durch Ausführungsfragen motiviert gewesen, nicht durch eine grundlegende Strategieänderung.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei PayPal?
Lores selbst formulierte es direkt: PayPal habe bedeutende Stärken, aber das volle Potenzial sei bislang nicht ausgeschöpft worden. Ob er die nötige Kurskorrektur liefern kann, muss er in einem schwierigen Umfeld beweisen — die Aktie notiert aktuell rund 29 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts.
Analysten bleiben zurückhaltend
45 Analysten beobachten den Titel laut MarketBeat mit einem Konsens-Rating von "Halten". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 59,03 Dollar — die Spanne zwischen dem optimistischsten Ziel (100 Dollar) und dem pessimistischsten (32 Dollar) zeigt, wie groß die Unsicherheit ist.
Immerhin: PayPal stellt nach eigenen Angaben rund 18 Prozent des KI-Fachpersonals unter den führenden Zahlungsdienstleistern und ist für etwa 24 Prozent der dokumentierten KI-Anwendungsfälle in der Branche verantwortlich. Das könnte mittelfristig ein Differenzierungsmerkmal sein — vorausgesetzt, die neue Führung schafft es, diese Ressourcen in messbare Ergebnisse zu übersetzen. Genau das ist der Maßstab, an dem Lores in den kommenden Quartalen gemessen werden wird.
Anzeige
PayPal-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PayPal-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:
Die neusten PayPal-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PayPal-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
PayPal: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Wiener Börse Party #1168: ATX stärker, Indexgeschichten rund um AT&S und RBI sowie Freude über das Bajaj-Comeback, neuer Abspannsong
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:Austriacard Holdings AG, Mayr-Melnhof, AT&S, Amag, Zumtobel, Agrana, Semperit, Flughafen Wien, Reploid Group AG, Lenzing, FACC, Frauenthal, RBI, SW Umwelttechnik, VIG, voestalpine, Polytec Group, BTV AG, BKS Bank Stamm, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, SAP, Rheinmetall, IBM, salesforce.com, Fresenius Medical Care, Fresenius, Deutsche Bank, Münchener Rück.
Random Partner
Porr
Die Porr ist eines der größten Bauunternehmen in Österreich und gehört zu den führenden Anbietern in Europa. Als Full-Service-Provider bietet das Unternehmen alle Leistungen im Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette Bau.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Knapp unter High (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 2. Juni: Bitte wieder so wie 2009 (Börse Geschichte) (Bö...
» Nachlese: Frank Weingarts ZFA SRI, Hans Lang Reploid Aufklärung, Gottfri...
» Wiener Börse Party #1168: ATX stärker, Indexgeschichten rund um AT&S und...
» PIR-News: Index-Ehren für AT&S, Research zu Porr, Uniqa, wienerberger, w...
» Wiener Börse zu Mittag stärker: AT&S, RBI und Bajaj Mobility gesucht
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Heiko Geiger, AT&S Insights, Bernhard Haas
» ATX-Trends: Uniqa, Addiko, Strabag, VIG, RBI, FACC ...
» Zertifikate im Risiko-Check: Warum der Summary Risk Indicator die Branch...
» Österreich-Depots: Beide auf All-time-High (Depot Kommentar)
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Österreich-Depots: Knapp unter High (Depot Kommen...
- Börsegeschichte 2. Juni: Bitte wieder so wie 2009...
- Nachlese: Frank Weingarts ZFA SRI, Hans Lang Repl...
- Wiener Börse Party #1168: ATX stärker, Indexgesch...
- #gabb Volumensradar: AT&S (#gabb Radar)
- PIR-News: Index-Ehren für AT&S, Research zu Porr,...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1152: ATX dank RBI stärker, nun vor dem Euro-Stoxx-50 und wir machen ein Projekt mit Handball West Wien (Capitals)
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
Yusuf Sevinçli
Tumult
2024
Galerist & Galerie Filles du Calvaire
Ralph Gibson
The Somnambulist
1970
Lustrum Press
