24.03.2026, 3831 Zeichen
Bitcoin erholt sich, geopolitische Spannungen lassen nach — und Coinbase profitiert gleich doppelt. Der Kursanstieg vom Montag spiegelt nicht nur die verbesserte Stimmung an den Kryptomärkten wider, sondern auch eine strategische Neuausrichtung, die das Unternehmen unabhängiger von reinen Krypto-Schwankungen machen soll.
Geopolitik gibt den Anstoß
Der unmittelbare Auslöser für die Kursgewinne war die Entspannung an der geopolitischen Front. Nachdem angekündigte Vergeltungsschläge gegen den Iran offiziell verschoben wurden, floss Kapital zurück in risikobehaftete Anlagen. Bitcoin stieg über die Marke von 71.000 US-Dollar — ein deutliches Lebenszeichen nach einem nervösen Monatsbeginn.
Für Coinbase ist das direkt relevant: Der Großteil der Transaktionserlöse hängt am Handelsvolumen, das wiederum mit steigenden Kryptopreisen anzieht. Höhere Bitcoin-Kurse bedeuten mehr Aktivität — sowohl bei Privatanlegern als auch bei institutionellen Kunden.
Aktienhandel als neues Standbein
Zeitgleich treibt Coinbase seine strategische Neuausrichtung voran. Das Unternehmen hat den Aktienhandel für US-Nutzer gestartet: Über 8.000 US-gelistete Aktien und ETFs lassen sich nun direkt neben Kryptowährungen handeln — provisionsfrei, in einer einzigen App, bezahlbar in US-Dollar oder USDC. Abwicklung, Verwahrung und Ausführung übernimmt dabei Apex Fintech Solutions.
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Der Schritt kommt nicht ohne Hintergrund. Im vierten Quartal 2025 verbuchte Coinbase einen Nettoverlust von 667 Millionen US-Dollar, während sowohl Transaktions- als auch Aboeinnahmen gegenüber dem Vorquartal zurückgingen. Mit dem Einstieg in den Aktienhandel will das Unternehmen die enge Abhängigkeit vom Kryptozyklus aufbrechen.
Morgan Stanley setzt auf Coinbase-Infrastruktur
Ein weiteres Signal kommt aus dem institutionellen Bereich. Morgan Stanley hat bei der SEC einen Prospekt für den „Morgan Stanley Bitcoin Trust" (Ticker: MSBT) eingereicht — als erstes großes US-amerikanisches Geldinstitut mit einem Spot-Bitcoin-ETF. Als Verwahrer des Bitcoin-Bestands sind Coinbase Custody und die Bank of New York Mellon vorgesehen; Coinbase fungiert zudem als Prime Broker und verwahrt die Bestände in Cold Storage.
Parallel dazu hat Coinbase Stock Perpetual Futures für internationale Nutzer außerhalb der USA eingeführt. Das Produkt ermöglicht rund um die Uhr gehebelten Zugang zu US-Aktien — mit bis zu 10-fachem Hebel auf Einzeltitel und 20-fachem auf ETF-Perpetuals, abgewickelt in USDC.
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Starke Ausgangsbasis für 2026
Das Jahr 2025 verlief für Coinbase nach eigenen Angaben rekordverdächtig: Coinbase-One-Abonnements näherten sich der Millionenmarke, Handelsvolumen und Marktanteile verdoppelten sich, und der USDC-Bestand auf der Plattform erreichte ein Allzeithoch. Im US-Derivatemarkt vervierfachte sich der Marktanteil gegenüber dem Vorjahr; international stärkte die Übernahme von Deribit die Position im globalen Optionshandel.
Coinbase notiert aktuell rund 29 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief vom Februar, liegt aber noch deutlich unter dem Hochpunkt aus dem vergangenen Sommer. Die Diversifizierung weg vom reinen Krypto-Broker ist in vollem Gange — ob sie die strukturelle Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs tatsächlich verringert, werden die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 zeigen.
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