26.03.2026, 3554 Zeichen
Nach mehr als einem halben Jahrhundert zieht Rio Tinto einen endgültigen Schlussstrich unter sein Diamantengeschäft. Mit der Schließung der Diavik-Mine in Kanada verabschiedet sich der Bergbaukonzern aus einem einst prestigeträchtigen Markt. Der Schritt ist Teil eines weitreichenden Konzernumbaus, der den Fokus massiv auf Metalle für die Energiewende lenkt.
Die letzten Steine aus Kanada
Nach 23 Jahren Betrieb und einer Ausbeute von über 150 Millionen Karat Rohdiamanten sind die wirtschaftlichen Reserven der Diavik-Mine im Nordwesten Kanadas erschöpft. Die letzten geförderten Steine werden nun geschliffen und voraussichtlich noch bis über das Jahr 2026 hinaus über das internationale Kundennetzwerk des Unternehmens verkauft.
Parallel dazu beginnt die Rückbauphase der Anlage, die sich bis 2029 erstrecken wird. In den kommenden sechs Monaten wird die Belegschaft vor Ort im Zuge der Stilllegung deutlich von 900 auf 200 bis 300 Personen reduziert. Für die regionale Bergbauindustrie bedeutet dies eine weitere Belastung, nachdem bereits im vergangenen Jahr andere Minenbetreiber in der Region ihre Tagebauaktivitäten aufgrund des Preisdrucks durch synthetische Diamanten einstellen mussten.
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Strategischer Fokus auf Zukunftsmetalle
Der Ausstieg aus dem Diamantensektor passt exakt in die aktuelle Strategie des zweitgrößten Bergbaukonzerns der Welt. CEO Simon Trott plant, durch Verkäufe von Randbereichen und Effizienzsteigerungen fünf bis zehn Milliarden US-Dollar freizusetzen. Das Management konzentriert das Portfolio zunehmend auf Eisenerz, Kupfer, Aluminium und Lithium.
Um Kapital für diese margenstärkeren Zukunftsprojekte freizumachen, stehen weitere Sparten auf dem Prüfstand. Die strategische Überprüfung der Geschäftsfelder für Titan und Borate schreitet voran, wobei der Konzern nun in die Phase der aktiven Marktprüfung für einen möglichen Verkauf eintritt. Rio Tinto folgt damit dem branchenweiten Trend, sich durch den Verkauf von Nicht-Kernaktivitäten schlanker aufzustellen und die Kapitaldisziplin zu erhöhen.
Starkes Fundament für den Umbau
Finanziell ist Rio Tinto für diese Neuausrichtung solide gerüstet. Ein Produktionsanstieg beim Kupferäquivalent um acht Prozent sowie Rekordmengen beim Eisenerz bescherten dem Konzern zuletzt ein bereinigtes EBITDA von 25,4 Milliarden US-Dollar. Aktionäre profitierten von dieser operativen Stärke durch eine Dividende von 6,5 Milliarden US-Dollar. Diese fundamentale Entwicklung spiegelt sich auch am Kapitalmarkt wider: Die Aktie verzeichnete auf Sicht von zwölf Monaten ein Plus von knapp 30 Prozent und ging am Mittwoch bei 76,14 Euro aus dem Handel. Mit einem RSI von 80,9 gilt der Titel nach den jüngsten Anstiegen kurzfristig allerdings als überkauft.
Mit dem endgültigen Ende der Diamantenproduktion richtet sich der Blick der Investoren nun auf das Tempo der strategischen Neuausrichtung. Die geplanten Veräußerungen der Titan- und Borat-Geschäfte markieren die nächsten konkreten Meilensteine, um das Portfolio weiter zu verschlanken und die Position bei kritischen Mineralien auszubauen.
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