29.03.2026, 2733 Zeichen
Der Satellitenbetreiber Eutelsat hat sich frisches Kapital in Höhe von fünf Milliarden Euro gesichert, um seine ehrgeizigen Pläne im erdnahen Orbit zu finanzieren. Am Aktienmarkt löste der Abschluss dieses gigantischen Refinanzierungsplans allerdings keine Euphorie aus. Im Gegenteil: Die Papiere rutschten am vergangenen Freitag unter eine wichtige charttechnische Marke und setzten ihren monatelangen Abwärtstrend nahtlos fort.
Mit der Emission einer vorrangigen Anleihe über 1,5 Milliarden Euro schloss das Unternehmen Anfang März eine weitreichende Kapitalstruktur-Reorganisation ab. Die Mittel fließen gezielt in den Schuldenabbau und den Ausbau der sogenannten LEO-Aktivitäten (Low Earth Orbit). So plant der Konzern den Kauf von 340 neuen Satelliten bei Airbus, um die eigene OneWeb-Konstellation zu modernisieren.
Eutelsat richtet sich dabei strikt auf zahlungskräftige Regierungs- und Industriekunden aus. Dieser strategische Umbau zeigt bereits Wirkung. Nicht-Video-Dienste machen mittlerweile 54 Prozent des Gesamtumsatzes aus, während das LEO-Geschäft im jüngsten Halbjahr um 60 Prozent wuchs.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eutelsat?
Ungeachtet des operativen Wachstums in den neuen Geschäftsfeldern reagierten Anleger zuletzt zurückhaltend. Am Freitag sank der Kurs auf 2,13 Euro. Dabei kreuzte der Wert die 38-Tage-Linie nach unten, was Marktbeobachter als kurzfristiges Verkaufssignal werten. Damit manifestiert sich ein negativer Trend, der den Titel seit Mitte Januar bereits über 14 Prozent an Wert gekostet hat. Auch der Relative-Stärke-Index (RSI) untermauert mit einem Wert von rund 47 die aktuell schwache Dynamik der Papiere.
Um das Vertrauen der Investoren nachhaltig zu stärken, muss das Management nun die formulierten Finanzziele streng einhalten. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 strebt die Gruppe an, den Verschuldungsgrad auf das 2,5-fache des operativen Ergebnisses (EBITDA) zu drücken. Gelingt die weitere Integration der OneWeb-Dienste wie geplant, peilt Eutelsat bis zum Jahr 2029 einen Gesamtumsatz von über 1,5 Milliarden Euro an. Die stark wachsenden Breitband-Dienste aus dem All sollen dann die erwarteten Rückgänge im klassischen Satelliten-TV-Geschäft vollständig kompensieren.
Anzeige
Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 29. März liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Wiener Börse Party #1130: ATX zu Mittag 3,7 Prozent fester, Do&Co und FACC zweistellig im Plus, Porr 157, Hallo zu einem neuen PIR-Partner
Erste Group
Gegründet 1819 als die „Erste österreichische Spar-Casse“, ging die Erste Group 1997 mit der Strategie, ihr Retailgeschäft in die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropas (CEE) auszuweiten, an die Wiener Börse. Durch zahlreiche Übernahmen und organisches Wachstum hat sich die Erste Group zu einem der größten Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU entwickelt.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
» Österreich-Depots: Deutlich fester (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 8.4.: Porr, Amag, Bajaj Mobility (Börse Geschichte) (Bör...
» Nachlese: Eva Reuter, Nina Higatzberger-Schwarz (audio cd.at)
» ATX springt um 3,7 Prozent nach oben – Do&Co und FACC mit zweistelligen ...
» PIR-News: News zu BKS, Erste Group, Andritz, Strabag, ASTA Energy, Post,...
» 20 Jahre Investor Relations für Small- und Micro-Caps: Eva Reuter über V...
» Wiener Börse Party #1130: ATX zu Mittag 3,7 Prozent fester, Do&Co und FA...
» Wiener Börse zu Mittag deutlich fester: Do&Co, FACC und Wienerberger ges...
» ATX-Trends: Amag, Austriacard, OMV, RBI, Bawag ...
» Börsepeople im Podcast S24/11: Eva Reuter