08.03.2026, 4202 Zeichen
Die KfW senkt die Zinsen für klimafreundliche Neubauten auf bis zu 0,6 Prozent. Fast zeitgleich zeigen Preisdaten: Der Neubau bleibt unter Druck, während Großkonzerne wie LEG den Mietwohnungsbau weiter meiden.
Seit Anfang März gilt eine drastische Zinssenkung der staatlichen Förderbank. Für den Effizienzhaus-55-Standard (Eh65) liegt der effektive Jahreszins nun bei 1,0 Prozent. Wer den noch strengeren Eh60-Standard erreicht, erhält sogar Kredite für 0,6 Prozent.
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Das Ziel: den sogenannten Bauüberhang abbauen. Dabei handelt es sich um tausende Wohnungen, deren Bau trotz vorliegender Genehmigung wegen hoher Finanzierungskosten auf Eis liegt. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) begrüßte die Maßnahme als starkes Signal. Gleichzeitig mahnte der Verband eine Vereinfachung der komplexen Antragsverfahren an.
Wie nötig der Markt Impulse hat, zeigen aktuelle Daten. Der Europace Hauspreisindex für Februar belegt: Die Preise für neu gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser fielen im Monatsvergleich um 0,33 Prozent. Bei neuen Eigentumswohnungen gab es einen minimalen Anstieg von 0,27 Prozent.
Experten folgern: Das Wachstum findet fast nur im Bestand statt. Für private Bauherren bedeutet die Kombination aus leicht fallenden Preisen und günstigen Krediten nun mehr Planungssicherheit. Auf breite Preisstürze sollte jedoch niemand hoffen.
Während sich für private Bauherren Möglichkeiten öffnen, bleibt die Lage im Mietwohnungsbau angespannt. Der Wohnungsriese LEG gab diese Woche bekannt, sich weiterhin vollständig aus dem Neubaugeschäft zurückzuziehen.
Der Grund ist simpel: Die aktuellen Baukosten würden Kaltmieten von 18 bis 22 Euro pro Quadratmeter erfordern. Das passt nicht zum Portfolio eines Konzerns für bezahlbaren Wohnraum. Statt zu bauen, will LEG sogar kürzlich erworbene Entwicklungsflächen wieder verkaufen. Der Fokus liegt auf der Bewirtschaftung des Bestands.
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Gibt es auch positive Signale? Ja, aus dem Finanzsektor. Sparkassen-Präsident Ulrich Reuter berichtete diese Woche von einer leicht steigenden Investitionsbereitschaft. Im Jahr 2025 vergaben die Institute 55 Milliarden Euro für Wohnungsbaukredite – ein Plus von 20 Prozent.
Doch Vertreter der Bauindustrie warnen: Dieses Kapital fließt noch zu selten in echte Neubauprojekte. Sie fordern eine massive Beschleunigung der Baugenehmigungsverfahren. Die Vorlaufzeit zwischen Genehmigung und fertigem Haus liege oft bei fast zwei Jahren.
Die ersten Märztage zeigen einen tief gespaltenen Markt. Auf der einen Seite profitieren private Bauherren und Bauträger von historisch günstigen Krediten für ökologische Projekte.
Auf der anderen Seite steckt der Bau bezahlbarer Mietwohnungen weiter in der Kostenfalle. Hohe Materialpreise und Bauvorschriften lassen sich nicht allein durch Zinszuschüsse kompensieren. Die Prognose für 2026: leichte Erholung bei Eigentum, anhaltende Stagnation bei günstigem Mietraum.
Der Erfolg der Förderoffensive hängt nun von der Geschwindigkeit ab. Der Fördertopf für den Eh65-Standard ist auf 800 Millionen Euro begrenzt und befristet. Branchenverbände warnen vor einem erneuten Stillstand, sobald die Mittel erschöpft sind.
Für Bauherren und Bauträger mit baureifen Grundstücken öffnet sich ein historisch günstiges Förderfenster. Es erfordert schnelles Handeln – bevor das Geld alle ist.
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