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Investmentidee: Personalrochade bei der Deutschen Bank (Heiko Geiger)

Bild: © www.shutterstock.com, Deutsche Bank, Filiale in Berlin, hans engbers / Shutt

Autor:
Heiko Geiger

Head of Public Distribution, Bank Vontobel Europe AG

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15.06.2015, 3118 Zeichen

Nachdem während der Hauptversammlung Misstrauen vonseiten der Aktionäre entgegenschlug, zogen die Co-Chefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain daraus die Konsequenzen und verkündeten vergangen Sonntag ihren Rücktritt. Der ehemalige Investmentbanker Jain tritt mit sofortiger Wirkung zurück, Fitschen wird dem Konzern noch bis April 2016 erhalten bleiben. Als Nachfolger wurde der Externe John Cryan als designierter CEO der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Engländer war früher Finanzchef der Schweizer Bank UBS und ist aktuell Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bank. Dort ist er als Vorsitzender des Prüfungsausschusses und Mitglied des Risikoausschusses so stark wie kaum ein anderer Manager mit der Aufarbeitung der Altlasten im Investmentbanking betraut. Mit einem Kursanstieg der Aktie reagierten die Börsen positiv auf die Nachricht.

Für den anstehenden Konzernumbau könnte Cryan der richtige Mann sein. Schon bei der UBS schaffte er es als Finanzvorstand die radikale Umstrukturierung zu vollziehen. Die Schweizer Bank verabschiedete sich in den vergangenen Jahren weitgehend aus dem Investmentbanking und baute stattdessen das Geschäft mit der internationalen Vermögensverwaltung aus. In der deutschen Bank ist der Brite als ausgewiesener Branchenkenner ohne Stallgeruch bekannt, der zudem im Gegensatz zu Jain sehr gut Deutsch spricht.

Zu Beginn seiner Amtszeit könnte er sich mit der Trennung von der Postbank auseinandersetzen. Damit reagiert die Bank auf strengere Kapitalanforderungen der Aufseher weltweit. Durch den Schritt würde die Deutsche Bank zwar erheblich schrumpfen, könnte damit aber dann die strengeren Vorgaben der Bankenaufsicht besser erfüllen. Die entscheidende Maßzahl ist hierbei das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme: Während US-Banken Quoten von über 5 Prozent ausweisen, beträgt sie bei der Deutschen Bank aktuell nur 3,5 Prozent. Der Verkauf der Postbank könnte helfen die Quote in Zukunft zu erreichen.

In einer Analyse von Bloomberg, in welcher der aktuelle Aktienkurs und der Buchwert der Aktie gegenübergestellt wurden, belegt die Deutsche Bank unter den größten Banken den letzten Platz. Damit misst der Markt dem Kreditinstitut weniger Wert bei, als der Buchwert angibt. Darüber hinaus liegt die Investitionsrendite bei 2%, was einem Zehntel des Werts als vor der Krise entspricht. Diese aktuell schlechten Werte könnten sich durch den Vorstandswechsel langfristig ändern.

In einem positiven Licht wird der Aufsichtsrat dem nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größtem Kreditinstitut Deutschlands dargestellt. In der Aufsichtsratsstudie der Personalberatung Russell Reynolds Associates wurden alle Kapitalvertreter im Kontrollgremium der Dax-30-Konzerne für das Jahr 2014 kontrolliert. Dabei erreichte die Deutsche Bank vor Siemens und Henkel den Spitzenplatz.

Da der weitere Kursverlauf von der Deutschen Bank von einer Vielzahl konzernpolitischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.


(15.06.2015)

Hinweis: Diese Produktwerbung ist keine Finanzanalyse i.S.d. § 34b WpHG und genügt daher auch nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen.
Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt sowie die Endgültigen Angebotsbedingungen beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
Näheres über Chancen und Risiken einer Anlage in derivative Finanzinstrumente erfahren Sie in der Broschüre "Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren", welche Ihr Anlageberater Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellt. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z.B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im Finanzinstrumentspreis enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. Ohne Genehmigung darf diese Produktwerbung nicht vervielfältigt bzw. weiterverbreitet werden.

Impressum:
Bank Vontobel Europe AG
Niederlassung Frankfurt am Main
Bockenheimer Landstrasse 24
60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 69 59 96-200
Fax: +49 (0)69 69 59 96-290
E-mail: zertifikate@vontobel.de
Gesellschaftssitz:
Bank Vontobel Europe AG
Alter Hof 5
DE-80331 München
Aufsichtsrat: Dr. Martin Sieg Castagnola (Vorsitz)
Vorstand: Dr. Bernhard Heye (Sprecher), Dr. Wolfgang Gerhardt, Andreas Heinrichs, Dr. Joachim Storck
Eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 133419
USt.-IdNr. DE 264 319 108
Zuständige Aufsichtsbehörde:
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Henkel
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UBS
Akt. Indikation:  40.10 / 40.14
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Letzter SK:  40.50 ( 2.07%)



 

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