25.06.2015, 3496 Zeichen
Wegen der insgesamt guten Auftragsentwicklung und den dadurch positiven Aussichten für 2016 wird die Aktie mit einem auf 90 Euro reduzierten Kursziel aber nach wie vor als „Kauf“ eingestuft. Einige Hedge Funds sehen das wohl etwas anders. So wird am Markt spekuliert, dass hier größere Short-Positionen aufgebaut wurden, was den deutlichen Kursrutsch zum Wochenstart erklären könnte. Im Anschluss konnte sich der Wert aber wieder etwas erholen. Für Trader sind solche Bewegungen ein gefundenes Fressen. Und so wird die Aktie auf wikifolio.com in diesen Tagen auch sehr rege gehandelt.
Vinzenz Kemeter („Volatrade“) zum Beispiel hat den Kursrutsch am Montag dazu genutzt, den TecDAX-Wert kurzzeitig in sein wikifolio „Volatrader“ aufzunehmen. Die insgesamt zwei durchgeführten Trades brachten unter dem Strich immerhin ein kleines Plus. Bei anderen Investments war der seit 2008 ausschließlich von erzielten Gewinnen aus dem Aktienhandel lebende Trader noch wesentlich erfolgreicher. Seit dem Start des wikifolios im Mai des vergangenen Jahres gelang bei einem maximalen Verlust von nur 9 Prozent eine beachtliche Performance von rund 42 Prozent. Dabei bevorzugt der Trader eine kurzfristige antizyklische Anlage in zuvor stark gefallene Aktien, womit Manz in dieser Woche natürlich der perfekte Kandidat war. Seiner Meinung nach lassen sich durch das Erkennen von Kursübertreibungen überdurchschnittliche Renditen erzielen. Gehandelt werden die Werte meist intraday. Das im Juli 2014 emittierte und bei Anlegern sehr beliebte wikifolio-Zertifikat liegt aktuell mit 28 Prozent im Plus. Von der jüngsten Korrektur an den Aktienmärkten ist im Chartverlauf kaum etwas zu sehen. Wikifolio und Zertifikat notieren derzeit auf Allzeithoch.
10 Aktien mit den meisten Trades (17.06.2015-24.06.2015) Basis: alle investierbaren wikifolios
Frank Hartmann („Boersenwerk“) hatte die Manz-Aktie mit dem Hinweis „trendstarker Titel“ bereits Mitte Mai für sein wikifolio „VA Aktien ETF Strategie“ gekauft. Die Abkürzung „VA“ steht hier für „Vermögensaufbau Aktien-Strategie“. Der seit 1995 an der Börse aktive Co-Herausgeber einer eigenen Handelsstrategie will durch eine breite Streuung des Portfolios und das Erkennen von Markttrends bei reduzierten Risiken langfristig eine deutliche Outperformance zu den weltweiten Aktienindizes erzielen. Dabei werden im Durchschnitt zweistellige Jahresrenditen angestrebt. Aktuell enthält das wikifolio 15 Einzelwerte (74 Prozent Anteil) und fünf Exchange Traded Funds (26 Prozent). Manz ist seit vergangenem Freitag nicht mehr mit dabei. Noch vor dem Crash wurde die Aktie bei 71,80 Euro mit gut 20 Prozent Verlust verkauft („Manz zeigt in einem starken Marktumfeld zu viel Schwäche. Da ich auch beim Timing daneben gelegen hatte, trenne ich mich nun von diesem Wert“. Zu Wochenbeginn legte der Trader dann noch einen weiteren Kommentar nach: „Gut dass wir bei Manz ausgestiegen sind, heute verliert Manz gegen den positiven Trend (DAX+4%) fast 7%! Angeblich sind hier Leerverkäufer am Werke, die vielleicht mehr wissen oder meinen, mehr zu wissen. Das ist halt das Problem der Nebenwerte in Deutschland: auch bei Werten mit guter relativer Stärke können heftige Kursbewegungen nach unten stattfinden“. Das wikifolio kommt seit August 2014 bei einem Drawdown von 10,4 Prozent auf eine Performance von 18 Prozent und liegt damit fast gleichauf mit dem wikifolio-Zertifikat, in das Anleger seit Oktober investieren können.
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