13.07.2015, 3594 Zeichen
Gestern habe ich mich mit dem Jahresabschluss des Jahres 2014 der Stelios Kanakis SA auseinander gesetzt, die vor kurzem in einem Quickcheck behandelt wurde. Im heutigen Artikel gibt es nun einige Erkenntnisse hieraus.
Zunächst eine Richtigstellung gegenüber dem ersten Teil des Quickchecks vom 28. Juni 2015: die Aktien befinden sich zwar wie dort behauptet in den Händen der Gründerfamilie, allerdings zum Großteil in den Händen des Sohnes des Gründers, nämlich Stylianos Kanakis (rd. 72%). Maria ist die Frau von Stylianos und hält 8%.
Die Gesellschaft ist ständig dabei, neue Produkte und Marken in sein Portfolio aufzunehmen. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 24 neue Elemente in den Verkaufskatalog aufgenommen. So hat man beispielsweise das Eissortiment der italienischen Marke Fabbri 1905 erweitert, oder eine Vertriebskooperation mit dem amerikanischen Bäckerei-Industriellen Dawn Foods lanciert. Auf verschiedenen Messen und Kundenveranstaltungen werden die Produkte den Abnehmern präsentiert. So hielt man beispielsweise ein zweitägiges Seminar für bulgarische Köche in Thessaloniki gemeinsam mit dem bulgarischen Vertriebspartner Alma Libre ab.
Der Umsatz nach Produktkategorie stellt sich wie folgt dar:
| Produktkategorie | Umsatz (in TEUR) |
| Mixtures | 2.916 |
| Margarine | 2.427 |
| Bread Mixtures | 3.018 |
| Butter | 2.183 |
| Creams | 1.763 |
| Other Items | 1.821 |
| Ice Cream Products | 1.471 |
| Rest | 2.298 |
Die Gesellschaft vertreibt also ein gut diversifiziertes Produktportfolio und fokussiert sich sehr stark auf Dinge des alltäglichen bzw. regelmäßigen Bedarfes. Der überwiegende Teil dieser Produkte wird in Euro bezogen (lediglich ein geringer Teil entfällt auf Dänische Kronen). Im Falle eines „Grexits“ würden sich die Einkaufskosten für Stelios Kanakis natürlich drastisch erhöhen und die Bruttomarge, die derzeit bei gut 34% liegt.
Die geographische Aufteilung des Umsatzes zeigt sich wie folgt:
| Region | Umsatz |
(in TEUR)Attica8.206Peleponnes1.106Thessaly1.074Mazedonien3.980Rest3.531
Insbesondere auf Mazedonien sollte man also Acht geben.
Das Kundenportfolio ist ebenfalls sehr breit gefächert. Unternehmensangaben zufolge hat man über 2500 Kunden, wobei keiner mehr als 5% des Umsatzes trägt, was sehr positiv ist. Von den Lieferforderungen waren per Ende 2014 ungefähr 10% mehr als ein Jahr überfällig, was eine knappe Verbesserung gegenüber 2013 darstellt. Es kann aber durchaus sein, dass durch die letzten Verwerfungen in Griechenland dieser Wert im laufenden Jahr ansteigt. Angesichts der jüngst erzielten Einigung sehe ich den Cashbestand, der zum überwiegenden Teil bei Banken liegt, wieder als sicher an.
Eine gewisse Sensibilität sehe ich auch gegenüber etwaigen Grund- und Immobiliensteuererhöhungen. Man hat zu Anschaffungskosten bzw. teilweise auch zu fair value (Immobilien werden laut Anhang alle 4 Jahre geschätzt) insgesamt 3,6 MEUR Grundstücke und knapp 4 MEUR Gebäude in der Bilanz stehen.
Die Kompensation des Managements kommt mir mit rund 500 TEUR etwas hoch vor. Hier werden 6 Mitglieder im Board bezahlt. Neben den variablen Kosten, die sich aus den Preisen für bezogene Waren bilden, ist der Personalaufwand der größte Kostenbrocken. Hier werden für 63 Mitarbeiter derzeit knapp 2,3 MEUR ausgegeben. Die Personalkostenintensität liegt derzeit also bei knapp 13%.
Es gibt keine übermäßigen Leasingzusagen. Für die nächsten 5 Jahre sind derzeit knapp 150 TEUR aus fix vorhandenen operating leasing-Verträgen vorgesehen, was die Finanzierungssituation des Unternehmens kaum verändert.
Fazit: Bisher habe ich noch nichts gefunden, was mich sonderlich abschreckt.
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