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04.08.2015, 2277 Zeichen

Fintech kommt beim Anleger an

Finanzprodukte sind für den Großteil der Bevölkerung ein eher trockenes und verstaubtes Thema. Wer beschäftigt sich schon gerne freiwillig mit schwerverständlichem  Zahlenmaterial und für das individuelle Depot angepasste Anlagemöglichkeiten?

Dennoch tun es Millionen Bundesbürger mehr oder weniger regelmäßig. Alleine schon, weil es auch für die eigene Altersvorsorge quasi alternativlos ist.

Dabei nutzen Anleger detaillierte und valide Quellen online, um mehr Durchblick im Finanzdschungel zu bekommen. Das Netz als Informationsquelle ist in den zurückliegenden Jahren zur vertrauensvollen Anlaufstelle Nummer Eins geworden. Wenn es um die eigene Geldanlage geht, informieren sich 61 Prozent der Deutschen im Web, so das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Studie „Sparerkompass 2015“. Vor einem Jahr lag dieser Anteil noch bei 54 Prozent. Dabei ist das Netz als Quelle und Inspiration sowohl für Männer als auch Frauen erste Wahl.

Dieses Ergebnis unterstreicht die Ergebnisse einer Trend-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands aus dem vergangenen Jahr. Beim Kauf eines Finanzprodukts gaben damals 67 Prozent der Befragten an, dass sie die entscheidenden Anlageinformationen von unabhängigen Finanzportalen oder von den Internetseiten der Emittenten beziehen. 13 Prozent der Teilnehmer holten sich Rat von ihrem persönlichen Bankberater, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. Fast ebenso viele griffen auf Zeitungen und Zeitschriften als Hauptinformationsquelle zurück. Die Geschwindigkeit, mit der Neuigkeiten im Netz Verbreitung finden und Quellen aktualisiert werden, ist atemberaubend.

Gehen Quantität und Qualität hierbei immer Hand in Hand?

Das Internet vereinfacht den Vergleich von unterschiedlichen Angeboten. Es schafft idealerweise Transparenz und sollte auf diese Weise die Kompetenz des Kunden wirksam stärken, eigenständig Anlageentscheidungen zu treffen.

Allerdings sollte der Anleger nicht bedenkenlos der digitalen Welt vertrauen. Die Fülle an Informationen kann verwirrend wirken, so dass es schwer fällt, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das Gespräch im Freundeskreis, mit einem erfahrenen Berater oder die Lektüre von Zeitungen und Fachmagazinen sind trotz der gestiegenen Bedeutung des World Wide Web nicht obsolet geworden.



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    Fintech kommt beim Anleger an (Lars Brandau)


    04.08.2015, 2277 Zeichen

    Fintech kommt beim Anleger an

    Finanzprodukte sind für den Großteil der Bevölkerung ein eher trockenes und verstaubtes Thema. Wer beschäftigt sich schon gerne freiwillig mit schwerverständlichem  Zahlenmaterial und für das individuelle Depot angepasste Anlagemöglichkeiten?

    Dennoch tun es Millionen Bundesbürger mehr oder weniger regelmäßig. Alleine schon, weil es auch für die eigene Altersvorsorge quasi alternativlos ist.

    Dabei nutzen Anleger detaillierte und valide Quellen online, um mehr Durchblick im Finanzdschungel zu bekommen. Das Netz als Informationsquelle ist in den zurückliegenden Jahren zur vertrauensvollen Anlaufstelle Nummer Eins geworden. Wenn es um die eigene Geldanlage geht, informieren sich 61 Prozent der Deutschen im Web, so das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Studie „Sparerkompass 2015“. Vor einem Jahr lag dieser Anteil noch bei 54 Prozent. Dabei ist das Netz als Quelle und Inspiration sowohl für Männer als auch Frauen erste Wahl.

    Dieses Ergebnis unterstreicht die Ergebnisse einer Trend-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands aus dem vergangenen Jahr. Beim Kauf eines Finanzprodukts gaben damals 67 Prozent der Befragten an, dass sie die entscheidenden Anlageinformationen von unabhängigen Finanzportalen oder von den Internetseiten der Emittenten beziehen. 13 Prozent der Teilnehmer holten sich Rat von ihrem persönlichen Bankberater, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. Fast ebenso viele griffen auf Zeitungen und Zeitschriften als Hauptinformationsquelle zurück. Die Geschwindigkeit, mit der Neuigkeiten im Netz Verbreitung finden und Quellen aktualisiert werden, ist atemberaubend.

    Gehen Quantität und Qualität hierbei immer Hand in Hand?

    Das Internet vereinfacht den Vergleich von unterschiedlichen Angeboten. Es schafft idealerweise Transparenz und sollte auf diese Weise die Kompetenz des Kunden wirksam stärken, eigenständig Anlageentscheidungen zu treffen.

    Allerdings sollte der Anleger nicht bedenkenlos der digitalen Welt vertrauen. Die Fülle an Informationen kann verwirrend wirken, so dass es schwer fällt, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das Gespräch im Freundeskreis, mit einem erfahrenen Berater oder die Lektüre von Zeitungen und Fachmagazinen sind trotz der gestiegenen Bedeutung des World Wide Web nicht obsolet geworden.



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