15.09.2015, 2996 Zeichen
Auch der Karelia-Tabakkonzern hat seine Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2015 präsentiert. In diesem Artikel möchte ich die meiner Meinung nach wichtigsten Dinge aus der Lektüre des Berichtes zusammenfassen:
- Die Ertragslage hat sich im ersten Halbjahr 2015 deutlich verbessert. Auch die Rohmarge (nach Bereinigung um Tabaksteuern) konnte um über 7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.
- Generell rechnet man nicht mit deutlichen negativen Auswirkungen der Krise in Griechenland auf das eigene Geschäft, weil man vor allem von den Exporten lebt (weit über 80% des Umsatzes stammt hierher).
- Der einzige rückläufige Bereich derzeit ist der Duty-Free-Verkauf in der Türkei aufgrund dortiger politischer Instabilität.
- Außerdem profitierte man von positiven Fremdwährungseffekten im Wechselkurs zwischen Euro und Dollar. Rund 5 MEUR des Vorsteuerergebnisses stammen von hier.
- Auf der anderen Seite wurde man für Verstöße gegen Zollbestimmungen zivilrechtlich haftbar gemacht. Hieraus entstand eine Verbindlichkeit von 14,4 MEUR, die vorerst bezahlt wurde. Der Rechtsweg ist hier allerdings noch nicht ausgeschöpft.
- Die Cashreserven (inklusive inzwischen angeschaffter Wertpapiere) belaufen sich auf ca. 317 MEUR. Hiervon ist allerdings noch die Dividende in Höhe von insgesamt 25 MEUR abzuziehen, die zwar schon aus dem Eigenkapital abgebucht, aber noch nicht ausbezahlt wurde.
- Fast der ganze Liquiditätsbestand, nämlich ca. 300 MEUR befinden sich im Ausland, sodass keine Probleme bei der Bedienung von Lieferverbindlichkeiten internationaler Lieferanten bestehen.
- Auch sämtliche anderen Kennzahlen zur finanziellen Stabilität sind unverändert makellos.
Die laufende Bewertung nehme ich gleich wie bei der Stelios Kanakis anhand der Summe aus adaptiertem Net Current Asset Value und dem geschätzten Wert der Ertragskraft vor.
| Vorsteuerergebnis | 37,09 |
| Korrektur Währungseffekte | -4,89 |
| Korrektur Zollverbindlichkeit | 14,38 |
| angepasstes Vorsteuer- ergebnis | 46,58 |
| Hochgerechnet auf Gesamtjahr | 93,16 |
| Steuer | -27,02 |
| Ergebnis | 66,14 |
| Multiple | 8,00 |
| Wert der Ertragskraft | 529,13 |
| Umlaufvermögen | 392,62 |
| Gesamtverbindlichkeiten | 132,68 |
| NCAV | 259,94 |
| Innerer Wert | 789,07 |
| Aktienzahl | 2,75 |
| Je Aktie | 286,93 |
Zur Erläuterung: Das berichtete Vorsteuerergebnis habe ich um die beiden berichteten großen Sondereffekte bereinigt und auf das Gesamtjahr hochgerechnet. Anschließend habe ich die neue Körperschaftssteuer von 29% darauf angewendet und den Wert der Ertragskraft mit einem konservativen Multiple von 8 geschätzt. Zu diesem Ertragswert zähle ich noch das überschüssige Umlaufvermögen, hier als NCAV bezeichnet. Ich sehe beim Umlaufvermögen keinen wesentlichen Anpassungsbedarf. Es besteht hauptsächlich aus Cash und nicht dem Verderb ausgesetzten Vorräten. Die Lieferforderungen machen hiervon nur etwa 16 MEUR aus und bestehen nur zu einem geringen Teil gegenüber griechischen Kunden.
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Wiener Börse Party #1138: ATX korrigiert, das gilt nicht für die AT&S, Verbund-Position aufgestockt
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