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Private Banking auf der Suche nach neuen nachhaltigen Geschäftsmodellen (Roland Meier)

Bild: © Diverse Fotografen / Aktion wurde vom Börse Express 2014 an photaq/BSN übetragen, Choose Optimism vs. No Sleep Till Gründer Land No.1: Roland Meier und Harald Mahrer

Autor:
Roland Meier

Roland Meier ist Geschäftsführer von iQ-Foxx.

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22.10.2015, 3052 Zeichen

Über die Zukunft des Private Banking oder generell des modernen Finanzvertriebs wird ja nun schon seit einigen Jahren intensiv diskutiert. Wieder machen die berühmten Schlagworte die Runde, alle sprechen von Robo-Advisory, Fintech Revolutionen, Disruptive Business und vielen weiteren wenig präzisen „Modeerscheinungen“. Wenn man viele dieser angeblich neuen Angebote genauer betrachtet, stellt man rasch fest, dass da bisher nicht viel Neues dabei ist, sondern vielfach bestehendes einfach „umbenannt“ wurde, der berühmte alte Wein in neuen Schläuchen.

Dieser Problemlage haben sich nun der CTO von Privé Financial, Julian Schillinger und der Geschäftsführer der Fintech Stars, Gregor Puchalla angenommen, und einmal eine genauere Analyse der aktuellen Problemstellungen in der Kundenberatung angenommen. Der Beitrag wurde beim renommierten deutschen Private Banking Magazin (siehe auch Link: https://www.private-banking-magazin.de/kundenberater-im-fokus-so-loest-das-private-banking-seine-pain-points--1445002772/) veröffentlicht, und kommt im wesentlichen zum Ergebnis (im folgenden teilweise zitiert), dass es bei der Neuaufstellung des Kundenberatungsprozesses um eine ganzheitliche und mit allen (technischen) Systemen integrierte Aufgabe geht. Dabei lassen sich dann die Stärken gerade in Bezug auf die Kunden-Berater-Kommunikation ausspielen. Kunden und Berater brauchen letztendlich Zugriff auf dieselben Daten und Funktionen, jedoch aus einem jeweils anderen Blickwinkel und in einer größeren Tiefe als bisher. Für moderne integrierte Lösungen ist dies ein Kinderspiel. Für Altsysteme ist es aber eine große Herausforderung. Gerade der mobilen Arbeitsweise von Kunden und Beratern lässt sich mittels moderner integrierter IT-Systeme deutlich einfacher Rechnung tragen. Wenn Daten und Funktionen integriert und zentralisiert vorliegen, können diese einfach verschiedenen Geräten zur Verfügung gestellt werden. Heute sind das für Kunden Tablets und Mobiltelefone, morgen vielleicht Auto-IT und Virtual Reality Brillen.

Die veränderten Kundenbedürfnisse und -erwartungen erfordern darüber hinaus eine neue, umfassendere Zielgruppenbetrachtung seitens der Banken, die Kriterien wie Lifestyle und Online-Nutzungsverhalten mit einbeziehen. Ohne eine echte Digital- und Innovationsstrategie werden Banken die neue Kundengeneration nicht mehr erreichen, bei der sich „Digital“, „Mobil“ und „Social Media“ durch die gesamte Lebenswelt zieht und die eine hohe Wechselbereitschaft als gemeinsamen Nenner hat. Kunden erwarten – unabhängig vom konkreten Depotvolumen – eine ganzheitliche, transparente und unabhängige Beratung, schlicht als Dienstleistung zu definieren, und final nicht „plumpen“ (Eigen-)Produktverkauf, der gehört schon seit einigen Jahren der Vergangenheit an, doch haben dies noch nicht viele Kundenberater verstanden. Eine Dienstleistung muss erbracht werden, und dann wird diese auch anerkannt und bezahlt werden, aber Bezahlung ohne jegliche Dienstleistungsorientierung wird nicht länger funktionieren, und das auch berechtigterweise. 

 


(22.10.2015)

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