06.06.2016, 1376 Zeichen
Jochen Stanzl, 06. Juni 2016
Die am Freitag veröffentlichen Arbeitsmarktdaten in den USA für den Monat Mai bedeuten tiefe Zinsen für längere Zeit. Das ist gut für Aktien, Rohstoffe und die Schwellenländer. Gleichzeitig sorgt ein schwacher Dollar aber auch für Aufwertungsdruck beim Euro. Dass könnte dazu führen, dass sich der Deutsche Aktienindex in den kommenden Monaten schwächer entwickelt als die Wall Street.
Heute Morgen kann sich der Index aber erst einmal von den Verlusten nach den auf den ersten Blick enttäuschenden US-Daten erholen. Allerdings spricht nun vieles dafür, dass es sich der DAX erst einmal wieder in seiner Handelsspanne zwischen 9.800 und 10.200 Punkten bequem macht. Denn neben der US-Geldpolitik schwebt die bevorstehende Abstimmung über den Brexit wie ein Damoklesschwert über dem Markt. Das Britische Pfund musste seine Kursgewinne vom Freitag heute wieder abgeben, nachdem jüngste Umfragen eine Mehrheit der Brexit-Befürworter zeigen.
Ebenso besteht mit einem zu starken Schweizer Franken oder Japanischen Yen die Gefahr, dass die jeweiligen Notenbanken Devisenmarktinterventionen vornehmen, was den Markt verunsichern würde. Der Goldpreis profitiert von einem kräftigen Rückgang der Zinsen amerikanischer Staatsanleihen am Freitag. Anleger stürzten sich am Freitag auf US-Renten, da ein Zinsschritt der Fed im Sommer unwahrscheinlich geworden ist.
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