23.09.2016, 4422 Zeichen
E.ON hat es geschafft und Uniper endlich an die Börse gebracht. Dennoch sind damit längst nicht alle Probleme vom Tisch.
Am 12. September war es so weit. Nach jahrelanger Vorbereitung erfolgte der Börsengang des E.ON-Kraftwerksgeschäft. Dies war nicht nur für die beiden Unternehmen und ihre Anteilseigner ein ganz besonderer Tag. Das IPO sorgte dafür, dass der DAX aus 31 Werten bestand – zumindest für einen Tag. Mit der endgültigen Abspaltung hofft man sowohl bei E.ON als auch bei Uniper, dass sich die beiden Unternehmen nun ganz auf ihre eigenen Geschäfte konzentrieren können. Im Fall von E.ON wären dies die Energienetze, Kundenlösungen oder Erneuerbare Energien, während Uniper das klassische Energiegeschäft mit den Schwerpunkten Stromerzeugung und Energiehandel beackern wird.
Im Zuge der Börsennotierung wurden den E.ON-Aktionären 53,35 Prozent der Aktien der Uniper-SE zugeteilt. Die restlichen Anteile behält E.ON vorerst selbst. Die E.ON-Anteilseigner haben für jeweils zehn gehaltene Aktien der E.ON SE zusätzlich eine neue, auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktie der Uniper SE erhalten.
Damit können Anleger zukünftig zweigleisig fahren und E.ON-Aktien sowie Uniper-Papiere gleichzeitig in ihr Depot packen oder sich für eines der beiden Unternehmen entscheiden. Es war unter anderem diese Trennung, die mit der Aufspaltung erreicht werden sollte. Während das klassische Kraftwerksgeschäft zunehmend als Klotz am Bein einiger Zukunftsfelder gesehen wurde, galt es die Chancen und Risiken klar voneinander abzugrenzen. Zumal mit den verschiedenen Geschäftsfeldern auch ganz unterschiedliche Anlegertypen angesprochen werden.
Die Abspaltung ist jedoch alles andere als glatt verlaufen. Dies zeigte sich in dem am 10. August vorgestellten Bericht zum ersten Halbjahr 2016. Wertberichtigungen auf Kraftwerke und Gasspeicher und Drohverlustrückstellungen von in Summe 3,8 Mrd. Euro bei Uniper führten zu einem hohen Konzernfehlbetrag von gut 3 Mrd. Euro bei E.ON. Trotzdem wurden die Jahresziele bestätigt. Das Unternehmen erwartet ein bereinigtes EBIT für den Konzern zwischen 2,7 und 3,1 Mrd. Euro (Vorjahr: pro forma 3,6 Mrd. Euro) und einen bereinigten Konzernüberschuss von 0,6 bis 1,0 Mrd. Euro. Zwischen Januar und Juni sank das bereinigtes EBIT um 6 Prozent auf 2,0 Mrd. Euro, während der bereinigte Konzernüberschuss sogar um 28 Prozent auf 604 Mio. Euro schrumpfte. Zu diesen Ergebnisrückgängen hatte unter anderem die Atomsparte beigetragen, die E.ON aufgrund des Widerstands der Politik nicht bei Uniper abladen konnte.
Damit wurde deutlich, dass sich E.ON trotz des Uniper-Börsengangs nicht all seiner Probleme entledigen konnte und sich nicht frei mit Zukunftsthemen beschäftigen kann. Die Atomfrage bleibt vorerst ein Klotz am Bein. Es gab aber auch zuletzt Signale seitens der Politik und der Atomwirtschaft, dass wichtige Fragen, zum Beispiel in Bezug auf die Endlagerung des Atommülls, bald geklärt werden könnten. Eine solche Einigung könnte für E.ON zu einem Befreiungsschlag werden.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der E.ON-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DL7M89) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,21, die Knock-Out-Schwelle bei 4,75 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DL7M8L, aktueller Hebel 3,77; Knock-Out-Schwelle bei 7,75 Euro) auf fallende Kurse der E.ON-Aktie setzen.
Stand: 22.09.2016
© Deutsche Bank AG 2016
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1196 feat. Opening Bell-Miterfinderin Karin Bauer: ATX etwas fester, mehr Streubesitz bei der Porr, 35 Jahre Agrana-IPO
DAX Letzter SK: 0.00 ( -0.20%)
Deutsche Bank
Uhrzeit: 11:37:02
Veränderung zu letztem SK: 0.16%
Letzter SK: 31.35 ( 1.36%)
E.ON
Uhrzeit: 11:37:02
Veränderung zu letztem SK: 0.29%
Letzter SK: 18.96 ( -1.46%)
Uniper
Uhrzeit: 22:14:50
Veränderung zu letztem SK: -0.75%
Letzter SK: 3.95 ( 0.00%)
Bildnachweis
1.
E.ON, EON, 360b / Shutterstock.com , 360b / Shutterstock.co
, (© www.shutterstock.com) >> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:Porr, Kapsch TrafficCom, AT&S, Semperit, RHI Magnesita, Amag, OMV, Lenzing, Strabag, Addiko Bank, FACC, Flughafen Wien, Frequentis, Gurktaler AG VZ, Heid AG, Reploid Group AG, Marinomed Biotech, Bajaj Mobility AG, voestalpine, BKS Bank Stamm, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, UBM, Fresenius Medical Care, Rheinmetall, SAP, Volkswagen Vz., BMW.
Random Partner
Erste Asset Management
Die Erste Asset Management versteht sich als internationaler Vermögensverwalter und Asset Manager mit einer starken Position in Zentral- und Osteuropa. Hinter der Erste Asset Management steht die Finanzkraft der Erste Group Bank AG. Den Kunden wird ein breit gefächertes Spektrum an Investmentfonds und Vermögensverwaltungslösungen geboten.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Weekend-Bilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 10. Juni: Agrana (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» ATX legt zu, Agrana feiert 35 Jahre Börsennotiz: Die Themen der Wiener B...
» Nachlese: Podcast-Sommerparty mit Matejka/Deuber und Kritik, Hans Huber ...
» News zu Porr, Frequentis, Andritz, RBI/Addiko (Christine Petzwinkler)
» Arge News vom DIRK (Christian Drastil)
» Wiener Börse Party #1196 feat. Opening Bell-Miterfinderin Karin Bauer: A...
» ATX auf Rekordkurs: Wie Österreichs Börse zum "Top Dog" wurde, aber die...
» LinkedIn-NL: Monthly Main Event #3: Alles im Zeichen der 20. ZFA-Awards ...
» LinkedIn-NL: Zum 19er des langjährigen ATX-Rekords ein frecher Podcast u...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- wikifolio Champion per ..: Simon Weishar mit Szew...
- wikifolio Champion per ..: Simon Weishar mit Szew...
- Wie Baumot Group, Grammer, Vodafone, Tele Columbu...
- Wie Ahlers, Wirecard, voestalpine, FACC, Aixtron ...
- Wie Deutsche Telekom, HeidelbergCement, Siemens E...
- Analysten zum Aktienverkauf eines Porr-Aktionärs:...
Featured Partner Video
Börsenradio Zwischenbericht Fr. 10.07.26 - KI Rally zurück SK Hynix treibt Chips
Die KI-Rally lebt wieder. Halbleiterwerte ziehen weltweit kräftig an. Auslöser ist der milliardenschwere Börsengang von SK Hynix. Der DAX bleibt dagegen vorerst auf der Stelle. Warum Anleger trotzd...
Books josefchladek.com
Keizo Kitajima
USSR 1991
2012
Little Big Man
Bertien van Manen
Let's Sit Down Before We Go
2011
MACK
Fabrizio Strada
Strada
2025
89books
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
