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Civic Capitalism in Madrid (Wilhelm Rasinger)


Autor:
Wilhelm Rasinger

ist Präsident des IVA, Honorarprofessor für Betriebswirtschaft und Aufsichtsrat bei Wienerberger, Erste Group Bank AG und S IMMO AG.

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27.11.2016, 2187 Zeichen

Internationaler Kongress in Madrid

Unter der souveränen Leitung von Benita Ferrero-Waldner, frühere EU Kommissarin, jetzt Partnerin der angesehenen Rechtsanwaltskanzlei Cremades & Calvo-Sotelo Abogados, fand in der Repräsentanz der Europäischen Kommission in Madrid am 17. und 18. November ein internationaler Kongress zum Thema „Civic Capitalism: Towards a new relation with the investor“ statt. Mitveranstalter war die World Federation of Investors (WFI), deren Präsident der Amerikaner Roger Ganser ist. Der IVA ist aktives WFI-Mitglied.

Es wurden Anlegerschutzfälle aus Spanien, Portugal, Kasachstan, Andorra und Deutschland präsentiert und diskutiert. Es wiederholen sich immer wieder dieselben Themen: unfaire Praktiken von Mehrheitseigentümern; Diskriminierung des privaten Streubesitzes; Ausnützen mangelnder Kenntnisse bzw. eingeschränkter Möglichkeiten von privaten Aktionären wegen wirtschaftlicher Barrieren, ihre Rechte durchzusetzen.

Ausführlich diskutiert wurde die Causa „Volkswagen“. In den USA hat sich der VW-Konzern rasch um eine vergleichsweise Regelung der verschiedenen Anspruchssteller bemüht und ist bereit, Milliardenbeträge zu bezahlen. In Europa hingegen wird derzeit unter Ausnützung von verschiedenen Jurisdiktionen versucht, die Anspruchssteller zu frustrieren und gehofft, dass früher oder später Verjährung eintritt. Es ist auffällig, dass auch der VKI (Verein für Konsumenteninformation), eine von der Arbeiterkammer beherrschte Organisation, die in der Vergangenheit trotz ungünstiger Rechtslage sehr verdienstvoll für geschädigte Konsumenten und Anleger eingetreten ist, sich in dieser Causa auffallend zurückhaltend verhält. Es wäre nicht überraschend, wenn dabei eine Rolle spielt, dass es in Österreich viele VW-Zulieferbetriebe gibt. Rechtsanwalt Eric Breiteneder aus Wien, der bereits sehr erfolgreich mit einer holländischen Stiftungslösung Atrium(MEL)- und Meinlbank-Geschädigten zu einem Schadenersatz verhalf, hat auch für den VW-Fall mit internationalen Partnern eine Stiftung initiiert. Wie auch immer: Der Weg zu einer raschen, fairen und ausgewogenen Vergleichsvereinbarung wird mühsam werden - denn das muss von beiden Seiten gewollt werden.


(27.11.2016)

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Autor
Wilhelm Rasinger
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