28.02.2017, 6108 Zeichen
Die Newmont Mining Corp. mit Sitz in Denver, Colorado ist einer der größten Goldproduzenten weltweit. Die Haupttätigkeit des amerikanischen Unternehmens ist die Förderung von Gold. Im Besitz sind ganz oder teilweise Goldminen in den USA, Australien, Peru, Indonesien und in Ghana. Zum globalen Bergbauunternehmen gehören ebenfalls einige Minen in Neuseeland und Mexiko sowie zusätzlich kleinere Minen für Silber, Kupfer und Zink rund um den Globus.
Das im Jahr 1916 in New York gegründete Unternehmen fördert jährlich etwa 5 Millionen Unzen (141.000 kg) Gold und hält Reserven von über 90 Millionen Unzen (2.800.000 kg) Gold. Über 70 Prozent der Produktion des Unternehmens kommen aus Nord- und Südamerika. Newmont Mining ist zudem das führende Goldbergbauunternehmen in Australien.
Frische Zahlen bei der Jahresabschlusspräsentation am 21. Februar 2017
Aus den am 21. Februar 2017 veröffentlichten Finanzergebnissen des Unternehmens für das letzte Quartal und für das Gesamtjahr 2016 geht hervor, dass das Unternehmen im Dezemberquartal bzw. im gesamten Jahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 1,8 Milliarden bzw. 6,7 Milliarden US-Dollar generierte. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember wurden 1,3 Millionen Unzen Gold produziert, was in einem zurechenbaren Gesamtjahresausstoß von 4,9 Millionen Unzen resultierte.
Der adjustierte Nettogewinn belief sich demnach im Dezemberquartal auf 133 Millionen US-Dollar bzw. 0,25 US-Dollar je Aktie und im gesamten Geschäftsjahr auf 619 Millionen US-Dollar bzw. 1,16 US-Dollar je Aktie. Newmont Mining verzeichnete in den beiden Zeiträumen einen operativen Cashflow aus fortgesetzten Operationen in Höhe von 590 Millionen respektive 1,9 Milliarden US-Dollar. Das adjustierte EBITDA erreichte 629 Millionen bzw. 2,4 Milliarden US-Dollar.
Fundamentale Goldförderkosten von 918 US-Dollar pro Unze
Eine wichtige Kennzahl für Goldminenbetreiber sind die All-In Sustaining Costs (AISC). Dies sind die nachhaltigen Produktionskosten je Unze nach dem Standard des World Gold Councils. Vor dem Hintergrund der schlechten Vergleichbarkeit verschiedener Kostenbegriffe je Minengesellschaft wurden einheitliche Definitionen verabschiedet. Die AISC sollen die dauerhaften Produktionskosten wiedergeben und Verzerrungen durch einmalig anfallende Kosten vermeiden.
Im Vergleich zu den anderen Produzenten hat Newmont Mining mit 918 US-Dollar zwar höhere Kosten pro Unze, allerdings lag der Vergleichswert ein Jahr zuvor noch bei 1.036 Dollar. Insofern ist die Lage weiterhin etwas schwieriger als bei den Konkurrenten, grundsätzlich hat sich die Ertragslage aber auch bei Newmont Mining wieder deutlich verbessert. Der weitere Verlauf bleibt dennoch abzuwarten.
Einflussfaktor Nummer 1: Der Goldpreis
Gold handelt zum Wochenauftakt weiterhin auf dem Dreieinhalb-Monatshoch bei 1.255 US-Dollar. Zur jüngsten positiven Goldpreisentwicklung haben zuletzt verschiedene Aspekte beigetragen wie beispielweise die Unsicherheiten rund um die in diesem Jahr anstehenden Wahlen in Europa. Außerdem sind die Inflationserwartungen nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten angestiegen. Gold gilt seit jeher als Absicherung in wirtschaftlich turbulenten Zeiten und wird zudem als Inflationsschutz angesehen.
Das höhere Kaufinteresse spiegelt sich sowohl in ETF-Zuflüssen als auch in der Marktpositionierung der spekulativen Finanzinvestoren wider: Den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs sind in der letzten Woche knapp zehn Tonnen zugeflossen, seit Monatsbeginn sind es über 62 Tonnen. Und die spekulativen Finanzanleger haben ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 21. Februar auf 78.000 Kontrakte ausgeweitet - der höchste Stand seit elf Wochen.
Aktuell notiert die Aktie der Newmont Mining Corp. bei rund 33,97 US-Dollar mit einem durchschnittlichen Kursziel von 39,52 (Bloomberg). Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell rund 18,043 Milliarden US-Dollar. Der weitere Verlauf bleibt aber abzuwarten.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der letzten 12 Monate beträgt 29,83. Bei Bloomberg wird die Aktie von 13 Analysten zum Kauf empfohlen, wohingegen einer einen Verkauf empfiehlt. Neun Analysten raten zum Halten der Aktie.
Die Aktienanleihe Quanto (WKN: VN7ECD) bietet aktuell eine maximale Rendite** von 9,60 Prozent bei einem Basispreis von 32,00 US-Dollar.
*Stand: 28.02.2017
**Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen vorstehenden Renditeangaben um Bruttoangaben handelt. Sofern beim Anleger Erwerbsnebenkosten (z.B. Transaktionsgebühren) bzw. Erwerbsfolgekosten (z.B. Depotgebühren) anfallen, reduzieren diese die spätere Nettorendite. Wie stark die Erwerbsneben- bzw. Erwerbsfolgekosten ins Gewicht fallen, hängt u.a. von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.
Wichtige Risiken:
Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Aktienkurse der o.g. Unternehmen von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.
Emittenten- /Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.
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