12.04.2017, 4467 Zeichen
- Im vorösterlich ruhigen Handel haben sich die Anleger in Europa mit Käufen zurückgehalten, an den meisten Märkten waren bei geringen Umsätzen leichte Einbußen zu bemerken. Positive Impulse blieben Mangelware, dazu kamen anhaltende geopolitische Sorgen um Syrien und um Nord-Korea. Steigende Metallpreise sorgten für leichte Kursgewinne im Bergbausektor, dagegen schloss der Technologiesektor mit einem Minus von mehr als 1,2%. In diesem Bereich gab es eine wahre Analystenschlacht bei Dialog Semiconductor . Zunächst hatten sich das Bankhaus Lampe und die DZ-Bank skeptisch zur Zukunft des Unternehmens geäußert, da sie der Meinung waren, dass Apple sich vom deutschen Halbleiterunternehmen unabhängig machen könnte. Nachdem der Kurs um 35% eingebrochen war, sorgten gegenteilige Kommentare von Morgan Stanley, und Credit Suisse für einen Umschwung. Das Unternehmen selbst äußerte sich am späten Nachmittag dazu und zerstreute zusätzlich die ärgsten Sorgen mit einer Bestätigung der Guidance. Am Ende bleib ein Minus von 14,3%. LVMH eröffnete die Berichtssaison in Europa mit sehr guten Zahlen. Zeitweilig handelte die Aktie mehr als zwei Prozent im Plus um dann mit 0,5% Zuwachs zu schließen.
- Der ATX beendete seine positive Serie und schloss klar im Minus mit 0,8% Verlust. Belastet wurde der Wiener Markt vor allem durch schwache Bankwerte, Erste Group fiel um 2,2%, RBI nahezu 1,0%. Für Schoeller-Bleckmann ging es noch deutlicher nach unten, abrutschende Ölpreise liessen die Aktie mit einem Minus von mehr als 3,1% enden. OMV hingegen zeigte sich davon unbeeindruckt und konnte 0,6% zulegen. Neuerlich sehr schwach Semperit , nach der Gewinnwarnung vom Montag kam es zu einer weiteren Einbuße von 2,4%. Der gestrige Conference Call sorgte zudem für Verwirrung unter den Analysten, da einige Aussagen gegensätzlich zu der vorherigen Pressemitteilung waren.
- Ebenfalls sehr ruhig verlief der Handel an der Wall Street, auch hier stand am Ende ein marginales Minus vor den Tagesergebnissen. Das Gesamtbild war auch hier nicht anders, Anreize für Investoren fehlten, geopolitische Sorgen übernahmen. Klar im Minus schloss United Airlines, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen nach Überbuchungen einen Passagier mit Gewalt aus dem Flugzeug entfernen wollte. Für positives Aufsehen sorgte der kanadische Flugzeug- und Bahnhersteller Bombardier mit einem Plus von 7,2%, nachdem Gerüchte über eine mögliche Fusion der Zugsparte des Unternehmens mit jener von Siemens die Runde machten.
- Öl holte zwischenzeitliche Abgaben wieder auf und konnte mit Zuwächsen schliessen, WTI schloss 0,6% höher, Brent zeigte 0,4% Zuwachs. Saudi-Arabien hatte anderen OPEC-Mitgliedern mitgeteilt, dass es eine Verlängerung der Förderkürzung um sechs Monate beantragen würde. Gold profitierte von der leichten Verunsicherung der Investoren und konnte deutlich zulegen, am Ende stand mit 1.274 Dollar ein neues Fünf-Monats-Hoch. Und auch der Euro konnte gegen den Dollar Terrain gutmachen, dazu verhalfen unter anderem neue Wahlumfragen aus Frankreich, die verstärkte Zustimmung für den proeuropäischen Kandidaten Macron zeigten. Auch ein starker ZEW-Index in Deutschland unterstützte die Gemeinschaftswährung.
- Vorbörslich sind die europ. Märkte leicht positiv indiziert. In Asien schließen die Märkte mehrheitlich im Minus. Von der Makroseite wurden heute Früh gemischte Daten aus China gemeldet, während die Produzenenpreise mit einem Anstieg von 7,6% leicht über den Erwartungen von 7,5% lagen, wurden die Verbraucherpreise in China mit einem Anstieg von 1,0% gemeldet (erwartet waren 0,9%). Von der Unternehmensseite meldete Daimler heute das EBIT (über Erwartungen).
UNTERNEHMEN
Flughafen Wien
Seit Jahresbeginn stieg das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) um 6,6% auf 5,6 Mio. Reisende. Auch der Standort Flughafen Wien entwickelte sich mit einem Passagierplus von 3,7% von Jänner bis März 2017 sehr gut.
Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen im März 2017 (trotz der heuer erst in den April fallenden Osterfeiertage) um 0,8% gegenüber dem März des Vorjahres auf 1.725.303 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm um 0,5% und die Anzahl der Transferpassagiere um 1,4% zu. Die Flugbewegungen gingen im März 2017 um 1,7% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurück. Beim Frachtaufkommen verzeichnete der Flughafen Wien ein starkes Plus von 12,2% im Vergleich zum März des Vorjahres.
Leseprobe aus dem Fanboy-Buch zur Wiener Börse: Die 80`s (gekürzt)
Apple
Uhrzeit: 13:04:20
Veränderung zu letztem SK: 0.70%
Letzter SK: 214.40 ( -0.39%)
ATX
Uhrzeit:
Veränderung zu letztem SK: -0.00%
Letzter SK: 5194.82 ( -1.30%)
Credit Suisse
Uhrzeit: 17:11:50
Veränderung zu letztem SK: 0.02%
Letzter SK: 0.84 ( 0.00%)
Dialog Semiconductor Letzter SK: 0.84 ( 0.00%)
Flughafen Wien
Uhrzeit: 13:03:43
Veränderung zu letztem SK: 0.19%
Letzter SK: 51.40 ( -3.75%)
Gold Letzter SK: 51.40 ( -0.78%)
Mercedes-Benz Group
Uhrzeit: 13:02:31
Veränderung zu letztem SK: 1.43%
Letzter SK: 50.86 ( -1.51%)
OMV
Uhrzeit: 13:02:31
Veränderung zu letztem SK: -0.95%
Letzter SK: 58.20 ( -0.60%)
RBI
Uhrzeit: 13:02:31
Veränderung zu letztem SK: -0.27%
Letzter SK: 36.50 ( -2.41%)
Semperit
Uhrzeit: 13:02:31
Veränderung zu letztem SK: 0.00%
Letzter SK: 14.86 ( -0.13%)
Siemens
Uhrzeit: 13:02:31
Veränderung zu letztem SK: 0.42%
Letzter SK: 203.75 ( -3.11%)
Bildnachweis
1.
Aktien auf dem Radar:Semperit, Mayr-Melnhof, CPI Europe AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Kapsch TrafficCom, Österreichische Post, Wienerberger, FACC, Bajaj Mobility AG, Rosgix, Uniqa, AT&S, CA Immo, Flughafen Wien, Frequentis, Lenzing, Marinomed Biotech, Palfinger, VIG, Wolford, Wolftank-Adisa, Erste Group, Oberbank AG Stamm, RHI Magnesita, DO&CO, Amag, EVN, Telekom Austria, DAX, Fresenius Medical Care.
Random Partner
AT&S
Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) ist europäischer Marktführer und weltweit einer der führenden Hersteller von Leiterplatten und IC-Substraten. Mit 9.526 Mitarbeitern entwickelt und produziert AT&S an sechs Produktionsstandorten in Österreich, Indien, China und Korea und ist mit einem Vertriebsnetzwerk in Europa, Asien und Nordamerika präsent. (Stand 06/17)
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