14.07.2017, 4342 Zeichen
Den Rohölpreisen gelingt derzeit keine nachhaltige Erholung. Die OPEC scheint an Bedeutung zu verlieren, während die USA ihre Ölproduktion ausweiten. Einige Hoffnungsschimmer bleiben den Ölpreis-Bullen aber doch noch.
Für viele Ölpreis-Bullen war es eine große Erleichterung, als der Ölfeldausrüster Baker Hughes am 30. Juni gemeldet hatte, dass die Zahl der Ölbohrlöcher in den USA nach langer Zeit wieder leicht zurückgegangen war. Ein Grund, warum die Notierungen für die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI kurzfristig einen Schub erhielten. Allerdings hielt die Euphorie nicht lange. Nur eine Woche später, am 7. Juli teilte das Unternehmen mit, dass die Zahl der Bohrlöcher um sieben auf 763 gestiegen sei. Damit erwies sich ein weiterer Erholungsversuch als wenig nachhaltig.
Seit Jahresanfang 2017 befinden sich die Ölnotierungen sogar deutlich im Minus, obwohl sich die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) selbst eine Senkung der Fördermengen auferlegt hatte. Die OPEC konnte sogar wichtige Nicht-Mitglieder wie Russland in die Förderkürzungen miteinbeziehen. Auch wenn die vereinbarten Förderkürzungen weitestgehend eingehalten werden, müssen sich einige OPEC-Mitglieder wie Nigeria oder Libyen nicht an die Kürzungen halten. Sie durften ihre Produktionsmengen zuletzt sogar steigern.
Noch wichtiger könnte derzeit der Blick in die USA sein. Wer gedacht hatte, dass die niedrigen Ölpreise der US-Fracking-Industrie irgendwann gewissermaßen den Todesstoß versetzen würden, sieht sich nun getäuscht. Die Branche hat sich überraschend gut auf die niedrigen Ölnotierungen eingestellt, indem Kosten radikal zurückgefahren wurden und sich die Unternehmen auf die profitabelsten Projekte konzentrierten. Außerdem sitzt mit Donald Trump inzwischen ein US-Präsident im Weißen Haus, der den Rohstoffreichtum der USA nutzen will. Die neue US-Regierung fährt beispielsweise Umweltvorschriften zurück und erlaubt Öl-Pipelines, um dadurch der Industrie zu helfen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Wachstumsmöglichkeiten zu nutzen. Ein höheres Angebot könnte die Ölpreise weiter unter Druck geraten lassen.
Auf der anderen Seite könnte gerade Donald Trump dafür sorgen, dass sich die Notierungen erholen. Noch immer warten Finanzmarktteilnehmer auf die versprochenen Steuersenkungen und Infrastrukturinvestitionen. Diese sollen das Wirtschaftswachstum in den USA deutlich ankurbeln. Die europäische Konjunktur befindet sich derzeit ohnehin auf Erholungskurs. Sollte die Wirtschaft einen weiteren Schub erhalten, dürfte dies zu einer höheren Ölnachfrage führen. Schließlich sprechen wir von dem so genannten Schmiermittel der Wirtschaft. Gleichzeitig haben die niedrigen Ölpreise in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass viele Investitionsvorhaben nicht umgesetzt wurden, so dass eines Tages auch das Thema von der Angebotsknappheit auf die Tagesordnung zurückkehren könnte.
Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei der Ölsorte Brent erwarten, könnten mit einem WAVE Unlimited-Call der Deutschen Bank (WKN DL9P2Y) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 7,91, die Knock-Out-Schwelle bei 42,5086 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE Unlimited-Put der Deutschen Bank (WKN DM4JLC, aktueller Hebel 8,41; Knock-Out-Schwelle bei 54,0395 US-Dollar) auf fallende Ölpreise bei der Sorte Brent setzen.
Stand: 13.07.2017
© Deutsche Bank AG 2017Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was den starken ATX und die zweistellig festere AT&S angeht
Deutsche Bank
Uhrzeit: 18:27:47
Veränderung zu letztem SK: 5.26%
Letzter SK: 25.12 ( 0.42%)
Bildnachweis
Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Zumtobel, Frequentis, Rosgix, EVN, ATX, ATX Prime, ATX TR, Porr, Bawag, ATX NTR, Erste Group, VIG, Uniqa, Österreichische Post, Polytec Group, Lenzing, Addiko Bank, Andritz, AT&S, DO&CO, FACC, Palfinger, Bajaj Mobility AG, RBI, SBO, Strabag.
Random Partner
Erste Group
Gegründet 1819 als die „Erste österreichische Spar-Casse“, ging die Erste Group 1997 mit der Strategie, ihr Retailgeschäft in die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropas (CEE) auszuweiten, an die Wiener Börse. Durch zahlreiche Übernahmen und organisches Wachstum hat sich die Erste Group zu einem der größten Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU entwickelt.
>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Feiner April-Start (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 1.4.: Bitte wieder so wie im Horrorjahr 2008 (Börse Gesc...
» Nachlese: Alexander von Schirmeister Nomentia, Cyan, Thomas Winkler UBM ...
» PIR-News: Research zu Porr (Christine Petzwinkler)
» Starker Auftakt ins zweite Quartal: ATX legt kräftig zu, AT&S mit zweist...
» Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was d...
» Von Mexiko über eBay bis zur Treasury-Software: Alexander von Schirmeist...
» Wiener Börse zu Mittag deutlich fester: AT&S, Do&Co und FACC gesucht
» ATX-Trends: Addiko, RBI, OMV, ams Osram ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wie Addiko Bank, FACC, Frequentis, Agrana, Marino...
- Wie AT&S, DO&CO, Porr, SBO, OMV und Lenzing für G...
- Österreich-Depots: Feiner April-Start (Depot Komm...
- Börsegeschichte 1.4.: Bitte wieder so wie im Horr...
- Nachlese: Alexander von Schirmeister Nomentia, Cy...
- Unser Volumensrobot sagt: UBM, Agrana auffällig (...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1122: ATX deutlich fester, FACC resilient, Kontron sieht sich günstig und Private Equity vs. Neobroker-Depots
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Alessandra Calò
Ctonio
2024
Studiofaganel
Lisette Model
Lisette Model
1979
Aperture
Siri Kaur
Sistermoon
2025
Void
