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Nordex: Das tut weh ... (Ivan Tomasevic, Christoph Scherbaum)

Bild: © Aussender, Nordex N117/3000 Delta (3,0 MW) Windenergieanlage (Bild: Nordex SE http://www.nordex-online.com/popuppic.php/news-presse/press... )

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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05.09.2017, 2631 Zeichen

Ein überraschend gutes zweites Geschäftsquartal 2017 und die Ankündigung neuer Produkte haben beim schwächelnden Windturbinenbauer Nordex (WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554) nicht den erhofften Befreiungsschlag gebracht. Dies soll jetzt die Umsetzung eines Sparprogramms bewerkstelligen.

Nordex hatte bereits vor einiger Zeit mitgeteilt, dass man such mit Sparmaßnahmen auf das zuletzt schwächelnde Marktumfeld reagieren würde. Nun wurden konkrete Maßnahmen beschlossen. Neben geplanten Einsparungen bei den Materialkosten und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auch eine Senkung des Personalaufwands vorgesehen. Insgesamt will Nordex diese Kosten in Europa im Jahr 2018 um 45 Mio. Euro senken. Davon entfallen 21 Mio. Euro auf Materialkosten und sonstige betrieblichen Aufwendungen sowie 24 Mio. Euro auf Personalkosten.

Der Stellenabbau betrifft bis zu 400 bis 500 Arbeitsplätze in Europa, hauptsächlich in Deutschland. Konzernweit fast jede zehnte Stelle. Dabei rechnet der Konzern im Geschäftsjahr 2017 mit einmalig anfallenden Kosten im unteren zweistelligen Millionenbereich. Derzeit sind weltweit rund 5.200 Mitarbeiter in der Gruppe beschäftigt, rund 48 Prozent (2.500) davon in Deutschland.

Am Dienstag kamen die Pläne des Managements (noch) nicht besonders gut an. In einem positiven Marktumfeld gehörte die Nordex-Aktie zu den größten TecDAX -Verlierern. Einerseits verursacht ein Sparprogramm Kosten. Andererseits ist es nun einmal kein besonders gutes Zeichen, wenn ein Unternehmen ausgerechnet auf dem Heimatmarkt, in diesem Fall Deutschland, die Belegschaft deutlich reduzieren muss.

Nordex-Chart: boerse-frankfurt.de

FAZIT. Zumindest unternimmt das Management etwas. Dabei ist Nordex schon einmal ein Turnaround geglückt. Vielleicht gelingt es wieder. Darüber hinaus besteht die Hoffnung, dass die Aktie ihre jüngste Talfahrt gestoppt hat. Außerdem hat das Management für den Rest des Jahres eine Erholung der Geschäfte in Aussicht gestellt. Wer daher auf eine Erholung der Nordex-Aktie setzt und sogar überproportional von steigenden Kursen profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Hebelprodukte wie diesen Mini Future Bull (WKN: HU981H / ISIN: DE000HU981h6) auf der Long-Seite an.

Skeptiker, die ein Ende des Abwärtstrends nicht erwarten, haben Gelegenheit mit einem Mini Future Bear (WKN: HU80AG / ISIN: DE000HU80AG7) auf eine weitere Talfahrt der Nordex-Aktie zu setzen.

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Uhrzeit:  20:01:23
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TECDAX Letzter SK:  40.82 ( -3.19%)


 

Bildnachweis

1. Nordex N117/3000 Delta (3,0 MW) Windenergieanlage (Bild: Nordex SE http://www.nordex-online.com/popuppic.php/news-presse/pressebilder.html ) , (© Aussender)   >> Öffnen auf photaq.com

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