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5 gute Nachrichten zur Zukunft der Arbeit (Sabina Haas)

Autor:
Sabina Haas

Ex-Wiener Börse

Mentaltraining,
Coaching, Karriereberatung, 
Finanzpsychologie, 
Entscheidungswerkstatt

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06.11.2017, 4346 Zeichen
1. Das Arbeitsmarktbarometer steigt.

Die Arbeitslosigkeit in Österreich geht zurück, die Anzahl der offenen Stellen hat sich im letzten Monat verdoppelt und auch bei älterwerdender Gesellschaft stagniert die Zahl der 50+ Arbeitslosen.

Arbeitssoziologen und Zukunftsforscher sind sich einig: Digitalisierung und Automatisierung kostet nicht nur Arbeitsplätze, sondern schafft auch neue. Die Technologie soll nicht nur Arbeit ersetzen, sondern sie auch besser, gesünder und nachhaltiger machen.

2. Arbeitszeitverkürzung ist nachhaltig.

Arbeitszeitverkürzung kann zu nachhaltiger Umverteilung von Arbeit führen und auch die Neuverteilung der Arbeit auf Männer und Frauen und deren jeweiliges Rollenverständnis bewirken.

Wir sehen immer wieder große Ungleichheiten: die einen haben zu viel Arbeit, Stress, Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und laufen ständig Gefahr auszubrennen. Die anderen haben keine Arbeit. Moderne Rollenbilder, Arbeitszeit- und Vereinbarkeitsmodelle beinhalten qualifizierte Teilzeitarbeitsmodelle, Top-Job-Sharing-Modelle. Dogmen und Mythen wie „Führung in Teilzeit geht nicht“ müssen endlich fallen!

3. Es gibt konstante Wachstumsbranchen

Bildung und Pflege sind nach wie vor Wachstumsbranchen und bieten steigende Beschäftigungsmöglichkeiten. Wir haben genug Arbeit in dieser Gesellschaft! Es muss jedoch dafür gesorgt werden, dass diese Beschäftigungen im Bildungs- und Pflegebereich, in den sozialen Arbeitsfeldern, Integrationsaufgaben, usw. aufgewertet werden, adäquate Ausbildungen und anständige Entlohnung zu einer Selbstverständlichkeit werden.

4. Gesellschaft und Menschen verändern sich.

Die Betrachtung von historischen Illustrationen aus der Zeit um 1900 bringt einen interessanten Umstand zu Tage: Im Zusammenhang mit technologischen Zukunftsvisionen, zeigen die Bilder, dass die Menschen zwar mit großer Euphorie an die gesellschaftlichen Veränderungen geglaubt haben, sich selbst aber unverändert gedacht haben.

Als Possibilistin bin ich davon überzeugt, dass die Veränderungsfähigkeit der Menschen sich jedoch immer noch weiter erhöhen wird: Menschen sind innovativ, kreativ und adaptiv und damit immer noch den Maschinen überlegen. Es geht um genau diese menschlichen Talente, eine starke Zivilgesellschaft will gestalten, will sozial-ökologisch aktiv sein.

Ziel von Bildung und Ausbildung muss es auch sein, diese Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit zu stärken und als Basisfähigkeit in den Bildungskanon aufzunehmen.

Die Zukunftsforscher stellen aber auch klar: Weiterbildung allein ist kein Schutz gegen Arbeitslosigkeit und Modernisierungsverlierertum. Digital Natives sollen auch IT-Backgroundwissen haben, gute Sprachkenntnisse sind weiterhin wesentlich, Veränderungsbereitschaft und lebenslanges Lernen wird vorausgesetzt.

Eine weitere Forderung muss es auch bleiben, dass der Mensch zuerst kommt, dann erst die Technik. Nicht alles, was machbar ist sollte auch gemacht werden. Die Politik ist aufgerufen, hier auch wieder mehr zu steuern.

5. neue Jobs entstehen.

Nicht nur die digitale Transformation sondern auch der gesellschaftlicher Wandel schaffen Jobs: Demografie, Pflege, Bildung, Integrationsaufgaben im Zuge der Migration, um einige zu nennen. Und es entstehen auch ganz neue Berufsbilder wie zum Beispiel HochhausdachgärtnerIn und vegane Ernährungsberatung für Tiere.

Man redet oft über den Mangel an Arbeitskräften in bestimmten Branchen und Umfeldern: In der EU fehlen angeblich bis 2020 eine Million ProgrammiererInnen. In Österreich fehlen bei 900.000 Menschen die digitalen Kompetenzen, Facharbeitermangel ist mittlerweile ein recht alter Hut.

Die Zukunftsforschung sieht aber auch die rund eine Million neuen Jobs, die in Österreich entstehen werden – und viele davon mit diesen schicken neudeutschen Bezeichnungen: Urban Agriculturist, Augmented Reality Architect, 3D Print Engineer, Social Education Specialist, Alternative Currency Manager, Privacy Manager oder der New Science Philosopher Ethicist – was so viel ist wie das fortschrittskritische Gewissen.

Mit diesem positiven Bild darf ich heute Ihren Blick in die Zukunft inspirieren. Wie sind Ihre eigenen neuen Möglichkeiten? Es bleibt spannend.

 

 

http://derstandard.at/2000067030866/Arbeitslosigkeit-sank-im-Oktober-um-4-6-Prozent

 

Der Beitrag 5 gute Nachrichten zur Zukunft der Arbeit erschien zuerst auf Sabina Haas.


(06.11.2017)

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    1. Das Arbeitsmarktbarometer steigt.

    Die Arbeitslosigkeit in Österreich geht zurück, die Anzahl der offenen Stellen hat sich im letzten Monat verdoppelt und auch bei älterwerdender Gesellschaft stagniert die Zahl der 50+ Arbeitslosen.

    Arbeitssoziologen und Zukunftsforscher sind sich einig: Digitalisierung und Automatisierung kostet nicht nur Arbeitsplätze, sondern schafft auch neue. Die Technologie soll nicht nur Arbeit ersetzen, sondern sie auch besser, gesünder und nachhaltiger machen.

    2. Arbeitszeitverkürzung ist nachhaltig.

    Arbeitszeitverkürzung kann zu nachhaltiger Umverteilung von Arbeit führen und auch die Neuverteilung der Arbeit auf Männer und Frauen und deren jeweiliges Rollenverständnis bewirken.

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    3. Es gibt konstante Wachstumsbranchen

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    Als Possibilistin bin ich davon überzeugt, dass die Veränderungsfähigkeit der Menschen sich jedoch immer noch weiter erhöhen wird: Menschen sind innovativ, kreativ und adaptiv und damit immer noch den Maschinen überlegen. Es geht um genau diese menschlichen Talente, eine starke Zivilgesellschaft will gestalten, will sozial-ökologisch aktiv sein.

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    Die Zukunftsforschung sieht aber auch die rund eine Million neuen Jobs, die in Österreich entstehen werden – und viele davon mit diesen schicken neudeutschen Bezeichnungen: Urban Agriculturist, Augmented Reality Architect, 3D Print Engineer, Social Education Specialist, Alternative Currency Manager, Privacy Manager oder der New Science Philosopher Ethicist – was so viel ist wie das fortschrittskritische Gewissen.

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