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Roche will US-Gentestfirma FMI komplett übernehmen (Heiko Geiger)

Bild: © www.shutterstock.com, Roche, lucarista / Shutterstock.com, lucarista / Shutterstock.com

Autor:
Heiko Geiger

Head of Public Distribution, Bank Vontobel Europe AG

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22.06.2018, 3957 Zeichen

Der Pharmakonzern aus der Schweiz bietet weitere 2,4 Milliarden Dollar für den vollständigen Erwerb der kalifornischen Diagnostikfirma Foundation Medicine (FMI). Ungeachtet des hohen Kaufpreises applaudieren die Anleger.

Der Baseler Pharmakonzern will für den noch nicht in ihrem Besitz befindlichen 43,5 prozentigen Anteil an FMI Milliarden auf den Tisch legen und erneut ins Krebsgeschäft investieren. FMI ist zuständig für die Entwicklung von Tests, mit denen Ärzte das genetische Profil von Tumoren analysieren und somit die bestmögliche Behandlungsform bestimmen können.

Bereits 2015 war Roche bei FMI eingestiegen. Damals hatte der Konzern 50 Dollar je Aktie bezahlt. Nun werden für die verbleibenden Anteile beinahe das Dreifache - 137 Dollar je Aktie in bar - geboten. Gemäß dem Leiter der Roche Pharmasparte, Daniel O’Day, ist die Übernahme ein wichtiger Schritt für die Strategie, die Roche im Bereich personalisierte Medizin verfolgt. Qualitativ hochstehende Genomanalysen, wie sie von FMI angeboten werden, seien ein Schlüsselelement für die Entwicklung von neuen Krebstherapien und den Zugang zu diesen.

Nahezu zweistelliges Wachstum

Roche verfügt als einer der führenden Anbieter von Geräten für die moderne medizinische Diagnostik und weltgrößter Produzent von Krebsmedikamenten über die notwenigen Kapazitäten, um die Lösungen von FMI einem breiten Patientenkreis zur Verfügung zu stellen. Der gesamte Markt in dem FMI positioniert ist, beziffern Analysten derzeit auf ca. 4 Milliarden Dollar.

Zu den größten Konkurrenten zählen die Diagnostikfirmen Myriad, Genomic Health und Invitae. Aufgrund der Dynamik, die im Geschäft mit den Medikamenten gegen Krebs herrscht, sind substanzielle Wachstumsraten zu erwarten. Marktbeobachter des Informationsdienstleisters Quintiles IMS rechnen damit, dass allein bis 2021 die globalen Ausgaben für Krebstherapien jährlich um 9 bis 12% auf 120-135 Milliarden Dollar steigen werden.

Im Geschäft mit Genomanalysen hat sich bis heute insbesondere die mangelnde Kostenerstattung durch die Versicherer als eines der größten Hindernisse gezeigt. In der Branche ist man jedoch optimistisch, dass durch die steigende Aussagekraft der Tests auch die Akzeptanz dieser Technologie steigen wird. Labors müssen mit der Zeit zudem in der Lage sein, ihre Effizienz zu steigern und die Analysen kostengünstiger durchzuführen.

Anleger optimistisch gestimmt

Bei der nun vollständigen Übernahme von FMI sind Analysten und Anleger zuversichtlich, dass die Chancen die Risiken offenbar überwiegen. Der schweizer Pharmakonzern belässt die Mitarbeiter von FMI bei ihren innovativen Tätigkeiten an der langen Leine. Gemäß O’Day werde man auch die Autonomie der Firma bewahren und die Kundenbeziehungen, die sich über eine Vielzahl von Pharmaunternehmen erstecken, sollen im bisherigen Rahmen weitergeführt werden.

Die Aktie im Überblick

Die Roche-Aktie wird aktuell bei EUR 188,64 (21.06.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 235,82 (23.06.2017), das Jahrestief bei EUR 178,62 (08.06.2018). Bei Bloomberg setzen 15 Analysten die Aktie auf Kaufen, 11 auf Halten und 6 Analysten auf Verkaufen. Bloomberg Analysten setzen aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von EUR 217,78.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

 

 


(22.06.2018)

Hinweis: Diese Produktwerbung ist keine Finanzanalyse i.S.d. § 34b WpHG und genügt daher auch nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen.
Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt sowie die Endgültigen Angebotsbedingungen beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
Näheres über Chancen und Risiken einer Anlage in derivative Finanzinstrumente erfahren Sie in der Broschüre "Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren", welche Ihr Anlageberater Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellt. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z.B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im Finanzinstrumentspreis enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. Ohne Genehmigung darf diese Produktwerbung nicht vervielfältigt bzw. weiterverbreitet werden.

Impressum:
Bank Vontobel Europe AG
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Bockenheimer Landstrasse 24
60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 69 59 96-200
Fax: +49 (0)69 69 59 96-290
E-mail: zertifikate@vontobel.de
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Vorstand: Dr. Bernhard Heye (Sprecher), Dr. Wolfgang Gerhardt, Andreas Heinrichs, Dr. Joachim Storck
Eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 133419
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