18.07.2018, 4004 Zeichen
Der Dow Jones ist einer der traditionsreichsten Indizes der Welt und verkörpert damit die US-Wirtschaft seit über hundert Jahren. Veränderungen bei den Indextiteln passieren dementsprechend selten. Doch vor wenigen Wochen war es soweit und mit General Electric musste der allerletzte Gründungstitel den Dow Jones verlassen. Aber auch ohne dieses außergewöhnliche Ereignis erlebt der Index turbulente Zeiten.
Seit dem 26. Juni wird der Dow Jones in seiner neuen Zusammensetzung berechnet. Anstelle der Papiere von General Electric gehören seither die Aktien der Drogerie- und Apothekenkette Walgreens Boots Alliance zur ersten Börsenliga der Wall Street. Mit General Electric musste die einzige verbliebene Ursprungsaktie aus dem Gründungsjahr 1896 den Index verlassen.
Der Elektrokonzern hatte bis auf wenige Jahre immer dem Dow Jones angehört und war aufgrund der Unternehmensstruktur bereits selbst ein Querschnitt der amerikanischen Wirtschaft. Der technologische Wandel machte aber auch bei General Electric nicht halt. Der Konzern befindet sich seit langem in der Krise, was sich auch beim Aktienkurs widerspiegelt. In der Folge entschloss sich der Indexbetreiber die Aktie aus dem Traditionsindex zu nehmen. Mit Walgreens Boots Alliance findet ein boomendes Geschäftsfeld Einzug in den Dow Jones.
Indexkritiker bemängeln indes, dass Technologietitel wie Alphabet oder Amazon schon allein aufgrund Wirtschaftsbedeutung und der Marktkapitalisierung viel sinnvoller gewesen wären. Da der Dow Jones aber nicht wie der S&P 500 oder der NASDAQ100 von diesen Kriterien abhängt und der Indexstand als Kursindex von der tatsächlichen Höhe der Aktienkurse abhängt, ist die Entscheidung für Walgreens Boots Alliance jedoch auch für Skeptiker nachvollziehbar.
Die Indexumbildung fällt in aufregende Zeiten. So sind sind die Auswirkungen des Handelsstreits der USA mit China noch längst nicht greifbar. Immer neue Eskalationsstufen verunsichern die Märkte. Gleichzeit steht die amerikanische Geldpolitik unter dem Eindruck weiter steigender Zinsen. Die US-Notenbank Fed hat in diesem Jahr bereits zweimal die Zinsen erhöht und strebt dies noch weitere zweimal an. Zuletzt wurde am 21. März der Leitzinssatz um 25 Basispunkte auf das Niveau zwischen 1,5 und 1,75 Prozent angehoben. Laut dem am 13. Juli veröffentlichten halbjährlichen Bericht für den amerikanischen Kongress kündigte die Fed an, trotz der Risiken durch den Handelsstreit am geldpolitischen Straffungskurs festzuhalten. Demnach seien weitere schrittweise Zinsanhebungen mit der wirtschaftlichen Entwicklung vereinbar.
Schließlich hat vor kurzem die Berichtssaison für das zweite Quartal begonnen und die Anleger schauen genau auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen. Bezogen auf die 500 größten Unternehmen im S&P 500 erwartet Factset beispielsweise, dass die Gewinne gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um rund 20 Prozent gesteigert werden konnten. Es wäre der größte Zuwachs seit dem dritten Quartal 2010. Die ersten Bilanzveröffentlichungen sind bereits erfolgt. Aus dem Dow Jones konnte etwa die US-Großbank JPMorgan Chase am 13. Juli vermelden, dass sie den Nettogewinn um 18,3 Prozent auf 8,32 Mrd. US-Dollar bzw. 2,29 US-Dollar je Aktie deutlich steigern konnte. Die Reuters-Schätzung beim Gewinn je Aktie wurde damit um 7 Cents übertroffen. Ob sich die anderen Unternehmen aus dem Dow Jones ähnlich gut schlagen werden, steht in den kommenden Wochen fest.
Spekulative Anleger, die steigende Notierungen beim Dow Jones Industrial Index erwarten, könnten mit einem WAVE Call der Deutschen Bank (WKN DS4L06, Laufzeit bis zum 31.10.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 4,49; die Knock-Out-Schwelle bei 19.600,00 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE Put der Deutschen Bank (WKN DS4TNC, aktueller Hebel 4,42; Knock-Out-Schwelle bei 30.800,00 Punkten; Laufzeit bis zum 30.11.2018) auf fallende Dow-Jones-Notierungen setzen.
Stand: 17.07.2018
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1138: ATX korrigiert, das gilt nicht für die AT&S, Verbund-Position aufgestockt
Alphabet
Uhrzeit: 23:00:00
Veränderung zu letztem SK: -0.38%
Letzter SK: 285.75 ( 1.99%)
Amazon
Uhrzeit: 23:00:00
Veränderung zu letztem SK: 3.05%
Letzter SK: 209.75 ( 0.34%)
Deutsche Bank
Uhrzeit: 22:59:16
Veränderung zu letztem SK: 0.28%
Letzter SK: 28.28 ( -2.18%)
Dow Jones Letzter SK: 28.28 ( -0.01%)
General Electric
Uhrzeit: 22:03:10
Veränderung zu letztem SK: 0.28%
Letzter SK: 0.00 ( 0.00%)
S&P 500 Letzter SK: 0.00 ( -0.24%)
Walgreens Boots Alliance
Uhrzeit: 22:02:31
Veränderung zu letztem SK: 0.05%
Letzter SK: 10.30 ( 0.45%)
Bildnachweis
1.
Dow Jones
>> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:AT&S, Rosenbauer, Flughafen Wien, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, EuroTeleSites AG, Bajaj Mobility AG, CPI Europe AG, SBO, Erste Group, FACC, Frequentis, RBI, UBM, Verbund, Wienerberger, SW Umwelttechnik, Semperit, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EVN, Österreichische Post, Telekom Austria.
Random Partner
Kontron
Der Technologiekonzern Kontron AG – ehemals S&T AG – ist mit mehr als 6.000 Mitarbeitern und Niederlassungen in 32 Ländern weltweit präsent. Das im SDAX® an der Deutschen Börse gelistete Unternehmen ist einer der führenden Anbieter von IoT (Internet of Things) Technologien. In diesen Bereichen konzentriert sich Kontron auf die Entwicklung sicherer und vernetzter Lösungen durch ein kombiniertes Portfolio aus Hardware, Software und Services.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» ATX korrigiert nach überraschendem Allzeithoch – AT&S trotzt dem Abwärts...
» Österreich-Depots: Verbund-Position verdoppelt (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 20.4.: CA Immo, MMK, Uniqa, CPI (Börse Geschichte) (Börs...
» Nachlese: 1. Monthly Main Event, Gunter Deuber, Andreas Wölfl, Sinja Kra...
» LinkedIn-NL: Das war unser Monthly Main Event #1, Aufnahmetermin für #2 ...
» Wiener Börse Party #1138: ATX korrigiert, das gilt nicht für die AT&S, V...
» PIR-News: Andritz, Strabag, Semperit, Bawag (Christine Petzwinkler)
» Wiener Börse zu Mittag schwächer: AT&S, Verbund und Post gesucht
» ATX-Trends: AT&S, Flughafen Wien, DO & CO ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Bajaj Mobility ste...
- Wiener Börse: ATX geht 1,53 Prozent schwächer aus...
- Wie Bajaj Mobility AG, FACC, UBM, Frequentis, Mar...
- Wie AT&S, RBI, Wienerberger, Erste Group, Verbund...
- ATX korrigiert nach überraschendem Allzeithoch – ...
- Österreich-Depots: Verbund-Position verdoppelt (D...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1136: ATX etwas stärker - AT&S schon wieder top, Gedanken zu Oberbank, BKS und Lenzing, Heiko Thieme lag richtig
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Anton Bruehl
Mexico
1933
Delphic Studios
Bertien van Manen
Let's Sit Down Before We Go
2011
MACK
Pierre Bost
Photographies Modernes Présentées par Pierre Bost
1927
Librairie des arts Décoratifs
