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Alphabet, Facebook und Co. bekommen eigenen Index (Heiko Geiger)

Autor:
Heiko Geiger

Head of Public Distribution, Bank Vontobel Europe AG

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29.08.2018, 5658 Zeichen

Die amerikanischen Tech-Konzerne gehören zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Der Indexanbieter S&P klassifiziert die Aktien des zugehörigen Indices demnächst um und schafft damit auch neue Möglichkeiten für kleinere Tech-Startups.

Nicht nur die Deutsche Börse strukturiert die Indexwelt neu, auch an der Wall Street stehen im September weitreichende Änderungen an. In Deutschland sind die großen Indices DAX, MDAX, SDAX und TecDAX von der Neuzusammensetzung betroffen. Vom 24. September an enthält der MDAX 60 statt bisher 50 Werte und der SDAX wird von 50 auf 70 Werte aufgestockt. Im DAX gilt der Zahlungsabwickler Wirecard als potentieller Kandidat für einen Aufstieg in die erste Börsenliga und droht somit die schwächelnde Commerzbank abzulösen. Neu wird auch sein, das Unternehmen welche im DAX gelistet sind, künftig per Zweitmitgliedschaft im TecDAX aufgenommen werden können. So wird laut Manager Magazin neben Wirecard auch SAP, die Deutsche Telekom und Infineon zusätzlich im TecDax vertreten sein.

Umsätze an den Börsen könnten ansteigen

In den USA ist der Index-Anbieter S&P für die Zusammensetzung der gleichnamigen Indices verantwortlich. Erstmals seit 1999 werden Tech-Unternehmen aus dem S&P in andere Sektoren umkategorisiert Experten meinen, dass diese Umklassifizierung dazu führen könnte, dass kleine Technologieunternehmen die Chance bekommen, aus dem Schatten der großen Internet-Konzerne wie Alphabet oder Amazon herauszutreten. Anleger sehen zwar Firmen wie Alphabet als Vorreiter der Digitalisierung, allerdings wird man diese Unternehmen zukünftig nicht mehr im Unterindex für Technologie-Firmen sondern in einem Sektor welcher «Kommunikationsdienstleister» beinhaltet, finden.

Ab dem 24. September werden auch die Online-Videothek Netflix, der Kurznachrichtendienst Twitter, der Bezahlservice PayPal, das Online-Netzwerk Facebook und der Videospiel-Hersteller Electronic Arts in dem neuen Index zu finden sein. Die technische Umsetzung dürfte an den Börsen nicht ohne Folgen bleiben. Hunderte Portfoliomanager müssen in den kommenden Tagen ihre Fonds und ETFs neu strukturieren und somit bestimmte Aktien aus den Portfolios verkaufen und kaufen, was kurzfristig zu höheren Umsätzen und Kurssauschlägen bei den betreffenden Aktien führen könnte. Laut dem Fondsanalysehaus Lipper sind derzeit rund 89 Milliarden Dollar über Börsengehandelte Fonds im Technologiesektor angelegt. Ein Großteil hiervon muss dementsprechend aktualisiert werden.

Chance für kleinere Technologiefirmen

Profitieren könnten hiervon auch kleinere Firmen im Technologie Bereich, da große Konzerne die eigentlich Medienunternehmen sind, umgegliedert werden. Anleger bekommen somit einen neuen Blickwinkel auf den Technologiesektor. Zudem könnte es neue Anlagemöglichkeiten für Portfoliomanager eröffnen, da Fonds in der Regel bestimmte Aktienquoten für die unterschiedlichen Branchen haben. Somit könnten sowohl große Schwergewichte wie Apple oder Amazon, welche in den neuen Branchenindex fallen und Tech-Aktien wie Microsoft, Intel oder Cisco Systems in der Asset Allokation berücksichtigt werden. (gemäss Reuters)

Die Aktien im Überblick

Die Netflix Aktie wird aktuell bei USD 364,58 (27.08.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 418,97 (09.07.2018), das Jahrestief bei USD 201,07 (02.01.2018). Bei Bloomberg setzen 27 Analysten die Aktie auf Kaufen, 13 auf Halten und 4 Analysten auf Verkaufen. Der Durchschnitt der Analysten setzt aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von USD 371,08.

Die Electronics Arts Aktie wird aktuell bei USD 128, 97 (27.08.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 148,93 (18.07.2018), das Jahrestief bei USD 107,19 (04.01.2018). Bei Bloomberg setzen 25 Analysten die Aktie auf Kaufen, 5 auf Halten und kein Analyst auf Verkaufen. Der Durchschnitt der Analysten setzt aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von USD 153,46.

Die Facebook Aktie wird aktuell bei USD 2171,46 (27.08.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 217,50 (25.07.2018), das Jahrestief bei USD 152,22 (27.03.2018). Bei Bloomberg setzen 41 Analysten die Aktie auf Kaufen, 5 auf Halten und 2 Analysten auf Verkaufen. Der Durchschnitt der Analysten setzt aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von USD 206,74.

Die Apple Aktie wird aktuell bei USD 217,94 (27.08.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 217,94 (27.07.2018), das Jahrestief bei USD 153,38 (08.02.2018). Bei Bloomberg setzen 27 Analysten die Aktie auf Kaufen, 17 auf Halten und 1 Analysten auf Verkaufen. Der Durchschnitt der Analysten setzt aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von USD 216,00.

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

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Im Original hier erschienen: Alphabet, Facebook und Co. bekommen eigenen Index


(29.08.2018)

Hinweis: Diese Produktwerbung ist keine Finanzanalyse i.S.d. § 34b WpHG und genügt daher auch nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen.
Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt sowie die Endgültigen Angebotsbedingungen beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
Näheres über Chancen und Risiken einer Anlage in derivative Finanzinstrumente erfahren Sie in der Broschüre "Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren", welche Ihr Anlageberater Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellt. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z.B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im Finanzinstrumentspreis enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. Ohne Genehmigung darf diese Produktwerbung nicht vervielfältigt bzw. weiterverbreitet werden.

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