29.01.2019, 5435 Zeichen
Nach dem starken Wochenausklang herrschte gestern wieder mehr Vorsicht und die Investoren verhielten sich zurückhaltend. Vorsichtige Einschätzungen amerikanischer Unternehmen vor allem bezogen auf die Geschäfte mit China dämpften die Kauffreude. So mussten die wichtigsten Indices in Europa allesamt die Woche mit leichten Abgaben beenden. Bei den Sektoren waren die Öl- und Gasproduzenten wieder einmal die größten Verlierer mit einem Minus von 2,0%, diese Branche reagiert besonders sensibel auf Konjunkturschwankungen und Veränderungen bei den Rohstoffen. Konsumgüter konnten dagegen den gestrigen Handelstag mit einem Aufschlag von 0,9% beenden. Nachdem am Freitag noch großer Optimismus bezüglich der Fusion des Zuggeschäftes zwischen Alstom und Siemens geherrscht hatte, gab es gestern wieder erneut aufkommende Bedenken und Alstom musste 3,6% schwächer schliessen.
Siemens war von diesen Nachrichten erneut weniger betroffen und gab lediglich 0,3% ab. Positiv verlief der Tag dank steigender Eisenerzpreise für einige Bergwerkskonzerne, Rio Tinto konnte 1,7% zulegen und BHP Group verzeichnete einen Aufschlag von 0,6%. Die zuletzt deutlich erholten Technologiewerte erlitten durch die Senkung des Umsatzausblickes von NVIDIA einen erneuten Rückschlag. Infineon beispielsweise handelte zeitweise tief im roten Bereich, konnte sich aber dann wieder erholen und schloss lediglich mit einem Minus von 0,9%. Gesucht waren defensive Werte wie Deutsche Telekom und Beiersdorf , hier gab es Zuwächse von jeweils knapp mehr als 0,7%. Auch thyssenkrupp legte in gleichem Ausmaß zu, nachdem der Konzernchef in einem Interview die geplante Aufspaltung in zwei Teile verteidigte, dem Verkauf der Aufzugssparte aber eine klare Absage erteilte.
Auch in Wien reagierte wieder die Vorsicht und der ATX beendete den Handelstag mit einer 1,1% tieferen Notierung. OMV hatte am Wochenende bekanntgegeben, um 2,5 Milliarden Dollar 15 Prozent an der ADNOC Refining in Abu Dhabi zu erwerben sowie einen ebenso großen Anteil an einem Trading Joint Venture, das gegründet werden soll. Nachdem der Titel klar stärker eröffnet hatte, drehte sich im Verlauf des Tages die Stimmung und es kam zu einem Minus von 1,1%. Belastung kam von der schwachen Branchenstimmung bei den Ölaktien, auch Schoeller-Bleckmann musste den Handel mit einer 3,0% schwächeren Notierung beenden. Keinen guten Tag hatten auch die Bankentitel, Raiffeisen erlitt einen Abschlag von 3,3%, bei der Erste Group konnte auch eine leichte Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs nicht helfen und der Titel schloss 2,6% schwächer. Lediglich die Bawag konnte ein Plus von 0,2% erzielen. Ebenfalls klar nach unten ging es für die Papiere der Post mit einem Minus von 1,9%. Nachdem das Unternehmen kürzlich in die Kritik gekommen war, weil sie die Parteizugehörigkeit ihrer Kunden berechnet und danach sortierte Adressen verkauft hatte, berichtete "Addendum" nun, dass die Post zusammen mit einem Partnerunternehmen das Surfverhalten der Österreicher ausgewertet und gezielte Werbung ermöglicht hat. Gesucht waren Telekom Austria mit einem Plus von 1,4%, Andritz mit 0,9% Zuwachs und voestalpine mit einem Aufschlag in gleichem Ausmaß.
Leicht unter Druck kamen die drei wichtigen Indices an der Wall Street, alle drei großen Börsenbarometer mussten tiefer schliessen als am Freitag. Mit dem Baumaschinenhersteller Caterpillar und dem Grafikchip-Produzenten Nvidia hatten zuletzt zwei große US-Konzerne offenbar mehr als erwartet unter einer schwächeren Nachfrage in China gelitten. Caterpillar enttäuschte mit den Geschäftszahlen und dem Ausblick, da vor allem das Geschäft mit Fahrzeugen und Anlagen für den Bergbau zuletzt deutlich abgenommen hatte. Mit einem Minus von 9,1% rutschte die Aktie ans Ende des Dow Jones. Nvidia hatte ebenfalls eine deutlich zurückgehende Nachfrage aus China zu vermelden und musste einen Kurseinbruch von 13,8% hinnehmen. Positiv reagierten die Aktien von Fluglinien auf die sinkenden Rohölpreise, American Airlines konnte 4,6% zulegen, JetBlue schloss 2,5% höher und auch Delta Airlines konnte einen Aufschlag von 0,7% erzielen. Das auf Chemikalien für die Halbleiterindustrie spezialisierte US-Unternehmen Entegris will Versum Materials übernehmen. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen bezeichneten dieses Zusammengehen als Fusion unter Gleichen, beide Titel konnten von dieser Nachricht profitieren. Entergris erzielte einen Aufschlag von 5,9%, Versum verzeichnete gar einen Kurssprung von 15,9%.
Deutlich schwächer tendierten die Ölpreise, nachdem die Bohraktivität in den USA deutlich zugenommen hatte. Brent schloss 2,8% schwächer, bei WTI betrug der Abschlag 3,2%. Leicht positiv tendierte Gold , gegen Abend wurde das Edelmetall bei einem Wert von rund 1.303 US-Dollar gehandelt. Der Euro konnte gegen den US-Dollar leicht zulegen, das Währungspaar fand gegen Tagesende einen Kurs von rund 1,143.
Die europ. Börsen sind unverändert indiziert. Die asiatischen Märkte schließen uneinheitlich. Makroseitig ist es heute ruhig. Von der Unternehmensseite berichten heute u.a. Apple , Lockheed Martin und Pfizer .
UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
S Immo
S Immo gab gestern bekannt, dass der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 ein Ergebnis aus Immobilienbewertung über dem Wert des Vorjahres erwartet (2017: €127,6 Mio.). Daher sollte auch der Jahresüberschuss deutlich den Vorjahreswert übertreffen (2017: €130,1 Mio.). Das Jahresergebnis 2018 wird am 03.04.2019 veröffentlicht.
Wiener Börse Party #1089: ATX nach Rücksetzer wieder etwas erholt; Verbund und Bawag (auch nach Ende Rückkaufprogramm) gesucht
Andritz
Uhrzeit: 13:04:54
Veränderung zu letztem SK: 1.20%
Letzter SK: 70.70 ( -6.85%)
Apple
Uhrzeit: 21:57:45
Veränderung zu letztem SK: 0.30%
Letzter SK: 234.95 ( 0.80%)
ATX
Uhrzeit:
Veränderung zu letztem SK: -0.00%
Letzter SK: 5665.53 ( 0.51%)
Beiersdorf
Uhrzeit: 13:04:35
Veränderung zu letztem SK: 0.17%
Letzter SK: 103.30 ( -1.29%)
Caterpillar
Uhrzeit: 13:04:54
Veränderung zu letztem SK: 0.41%
Letzter SK: 612.00 ( 7.06%)
Deutsche Telekom
Uhrzeit: 13:03:32
Veränderung zu letztem SK: 0.03%
Letzter SK: 30.26 ( -1.11%)
Dow Jones Letzter SK: 30.26 ( 2.47%)
Goldman Sachs
Uhrzeit: 13:03:45
Veränderung zu letztem SK: 3.29%
Letzter SK: 760.80 ( 4.31%)
Infineon
Uhrzeit: 13:04:54
Veränderung zu letztem SK: 0.59%
Letzter SK: 42.04 ( 1.52%)
Lockheed Martin
Uhrzeit: 13:02:36
Veränderung zu letztem SK: 0.97%
Letzter SK: 523.90 ( 2.36%)
Nvidia
Uhrzeit: 13:03:01
Veränderung zu letztem SK: -0.68%
Letzter SK: 158.00 ( 7.87%)
OMV
Uhrzeit: 13:04:29
Veränderung zu letztem SK: 0.53%
Letzter SK: 52.15 ( 1.07%)
Pfizer
Uhrzeit: 13:04:12
Veränderung zu letztem SK: -0.56%
Letzter SK: 23.10 ( 2.76%)
Rio Tinto
Uhrzeit: 13:04:55
Veränderung zu letztem SK: 0.73%
Letzter SK: 78.85 ( 0.55%)
S Immo Letzter SK: 78.85 ( 0.00%)
Siemens
Uhrzeit: 13:02:19
Veränderung zu letztem SK: 0.45%
Letzter SK: 250.50 ( 2.45%)
Telekom Austria
Uhrzeit: 13:04:29
Veränderung zu letztem SK: -0.11%
Letzter SK: 9.52 ( 0.53%)
ThyssenKrupp
Uhrzeit: 13:03:51
Veränderung zu letztem SK: 0.77%
Letzter SK: 11.66 ( 4.30%)
voestalpine
Uhrzeit: 13:02:50
Veränderung zu letztem SK: -0.61%
Letzter SK: 42.70 ( 1.67%)
Bildnachweis
1.
Aktien auf dem Radar:AT&S, Andritz, OMV, EuroTeleSites AG, Austriacard Holdings AG, Amag, Österreichische Post, Lenzing, CPI Europe AG, Telekom Austria, Semperit, Flughafen Wien, VIG, DO&CO, Gurktaler AG Stamm, Josef Manner & Comp. AG, Bajaj Mobility AG, Verbund, Warimpex, Addiko Bank, Palfinger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Reploid Group AG, Marinomed Biotech, Agrana, CA Immo, EVN, Zumtobel, Dow Jones, Amazon.
Random Partner
DADAT Bank
Die DADAT Bank positioniert sich als moderne, zukunftsweisende Direktbank für Giro-Kunden, Sparer, Anleger und Trader. Alle Produkte und Dienstleistungen werden ausschließlich online angeboten. Die Bank mit Sitz in Salzburg beschäftigt rund 30 Mitarbeiter und ist als Marke der Bankhaus Schelhammer & Schattera AG Teil der GRAWE Bankengruppe.
>> Besuchen Sie 59 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Verbund, Bawag
» LinkedIn-NL: Die Übergaben der Number One Awards gehen weiter ... und es...
» Österreich-Depots: Weekend Bilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 6.2.: Wienerberger, Warimpex (Börse Geschichte) (BörseGe...
» Nachlese: Daniela Herneth Superpower, Edi Berger, Stefan Maxian (audio c...
» Wiener Börse Party #1089: ATX nach Rücksetzer wieder etwas erholt; Verbu...
» PIR-News: In den News: Strabag, Bawag, Post, Bajaj Mobility/KTM (Christi...
» Wiener Börse zu Mittag fester: Verbund, Bawag und Do&Co gesucht
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Veronika Rief, Addiko Bank, Edi Berger,...
» ATX-Trends: AT&S, Erste Group, Bawag, RBI, OMV ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Palfinger und voestalpine vs. RHI und Andritz – k...
- Zurich Insurance und Allianz vs. VIG und Uniqa – ...
- BT Group und Deutsche Telekom vs. Drillisch und T...
- Salzgitter und voestalpine vs. ThyssenKrupp und A...
- Puma und Callaway Golf vs. World Wrestling Entert...
- Silver Standard Resources und Royal Dutch Shell v...
Featured Partner Video
Börsepeople im Podcast S23/11: Daniela Herneth
Daniela Herneth ist Leadership- und Coaching-Spezialistin. Wir sprechen über den Job als MarketerIn von u.a. Red Bull und Sony DADC, über Corporate Filme zum Start von YouTube, über die Arbeit als ...
Books josefchladek.com
Henrik Spohler
Flatlands
2023
Hartmann Projects
Yasuhiro Ishimoto
Someday Somewhere (Aru hi aru tokoro, 石元泰博 ある日ある所)
1958
Geibi Shuppan
