03.05.2019, 3685 Zeichen
Lange Zeit kritisierten Anleger die enttäuschende Ergebnissituation bei Amazon. Doch nun scheint das Thema Wachstum zu einer Herausforderung zu werden.
Amazon fühlt sich immer mehr herausgefordert. Bisher konnte es kaum jemand mit dem E-Commerce-Riesen aufnehmen. Doch inzwischen macht der Einzelhandels-Gigant Walmart auch im Bereich Internethandel ernst. Der weltweit größte private Arbeitgeber konnte zuletzt im Online-Geschäft ein starkes Wachstum verbuchen und sich Marktanteile schnappen. Etwas was Amazon natürlich nicht auf sich sitzen lassen kann. Auch deshalb will das Unternehmen kräftig investieren. Amazon hat zum Beispiel deutlich schnellere Lieferungen im Blick.
Rund 800 Mio. US-Dollar sollen aufgewendet werden, um in Zukunft Waren Prime-Kunden standardmäßig ohne Lieferkosten nicht wie bisher innerhalb von zwei Tagen, sondern innerhalb eines Tages zukommen zu lassen. Bereits heute werden einige Produkte innerhalb eines Tages und manchmal sogar am gleichen Tag geliefert. Allerdings hat Amazon nicht nur Verbesserungen bei den Lieferzeiten im Blick. Im zweiten Quartal dürften höhere Ausgaben die Ergebnisse belasten. Im Zuge der Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 am 25. April wagte das Management auch einen Blick in die Zukunft.
Laut Unternehmensprognose soll das operative Ergebnis im laufenden zweiten Quartal 2019 zwischen 2,6 und 3,6 Mrd. US-Dollar liegen, nach 3,0 Mrd. US-Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im Auftaktquartal 2019 lag das Ergebnis sogar bei 4,4 Mrd. US-Dollar, nach 1,9 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn wurde im Vorjahresvergleich ebenfalls mehr als verdoppelt und erreichte mit 3,6 Mrd. US-Dollar einen neuen Rekordwert. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Gewinn je Aktie bei 7,09 US-Dollar. Damit wurde der Refinitiv-Konsens von 4,72 US-Dollar geradezu pulverisiert.
Außerdem überzeugte Amazon erneut mit einem starken Wachstum des zukunftsträchtigen Cloud-Geschäfts. Im ersten Quartal kletterten die Erlöse im Bereich Amazon Web Services (AWS) um 41 Prozent auf 7,7 Mrd. US-Dollar, während das operative Ergebnis der Sparte einen Anstieg um 59 Prozent auf 2,2 Mrd. US-Dollar verbuchte. Trotz einiger starker Kennzahlen fielen die Marktreaktionen auf das jüngste Amazon-Zahlenwerk relativ verhalten aus. Das hatte unter anderem mit den hohen Investitionen zu tun. Außerdem fiel das Umsatzwachstum zuletzt für Amazon-Verhältnisse eher bescheiden aus.
Im März-Quartal kletterten die Umsatzerlöse um 17 Prozent auf 59,7 Mrd. US-Dollar. Es war nun schon das vierte Quartal in Folge mit einem rückläufigen Wachstum. Zudem fällt die Prognose für den erwarteten Umsatzanstieg im laufenden zweiten Quartal mit 13 bis 20 Prozent auf 59,5 bis 63,5 Mrd. US-Dollar wenig beeindruckend aus, wenn man bedenkt, was Amazon in der gar nicht so weit zurückliegenden Vergangenheit zu leisten im Stande war. Analysten gingen zuletzt im Schnitt von einem Wert von 62,37 Mrd. US-Dollar aus. Das in den Augen einiger Marktteilnehmer enttäuschende Wachstum bekommt zusätzliches Gewicht, wenn man gleichzeitig an die anhaltend hohe Bewertung der Amazon-Aktie denkt. Viel von dem erwarteten Wachstum könnte bereits eingepreist sein.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Amazon-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DC1DZY) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,98, die Barriere bei 1.577,55 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS6CGH, aktueller Hebel 3,78, Barriere bei 2,269,60 US-Dollar) auf fallende Kurse der Amazon-Aktie setzen.
Stand: 02.05.2019
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Sandro Kopp auf Career-High, damit ist er auch der win2day-Spieler der Woche
Bildnachweis
1.
Amazon Prime, 30 Tage, gratis
, (© Josef Chladek/photaq.com) >> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:AT&S, Frequentis, Rosenbauer, EuroTeleSites AG, Semperit, Amag, Rosgix, Bajaj Mobility AG, EVN, Lenzing, SBO, voestalpine, Andritz, FACC, Flughafen Wien, Gurktaler AG Stamm, Gurktaler AG VZ, Wienerberger, Warimpex, BKS Bank Stamm, CPI Europe AG, Österreichische Post, UBM.
Random Partner
RWT AG
Die Firma RWT Hornegger & Thor GmbH wurde 1999 von den beiden Geschäftsführern Hannes Hornegger und Reinhard Thor gegründet. Seitdem ist das Unternehmen kontinuierlich, auf einen derzeitigen Stand von ca. 30 Mitarbeitern, gewachsen. Das Unternehmen ist in den Bereichen Werkzeugbau, Formenbau, Prototypenbau und Baugruppenfertigung tätig und stellt des Weiteren moderne Motorkomponenten und Präzisionsteile her.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Etwas schwächer (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 29.6.: MAI, OMV (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Monthly Main Event #3 Zertifikate, Sebastian Kuck, Florian Wag...
» PIR-News zu Post, Uniqa und BKS Bank (Christine Petzwinkler)
» ATX schwächer und der neue, alte IPO-Index ist wieder in Rennen (Podcast)
» Wiener Börse Party #1187: ATX schwächer, Indexaufnahme für Innio, Space ...
» Wiener Börse zu Mittag schwächer: Bajaj Mobility, Frequentis und UBM ges...
» Raiffeisen Zertifikate krönt sich zum 20. Mal in Folge – die Ergebnisse ...
» Musikbranche ohne Filter: Sebastian Kuck sagt, was junge Musiker über da...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse: ATX geht 0,85 Prozent schwächer aus...
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Warimpex am besten
- Wie Warimpex, Gurktaler AG Stamm, Linz Textil Hol...
- Wie Wienerberger, voestalpine, Andritz, Bawag, EV...
- Österreich-Depots: Etwas schwächer (Depot Kommentar)
- Börsegeschichte 29.6.: MAI, OMV (Börse Geschichte...
Featured Partner Video
Zertifikate Party Österreich: Axel Schmidt zur Verbindung Deutsche Börse Frankfurt / ZFA (noch 3 Tage bis zum 20. Zertifikate Award 2026)
Zertifikate Party Österreich mit dem Zertifikate Award Austria Countdown: Noch 3 Tage bis zum 20. Zertifikate Award 2026, heute ist Axel Schmidt, Head of Business Development bei der Deutsche Börse...
Books josefchladek.com
Keizo Kitajima
USSR 1991
2012
Little Big Man
Larry Clark
Tulsa (first edition)
1971
Lustrum Press
Moi Wer (Moi Ver, Moses Vorobeichic)
Ci-contre
2004
Ann und Jürgen Wilde
Daido Moriyama
Ligh and Shadow (English Version
2019
Getsuyosha, bookshop M
Yusuf Sevinçli
Oculus
2018
Galerist & Galerie Filles du Calvaire
