03.10.2019, 3818 Zeichen
Mit einem neuen Spar-und Restrukturierungsprogramm versucht Continental Aufbruchstimmung zu verbreiten. Angesichts der enormen Herausforderungen für die Autobauer und die Zulieferindustrie ist dies alles andere als einfach.
Die Automobilindustrie muss hohe Investitionen stemmen, um bei der Entwicklung neuer Technologien nicht abgehängt zu werden. Das Auftreiben des benötigten Geldes für diese Investitionen gestaltet sich umso schwieriger, da die Branche mit selbstverschuldeten Problemen wie der Dieselaffäre und einer Schwäche am Automarkt zu kämpfen hat. Besonders schmerzhaft ist der Umstand, dass der Geldbeutel bei den chinesischen Autokäufern nicht mehr so locker wie in der Vergangenheit sitzt. Entsprechend schwierige Zeiten sind auch für die Branchenzulieferer angebrochen. Continental hat nun den Versuch eines Befreiungsschlags unternommen.
Dabei versucht das Management eine Balance zwischen radikalen Sparmaßnahmen und Investitionen in Zukunftstechnologien hinzubekommen. Mit den am 25. September präsentierten Maßnahmen will Continental auf die Rückgänge in der weltweiten Automobilproduktion, auf die verstärkte Kundennachfrage nach digitalen Lösungen, eine zunehmend digitalisierte Arbeitswelt und den beschleunigten Technologiewandel im Antriebsbereich reagieren.
Bis Ende 2023 sollen weltweit rund 15.000 Arbeitsplätze wegfallen, davon etwa 5.000 in Deutschland. Ab 2023 sollen auf diese Weise die Bruttokosten um rund 500 Mio. Euro jährlich gesenkt werden. Gleichzeitig wird mit Kosten des Programms in Höhe von etwa 1,1 Mrd. Euro gerechnet. Zusätzlich könnten weitere Maßnahmen folgen, falls die Wirkung des jetzigen Programms nicht ausreichen sollte.
Besonders beäugt wird am Markt im Zuge des Continental-Umbaus die Antriebssparte. Die bisherige Division Powertrain firmiert inzwischen unter dem Namen Vitesco Technologies. Lange Zeit galt ein Teilbörsengang als ausgemacht. Die schwierigen Marktbedingungen haben das Management jedoch dazu veranlasst auch Alternativen in Betracht zu ziehen. Dazu zählt eine mögliche vollständige Abspaltung mit anschließender Börsennotierung. Gleichzeitig kommt diesem Bereich eine Schlüsselrolle zu, wenn es darum geht, die Wachstumsmöglichkeiten im Bereich Elektromobilität zu nutzen.
Einige von Continental angekündigte Maßnahmen kamen am Markt gut an. Die Aktie des Automobilzulieferers und Reifenherstellers konnte sich zumindest von ihrem Jahrestief bei 103 Euro entfernen. Allerdings ist die Anfangseuphorie auch schon wieder verpufft. Während die schwache Konjunktur, der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie der schwächelnde Automarkt Continental und andere Branchenvertreter unter Druck setzen, bleibt der Erfolg der eingeleiteten Maßnahmen unsicher.
Gleichzeitig dürften Anlegern die Kosten der Spar- und Restrukturierungsmaßnahmen wenig gefallen. Zumal die zunehmende Digitalisierung im Automobilbereich dafür gesorgt hat, dass Technologieunternehmen, die bisher wenig mit dem Automobilgeschäft zu tun hatten, den traditionellen Zulieferern zusätzlich Konkurrenz machen. Trotz dieser Unsicherheiten bieten die Umwälzungen in der Branche auch enorme Möglichkeiten. Vor allem für Branchenriesen wie Continental, die mit einer langjährigen Erfahrung, unzähligen Patenten und dem benötigten Kapital für wichtige Investitionsvorhaben auftrumpfen können.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Continental-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DS8SCD) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,42, die Barriere bei 93,10 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DC4LRH, aktueller Hebel 3,54, Barriere bei 139,65 Euro) auf fallende Kurse der Continental-Aktie setzen.
Stand: 03.10.2019
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1100: ATX etwas stärker, AT&S vorne, vor Changes im ATX Five, Uhrzeiten für Best of Austro-IR beim 2. Aktientag fixiert
Bildnachweis
1.
Continental Logo, Flagge - https://de.depositphotos.com/169098018/stock-photo-waving-f... -
>> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:FACC, Kapsch TrafficCom, Agrana, Austriacard Holdings AG, Bajaj Mobility AG, Addiko Bank, Amag, Rosgix, CA Immo, Wienerberger, Lenzing, Mayr-Melnhof, AT&S, Rath AG, Wiener Privatbank, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, SW Umwelttechnik, Josef Manner & Comp. AG, Frequentis, EuroTeleSites AG, EVN, Flughafen Wien, CPI Europe AG, OMV, Österreichische Post, Telekom Austria, UBM, Verbund.
Random Partner
Austriacard Holdings
AUSTRIACARD HOLDINGS AG nutzt über 130 Jahre Erfahrung in den Bereichen Informationsmanagement, Druck und Kommunikation. Das Unternehmen bietet eine umfassende Palette an Produkten und Dienstleistungen, darunter Zahlungslösungen, Identifikationslösungen, Chipkarten, Kartenpersonalisierung, Digitalisierungslösungen und sicheres Datenmanagement.
>> Besuchen Sie 59 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Wiener Börse Party #1100: ATX etwas stärker, AT&S vorne, vor Changes im ...
» Österreich-Depots: Unverändert (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 22.2.: Extremes zu Bajaj Mobility (Börse Geschichte) (Bö...
» Nachlese: Christine Catasta, mumak.me, win2day.at (audio cd.at)
» PIR-News: Positives zu ATX & Co, FACC-Bewertung nicht angemessen (Christ...
» Heute Abend: Presenter-Zeitslots für den 2. Österreichischen Aktientag (...
» Wiener Börse zu Mittag stärker: AT&S, FACC und Semperit gesucht
» ATX-Trends: Porr, Strabag, FACC
» Börsepeople im Podcast S23/18: Christine Catasta
» Wiener Börse Party #1099: Wiener Börse zum Februar-Verfall fester, aber ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse: ATX am Montag 0,17 Prozent fester
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: FACC steigt mehr a...
- Wiener Börse Party #1100: ATX etwas stärker, AT&S...
- Wie Mayr-Melnhof, FACC, Wiener Privatbank, Rath A...
- Wie AT&S, Porr, Lenzing, voestalpine, Andritz und...
- Österreich-Depots: Unverändert (Depot Kommentar)
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1089: ATX nach Rücksetzer wieder etwas erholt; Verbund und Bawag (auch nach Ende Rückkaufprogramm) gesucht
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Pedro J. Saavedra
Donde el viento da la vuelta
2023
Self published
JH Engström
Dimma Brume Mist
2025
Void
Tenmei Kanoh
New York 1969
2014
Ishi Inc.
