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Business Athlete Philipp Wolf, Gartendesigner und Landhockeyspieler (Leya Hempel)

Schon seit Jahren verbindet das Börse Social Network die Themen Wirtschaft und Sport. Seit 2002 zum Beispiel – mit einer kurzen Pause von 2008 bis 2013 – wird jährlich der Business Athletes Award an Sportler, die zusätzlich in der Wirtschaft erfolgreich sind, verliehen.

Mit dem Ankauf der Rechte für das Magazin „Sport Woche“, welches nicht in seiner eigentlichen Form als Wochenzeitung, sondern nun etwas adaptiert unter dem Namen sportgeschichte.at weitergeführt wird, werden von jetzt an Sportgeschichten gesammelt werden.

Eine zukünftige Serie wird sein „was Sportler nebenbei machen“.

Unser erster Sportler, den wir hier präsentieren, ist der Landhockey Spieler Philipp Wolf, über den vergangenes Wochenende auch eine ganze Seite im Kurier erschienen ist. Er spielt in der 1. Herrenbundesliga und neben seinem Landschaftsarchitektur Studium arbeitet er als Gartendesigner. Im Zuge einer wissenschaftlichen Arbeit setzte er sich mit dem Thema, wie man Gärten auch im Winter attraktiver gestalten kann, auseinander. Hier ein Text darüber von Philipp Wolf im Original:

"Dem kalten Winter mit warmen Farben einheizen“ - Der Garten im Winter (Philipp Wolf)

Die klimatischen Verhältnisse im Winter im Wiener Raum zwingen die Pflanzen zu einer Ruhephase, in der viele das Laub abwerfen und fast sämtliche Funktionen einstellen. Dadurch geht die Farbenpracht der Natur in Gärten, Parks und anderen Freiräumen deutlich zurück.
Die vegetationsarme Zeit dauert in Mitteleuropa rund fünf Monate. Gerade in den tristen und kalten Wintermonaten sehnt man sich aber nach aufmunternden, leuchtenden Farbtupfern in der Natur. Aufgrund des fehlenden Laubes verändert sich die Farbwirkung einer Grünanlage. Um zu den immergrünen Gehölzen, wie die meisten Nadelgehölze und wenige Laubgehölze, weitere Farbaspekte zu bieten, eignen sich Gehölze, die aufgrund ihrer auffallenden Farbe auf Rinde, Frucht oder Blüte den Betrachterblick auf sich ziehen. Viele dieser Arten sind unbekannt und werden selten eingesetzt. In Österreich wird bei der Gestaltung dem winterlichen Aspekt von Pflanzungen wenig Rechnung getragen.
Das Gartenjahr muss nicht erst mit den Frühjahrsblühern beginnen. Die Auswahl an im Winter farblich auffallenden Laubgehölzen ist derart reich, dass Gärten auch im Winter eine Welt von Farben und Düften sein können. Damit kann ein Grünraum zu allen Jahreszeiten gestalterisch durch Pflanzen wirken.

In Frankreich und England hat der Begriff „Winter-Garten“ eine Bedeutung in der Gartengestaltung bekommen. Schon 1860 hat Gertrude Jekyll ihr Buch „Colour schemes for the flower garden“ über Farbe im Garten veröffentlicht, mit einem Kapitel „Pflanzung für winterliche Farbigkeit“. Darin beschreibt sie die Bedeutung von Farben an Rinden und Ästen für den winterlichen Garten. Adrian Bloom schuf 1962 den ersten echten „Winter-Garten“ in der Gartengeschichte. Er kombinierte winterfarbige Gehölze mit Koniferen und Winterblumen. Dies war Vorbild für Pflanzungen in großen englischen Gärten wie etwa Weesley und Bressingham Gardens. Auch in Frankreich entwickelte sich die Idee Baumrinden mehr Bedeutung zuzumessen. Dieser Trend hat in Österreich keine nennenswerte Nachahmung gefunden.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es Gehölze, die sich aufgrund ihrer Farbwirkung im Winter im Wiener Raum zur Grünraumgestaltung eignen, exemplarisch anführen und beschreiben. Des Weiteren soll das Gestaltungsdefizit, in Hinsicht auf Verwendung solcher Gehölze, exemplarisch an Grünflächen im Wiener Grünraumanlagen analysiert und aufgezeigt werden. Daraus folgend sollen geeignete Kombinationen winterwirksamer Pflanzen vorgestellt werden.

Das Thema wird anhand von zwei Forschungsfragen erarbeitet.

„Welche auffälligen Farbträger an Laubgehölzen gibt es im Winter?“ und „Welche Arten sind für den Wiener Raum geeignet?“

Im ersten Teil der Arbeit werden die besonderen klimatischen Gegebenheiten des Wiener Raumes und deren Auswirkungen auf die Pflanzen beschrieben sowie ein Einblick in allgemeine Eigenschaften und Definitionen von Gehölzen gegeben.
Der Hauptteil beschäftigt sich mit dem zentralen Thema der Farbaspekte an Laubgehölzen im Winter. Dabei wird zuerst auf den Begriff Farbe eingegangen und mittels der Farbenlehre nach Johannes Itten die Wirkung von Farbe beschrieben. Es werden bei Gehölzen die Farbträger Rinde, Winterblüte und Fruchtbehang im Winter vorgestellt. Die Farbwirkung hängt von der Struktur, der Anordnung und der Wuchsform von Pflanzen ab, worauf im folgenden Kapitel eingegangen wird. Schließlich werden Aufnahmen von besonders attraktiven Kombinationen vorgestellt und analysiert. Ergänzt wird dies durch Steckbriefe ausgewählter Arten. Die Auswahl wird zusammengefasst in einer Liste im Anhang angeführt.

Im Resümee werden die Ergebnisse der bearbeiteten Punkte präsentiert und Ideen für weiterführende Arbeiten zu diesem Thema vorgeschlagen. Da zahlreiche Laubgehölze mit verschieden Farbträgern im Winter existieren, ist zu erwarten, dass auch für den Wiener Raum sich zahlreiche geeignete attraktive Arten für Pflanzenkombinationen finden lassen.

Umgebung, Gestaltung, Kombinationen

Pflanzen sind eingebettet in ihre Umgebung zu sehen. Hintergründe, Unterpflanzungen und Nachbarschaften fließen in die Wahrnehmung der Wirkung ein.

Ein schlecht gewählter Hintergrund kann den Winteraspekt der Pflanze abschwächen. Dasselbe gilt für schlecht gewählte Nachbarschaften und Kombination mit unpassenden Nachbarn. Kontraste sind in diesem Zusammenhang wichtig. Sie bringen Spannung und Dynamik. Kontraste können durch unterschiedliche Formen, Größen, Farben, Strukturen, Texturen geschaffen werden. Eine Art der Umgebung bildet der Hintergrund. Er bestimmt wie gut etwas sichtbar, beziehungsweise erkennbar ist. Hintergründe können entweder aus Pflanzen oder baulich errichtet werden, zum Beispiel aus Zäunen, Mauern sowie Fassaden.

Für eine gute Erkennbarkeit eines Gehölzes sind starke Kontrastwirkungen wichtig. Kontraste können sowohl farblich, als auch durch die Struktur gebildet werden. Starke Kontraste benötige eine kürzere Wahrnehmungszeit, daher sind sie auffälliger als schwache. Bei den farblichen Kontrasten kommen die im Kapitel 3.1 vorgestellten Farbkontraste nach Johannes Itten zu tragen. Besonders der Hell-Dunkel Kontrast spielt eine große Rolle. Solitärgehölze mit roter Rinde kommen vor hellen Hintergrund besser zur Geltung. Hingegen Gehölze mit heller Rinde wie Gelb oder Grün werden besser vor dunklen Hintergrund platziert. Wird der Hintergrund durch Pflanzen gebildet so ist zu beachten, dass die Pflanzen im Hintergrund untergeordnet sind. Ihre Wirkung darf nicht auffälliger sein als der Vordergrund. Feine und dichte Texturen sind für den Hintergrund besser geeignet als grobe. Er wirkt dadurch ruhiger, wodurch der Fokus auf den Vordergrund gerichtet wird. Aus diesen Gründen eignen sich bauliche Hintergründe gut um die Kontrastwirkung zu verstärken.

Der Untergrund einer Pflanzung steht sehr stark mit dem Hintergrund in Verbindung. Durch die Perspektive wird in einigen Fällen der Untergrund zum Hintergrund. Für den Untergrund gelten die gleichen Bedingungen an Kontraste und Textur wie für den Hintergrund. Untergrund kann unterschiedlich gebildet werden. Einerseits kann er wieder durch Pflanzen gebildet werden, wie durch Bodendecker oder Rasen. Bei Bäumen oder Großsträucher können auch Sträucher den Untergrund bilden. Vor allem im Frühjahr, wenn der Rückschnitt einiger Gehölze erfolgt, ist es wichtig die Kahlheit der bepflanzten Fläche zu kaschieren. Dafür eignen sich immergrüne und früh austreibenden bodendeckende Gehölze oder Stauden. Andere Möglichkeiten für den Untergrund sind offene Erde oder Beläge wie Stein, Holz sowie Mulch. Auch diese können einen guten ruhigen farblichen Kontrast zur Pflanzung herstellen.

Bei Gehölzen spricht man von Nachbarschaften, wenn sie sich aus einem bestimmten Blickwinkel auf einer Ebene befinden. Ändert man den Blickwinkel, kann ein Nachbar zum Hintergrund werden. Aus diesem Grund sind bei der Nachbarschaft dieselben Faktoren zu beachten wie bei Hintergrund und Untergrund. Um Gehölze, die in Gruppen nebeneinander stehen, voneinander abzuheben sind wieder der Hell-Dunkel Kontrast, sowie Farbkontraste einzusetzen. Auch die unterschiedliche Struktur und der Habitus der einzelnen Gehölze spielt eine Rolle (vgl. Kapitel 4.1.). Lockere Schirmformen, Hängeformen und Drehformen bilden gute Kontraste zu straffen Säulenformen. Beachtet man bei der Kombination von Gehölzen den Einfluss der Umgebung durch Hintergrund, Untergrund und Nachbarschaft, wird die Farbwirkung der Inszenierung nochmal erhöht.

Neben dem Effekt durch die einzigartige Bildwirkung leben winterwirksame Gestaltungen in Freiräumen aufgrund ihrer Reduktion auf das Wesentliche und ihre Effizienz. Es ist nicht nötig die Anzahl der Sorten zu erhöhen. Einige Gruppenpflanzungen mit maximal drei bis vier Arten, die man in der Komposition wiederholt, sind besonders attraktiv. Besser ist es noch, wenn diese aufgrund der schönen Rinde und bunten Ästen ausgewählten Arten ihre Merkmale bereits als Jungpflanzen zur Schau stellen und durch bemerkenswerte Laubfärbung im Herbst, Frucht oder

Blüte im restlichen Jahresrhythmus auffallen. So kann eine Komposition das ganze Jahr hindurch attraktiv sein.
Gestalterisch wertvolle Winterwirkungen werden erst durch das Zusammenspiel von Pflanzenauswahl, Kontrastsetzung, Anordnung, Rangordnung und Rhythmus erreicht. Wichtig ist, dass den gesamten Winter über Farbwirkungen vorhanden sind. Aus den in den vorherigen Kapiteln ausgearbeiteten Erkenntnissen kann man folgende Empfehlungen für Winter- Kombinationen ableiten.

Die beste Wirkung erzielt man mit einer Gruppenpflanzung von Gehölzen, die aufgrund ihrer Rindenfarbe, ihres Fruchtschmuckes oder Winterblüte gewählt wurden, wenn sie mit geringen Abständen gesetzt werden. Je weiter entfernt der Betrachter seinen Blickpunkt hat, desto größer und auffälliger muss die „Farbfläche“ sein. Mit der Kombination unterschiedlicher buntrindiger Gehölzen lassen sich gute großflächige Effekte, Kontraste und Harmonien erzielen. Das erreicht man mit den buntrindigen Vertretern der Cornus-Gruppe, Cornus stolonifera `Flaviramea ? in Kombination mit Cornus alba `Sibirica .? Die Umgebung kann von einem hellen ruhigen Hintergrund, wie eine Mauer und einer Rasenfläche als Untergrund gebildet werden. Als höherrangige Pflanzpartner können ein- oder mehrstämmigen Bäumen mit heller Rinde fungieren, zum Beispiel Betula Arten. Gräser unterstützen die Pflanzung fast ganzjährig, ebenso wie immergrüne Kleinsträucher.

Gehölze mit guter Winterwirkung sind in der Vegetationsperiode oft unscheinbare Gehölze. Etwa, der im Winter durch seine roten Zweige so auffällige, Cornus alba `Sibirica ? hat im Frühling nur unscheinbare kleine weiße Blüten und im Sommer hellgrüne ganzrandige Blätter. Es gibt zwei Möglichkeiten dieses Problem zu lösen. Erstere gilt für weitläufigere Bereiche und große Gärten. Hier lässt sich gut ein eigener abgetrennter Bereich anlegen, welcher alle attraktiven Facetten für den Winter bietet. In den Monaten von April bis Oktober wird er von Sommerblühern übertönt und ist somit kein Störfaktor. Die zweite Variante ist in kleineren Gärten bevorzugt zu verwenden. In kleinen Gärten ist es wichtiger die Wirkung im Sommer zu berücksichtigen. Man kann die in der V egetationsperiode unscheinbaren Gehölze zum Beispiel als Raumteiler verwenden. Zu empfehlen ist auch, dass man die Wintergehölze vor einem Fenster positioniert, um beim Blick ins Freie die Winterwirkung wahr zu nehmen".

(Der Input von Leya Hempel für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 19.11.)

(19.11.2019)



 

Bildnachweis

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    Ziel der vorliegenden Arbeit ist es Gehölze, die sich aufgrund ihrer Farbwirkung im Winter im Wiener Raum zur Grünraumgestaltung eignen, exemplarisch anführen und beschreiben. Des Weiteren soll das Gestaltungsdefizit, in Hinsicht auf Verwendung solcher Gehölze, exemplarisch an Grünflächen im Wiener Grünraumanlagen analysiert und aufgezeigt werden. Daraus folgend sollen geeignete Kombinationen winterwirksamer Pflanzen vorgestellt werden.

    Das Thema wird anhand von zwei Forschungsfragen erarbeitet.

    „Welche auffälligen Farbträger an Laubgehölzen gibt es im Winter?“ und „Welche Arten sind für den Wiener Raum geeignet?“

    Im ersten Teil der Arbeit werden die besonderen klimatischen Gegebenheiten des Wiener Raumes und deren Auswirkungen auf die Pflanzen beschrieben sowie ein Einblick in allgemeine Eigenschaften und Definitionen von Gehölzen gegeben.
    Der Hauptteil beschäftigt sich mit dem zentralen Thema der Farbaspekte an Laubgehölzen im Winter. Dabei wird zuerst auf den Begriff Farbe eingegangen und mittels der Farbenlehre nach Johannes Itten die Wirkung von Farbe beschrieben. Es werden bei Gehölzen die Farbträger Rinde, Winterblüte und Fruchtbehang im Winter vorgestellt. Die Farbwirkung hängt von der Struktur, der Anordnung und der Wuchsform von Pflanzen ab, worauf im folgenden Kapitel eingegangen wird. Schließlich werden Aufnahmen von besonders attraktiven Kombinationen vorgestellt und analysiert. Ergänzt wird dies durch Steckbriefe ausgewählter Arten. Die Auswahl wird zusammengefasst in einer Liste im Anhang angeführt.

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    Umgebung, Gestaltung, Kombinationen

    Pflanzen sind eingebettet in ihre Umgebung zu sehen. Hintergründe, Unterpflanzungen und Nachbarschaften fließen in die Wahrnehmung der Wirkung ein.

    Ein schlecht gewählter Hintergrund kann den Winteraspekt der Pflanze abschwächen. Dasselbe gilt für schlecht gewählte Nachbarschaften und Kombination mit unpassenden Nachbarn. Kontraste sind in diesem Zusammenhang wichtig. Sie bringen Spannung und Dynamik. Kontraste können durch unterschiedliche Formen, Größen, Farben, Strukturen, Texturen geschaffen werden. Eine Art der Umgebung bildet der Hintergrund. Er bestimmt wie gut etwas sichtbar, beziehungsweise erkennbar ist. Hintergründe können entweder aus Pflanzen oder baulich errichtet werden, zum Beispiel aus Zäunen, Mauern sowie Fassaden.

    Für eine gute Erkennbarkeit eines Gehölzes sind starke Kontrastwirkungen wichtig. Kontraste können sowohl farblich, als auch durch die Struktur gebildet werden. Starke Kontraste benötige eine kürzere Wahrnehmungszeit, daher sind sie auffälliger als schwache. Bei den farblichen Kontrasten kommen die im Kapitel 3.1 vorgestellten Farbkontraste nach Johannes Itten zu tragen. Besonders der Hell-Dunkel Kontrast spielt eine große Rolle. Solitärgehölze mit roter Rinde kommen vor hellen Hintergrund besser zur Geltung. Hingegen Gehölze mit heller Rinde wie Gelb oder Grün werden besser vor dunklen Hintergrund platziert. Wird der Hintergrund durch Pflanzen gebildet so ist zu beachten, dass die Pflanzen im Hintergrund untergeordnet sind. Ihre Wirkung darf nicht auffälliger sein als der Vordergrund. Feine und dichte Texturen sind für den Hintergrund besser geeignet als grobe. Er wirkt dadurch ruhiger, wodurch der Fokus auf den Vordergrund gerichtet wird. Aus diesen Gründen eignen sich bauliche Hintergründe gut um die Kontrastwirkung zu verstärken.

    Der Untergrund einer Pflanzung steht sehr stark mit dem Hintergrund in Verbindung. Durch die Perspektive wird in einigen Fällen der Untergrund zum Hintergrund. Für den Untergrund gelten die gleichen Bedingungen an Kontraste und Textur wie für den Hintergrund. Untergrund kann unterschiedlich gebildet werden. Einerseits kann er wieder durch Pflanzen gebildet werden, wie durch Bodendecker oder Rasen. Bei Bäumen oder Großsträucher können auch Sträucher den Untergrund bilden. Vor allem im Frühjahr, wenn der Rückschnitt einiger Gehölze erfolgt, ist es wichtig die Kahlheit der bepflanzten Fläche zu kaschieren. Dafür eignen sich immergrüne und früh austreibenden bodendeckende Gehölze oder Stauden. Andere Möglichkeiten für den Untergrund sind offene Erde oder Beläge wie Stein, Holz sowie Mulch. Auch diese können einen guten ruhigen farblichen Kontrast zur Pflanzung herstellen.

    Bei Gehölzen spricht man von Nachbarschaften, wenn sie sich aus einem bestimmten Blickwinkel auf einer Ebene befinden. Ändert man den Blickwinkel, kann ein Nachbar zum Hintergrund werden. Aus diesem Grund sind bei der Nachbarschaft dieselben Faktoren zu beachten wie bei Hintergrund und Untergrund. Um Gehölze, die in Gruppen nebeneinander stehen, voneinander abzuheben sind wieder der Hell-Dunkel Kontrast, sowie Farbkontraste einzusetzen. Auch die unterschiedliche Struktur und der Habitus der einzelnen Gehölze spielt eine Rolle (vgl. Kapitel 4.1.). Lockere Schirmformen, Hängeformen und Drehformen bilden gute Kontraste zu straffen Säulenformen. Beachtet man bei der Kombination von Gehölzen den Einfluss der Umgebung durch Hintergrund, Untergrund und Nachbarschaft, wird die Farbwirkung der Inszenierung nochmal erhöht.

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