Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





ATX-Trends: VIG, Rosenbauer, Frequentis, Agrana, Marinomed, Strabag ...

16.11.2022, 8115 Zeichen

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit moderaten Gewinnen beendet, nach dem überraschenden Rückgang der US-Produzentenpreise war es zeitweise deutlich nach oben gegangen, ein Teil der Gewinne musste dann aber wieder abgegeben werden, der ATX schloss mit einem Plus von 0,6%. Positive Nachrichten von der makroökonomischen Seite kamen aus Deutschland, dort hatte sich die Konjunkturerwartung, gemessen am ZEW-Index, gegenüber dem Vormonat um 22,5 Punkte verbessert, das war zwar immer noch im negativen Bereich, aber deutlich besser als zuvor von Analysten angenommen. Im Blickpunkt des Interesses standen zwei Unternehmensergebnisse, Rosenbauer rutschte in die roten Zahlen, der Feuerwehrausrüster erzielte bei relativ niedrigem Handelsvolumen schlussendlich einen Rückgang von 1,9%, zuvor hatten die Papiere auch teilweise deutlich im Plus notiert.

Bei der Vienna Insurance Group stieg der Vorsteuergewinn überraschend deutlich, auf die Aktie hatte das weniger Auswirkungen, der Titel ging ohne prozentuelle Veränderung aus dem Handel. Die Wiener Privatbank bestätigte sowohl die Kaufempfehlung als auch den fairen Wert für voestalpine, da die Zahlen des Stahlkonzerns deutlich über den Erwartungen lagen, die Aktie konnte sich gestern um 1,7% nach oben bewegen. Uneinheitlich tendierten die großen heimischen Banken, die Bawag konnte nach den leichten Verlusten der letzten Tage 0,4% zulegen, für die Erste Group gab es eine Verbesserung von 0,7%, die Raiffeisen Bank International hingegen musste um 1,3% nachgeben. Zulegen konnten die Ölwerte, für die OMV gab es einen Zuwachs von 0,8%, Schoeller-Bleckmann konnte sich um 1,3% befestigen. Ans untere Ende der Kursübersicht rutschte Frequentis, für den Audiosoftware-Anbieter brachte der Handel eine um 2,9% tiefere Notierung, auch Agrana wurde verkauft, für den Stärke- und Zuckerkonzern ging es um 1,6% nach unten. Bester Wert des Tages war erneut Marinomed, das Biotechnologieunternehmen schaffte nach dem starken Vortag eine weitere Verbesserung von 4,1%. Gesucht war auch UBM Development, für den Immobilienentwickler ging es um 3,7% nach oben. Gleichfalls zu den deutlichen Gewinnern zählte Semperit, der Gummikonzern konnte die gute Entwicklung beibehalten und um zusätzliche 3,7% nach oben klettern.

Unternehmensnachrichten

Semperit

Das heimische Unternehmen der Gummiindustrie Semperit veröffentlichte heute seine Zahlen zum Q3/22, die erwartungsgemäß im Vorjahresvergleich stark rückläufig waren. Die Semperit-Gruppe verzeichnete im dritten Quartal 2022 einen Umsatzrückgang von –2,4% auf €259,0 Mio. gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres (Q3/22: €265,3 Mio.). Im Sektor Medizin konnte ein Umsatzrückgang von –41,2% und im Sektor Industrie eine Umsatzsteigerung von 31,7% verzeichnet werden. Trotz des nach wie vor überdurchschnittlich hohen Umsatzniveaus zeigte sich im Segment Semperflex in Bezug auf die Absatzmengen im dritten Quartal 2022 ein zunehmend schwierigeres Marktumfeld. Hinsichtlich der Entwicklung der Absatzmengen und der Verkaufspreise in den übrigen Segmenten sind die Angaben im Wesentlichen sowohl für die ersten neun Monate 2022 als auch für das dritte Quartal 2022 gültig. Das EBITDA hat sich infolge des stark rückläufigen Ergebnisses des Sektors Medizin trotz des deutlich verbesserten Ergebnisses des Sektors Industrie von €76,8 Mio. in der Vergleichsperiode auf €10,7 Mio. im dritten Quartal 2022 erwartungsgemäß signifikant reduziert. Das EBIT sank auf €–57,4 Mio. nach €65,4 Mio. im Vorjahr. Bereinigt man das Ergebnis um die per Ende September gebuchte Wertminderung in den Segmenten Sempermed und Semperseal in der Höhe von €–53,9 Mio. so ergibt sich ein bereinigtes EBIT für das dritte Quartal 2022 von €–3,5 Mio., und eine bereinigte EBIT-Marge von –1,4%. Das Ergebnis nach Steuern fiel von €50,2 Mio. auf €-69,3 Mio. Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr und einem wie erwartet schwächeren dritten Quartal 2022 rechnet die Semperit-Gruppe mit einem weiteren Rückgang für den Rest des Geschäftsjahres und bestätigt daher den im März 2022 veröffentlichten Ausblick. Dem liegt maßgeblich die Annahme zugrunde, dass die letzten drei Monate des Jahres in der Regel – sowohl saisonal wie auch durch Betriebsurlaube zu Weihnachten bedingt – das deutlich schwächste Quartal im Jahresverlauf sind. Nach dem Auslaufen der pandemiebedingten Sonderkonjunktur wird nach dem negativen Ergebnis im dritten Quartal auch im vierten Quartal 2022 mit einer Belastung des Ergebnisses auf Gruppenebene durch den Sektor Medizin gerechnet. Hinzu kommt die anlaufende Abkühlung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die auch den Sektor Industrie beeinflussen wird.

Q3/22: Umsatzerlöse: €259,0 Mio. (Vj. 265,3); EBITDA: €10,7 Mio. (Vj. 76,8); EBIT: €-57,4 Mio. (Vj. 65,4); Ergebnis nach Steuern: €-69,3 Mio. (Vj. 50,2) 

Strabag

Der heimische Baukonzern Strabag veröffentlichte heute sein Trading Statement zum Q3/22, das eine Erhöhung der Guidance enthielt. Der STRABAG SE-Konzern erbrachte in den ersten neun Monaten 2022 eine um 10 % höhere Leistung von € 12.645,28 Mio. und übertrifft damit das Niveau der Vergleichsperiode des Rekordjahres 2019. Die größte Leistungssteigerung in absoluten Zahlen wurde im Heimatmarkt Deutschland verzeichnet, gefolgt vom Vereinigten Königreich, wo die Abarbeitung der zwei größten Projekte im Auftragsbestand immer mehr Fahrt aufnimmt, sowie in Österreich und Tschechien. Einen moderaten Leistungsrückgang gab es dagegen in Polen, Slowenien, Dänemark und den Benelux-Ländern. Der Auftragsbestand per 30.9.2022 lag mit € 23.327,59 Mio. um 8 % über jenem des Vergleichszeitpunkts des Vorjahres und damit nur geringfügig unterhalb des Rekordniveaus des ersten Halbjahres 2022. Zuwächse gab es in den Heimatmärkten Deutschland und Österreich, vorwiegend im Hoch- und Ingenieurbau, sowie in Italien, Rumänien und Kroatien. Infolge der Abarbeitung von Großprojekten ist der Auftragsbestand dagegen in Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Dänemark rückläufig. Der Vorstand geht nun davon aus, im Geschäftsjahr eine Leistung von zumindest € 17,0 Mrd. zu erwirtschaften – im Halbjahr lag die Guidance bei €16,6 Mrd. An dem Ziel, eine EBIT-Marge von mindestens 4 % zu erreichen, wird weiterhin festgehalten. Die Netto-Investitionen (Cashflow aus der Investitionstätigkeit) sollten € 550 Mio. nicht überschreiten.

Kapsch

Der heimische Mautsystemhersteller Kapsch gab heute seine Ergebnisse für das H1/22-23 bekannt, die weiterhin unter großem Kostendruck standen. Kapsch konnte in einem unverändert sehr anspruchsvollen Umfeld den Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/23 konstant leicht steigern. Mit €265 Mio. lag er um 4% über dem Vorjahreswert von €255 Mio. Das Wachstum war getragen von dem Mautsegment, das im Berichtszeitraum 74% des Gesamtumsatzes erwirtschaftete. 26% entfielen auf das Segment Verkehrsmanagement. Regional betrachtet ging der Umsatzanteil in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) auf 48% zurück, während Kapsch in den anderen Regionen starkes Wachstum verzeichnete: in der Region Americas (Nord-, Mittel- und Südamerika) auf 47% und in der Region Asien-Pazifik (APAC) auf 6% des Gesamtumsatzes. Im Zuge der Restrukturierung konnte Kapsch TrafficCom ihre Kostenbasis deutlich reduzieren. Dennoch wirkten sich im Berichtszeitraum Kostensteigerungen bei Material und bezogenen Herstellungsleistungen sowie die bereits im ersten Quartal gestiegenen Personalkosten, vor allem in Nordamerika, negativ aus. Die positive Wechselkursentwicklung zum US-Dollar konnte dies nicht ausgleichen. Das EBIT war mit knapp €5 Mio. positiv, liegt allerdings deutlich unter dem Vorjahreswert von €11 Mio. Das Periodenergebnis ging von €3,0 Mio. auf €0,3 Mio. zurück. Der Vorstand erwartet unverändert für das Geschäftsjahr 2022/23 ein stabiles Umsatzniveau und eine gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Profitabilität. Darin wird der Sondereffekt aus dem Verkauf des spanischen Geschäftsbereiches enthalten sein.

H1/2022-23: Umsatz: 264,8 Mio. (Vj. 155,2); EBIT: €4,7 Mio. (Vj. 10,6); Periodenergebnis: €0,3 Mio. (Vj. 3,0)


(16.11.2022)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1133: ATX schwächer, Auftakt zur Zürs-Konferenz und damit zur Main Event Woche mit etwas Neuem auch von uns




 

Bildnachweis

1.

Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, RBI, DO&CO, Semperit, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Porr, Amag, Andritz, AT&S, VIG, Uniqa, Palfinger, Polytec Group, Marinomed Biotech, OMV, Addiko Bank, Erste Group, Flughafen Wien, Lenzing, Mayr-Melnhof, RWT AG, Strabag, Wienerberger, BKS Bank Stamm, BTV AG, Oberbank AG Stamm, CA Immo, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria.


Random Partner

FACC
Die FACC ist führend in der Entwicklung und Produktion von Komponenten und Systemen aus Composite-Materialien. Die FACC Leichtbaulösungen sorgen in Verkehrs-, Fracht-, Businessflugzeugen und Hubschraubern für Sicherheit und Gewichtsersparnis, aber auch Schallreduktion. Zu den Kunden zählen u.a. wichtige Flugzeug- und Triebwerkshersteller.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Österreich-Depots: Starker Wochenstart (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 13.4.: Bitte wieder so wie 2016 (Börse Geschichte) (Börs...

» Nachlese: Anastasia Potapova, Richard Dittrich, Wiener Börse, CD bei Har...

» PIR-News: Frisches Research zu RBI, Erste Group, Österreichische Post, K...

» ATX gibt nach Rekordhoch nach – Wien startet in eine Woche der Main Even...

» Wiener Börse Party #1133: ATX schwächer, Auftakt zur Zürs-Konferenz und ...

» Wiener Börse zu Mittag leichter: Bajaj Mobility, Frequentis und Agrana g...

» Potapova stürmt in die Herzen: Österreichs Tennis erlebt feine Woche (Po...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. BNP Paribas zu Österreich-Titeln, Richa...

» 25 Jahre Börse Stuttgart: Wie Richard Dittrich vom Bankazubi zum Gesicht...


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    Star der Stunde: DO&CO 1.61%, Rutsch der Stunde: Mayr-Melnhof -0.64%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 16-17: RBI(1), Telekom Austria(1), Uniqa(1)
    Star der Stunde: Erste Group 0.97%, Rutsch der Stunde: DO&CO -1.1%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: Porr(1), Kontron(1)
    Star der Stunde: Bajaj Mobility AG 0.44%, Rutsch der Stunde: RBI -0.61%
    Star der Stunde: RBI 1.2%, Rutsch der Stunde: voestalpine -0.64%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 13-14: Verbund(3), OMV(2), VIG(2), Kontron(2), Porr(1)
    Smeilinho zu Kontron
    Smeilinho zu RBI

    Featured Partner Video

    Börsepeople im Podcast S24/13: Richard Dittrich

    Richard Dittrich ist seit 25 Jahren der Richy der Börse Stuttgart, also nicht Lionel Ritchie, Supa Richie oder Ritschy Dobetsberger (und alle schreiben sich sowieso anders). Wir sprechen über frühe...

    Books josefchladek.com

    L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)

    1937
    Editions Perceval

    Otto Wagner
    Moderne Architektur
    1902
    Anton Schroll

    Daido Moriyama
    Japan, A Photo Theater (English Version
    2018
    Getsuyosha, bookshop M

    Stephen Gill
    The Pillar
    2019
    Nobody

    Jerker Andersson
    ABC Diary
    2025
    Self published


    16.11.2022, 8115 Zeichen

    Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit moderaten Gewinnen beendet, nach dem überraschenden Rückgang der US-Produzentenpreise war es zeitweise deutlich nach oben gegangen, ein Teil der Gewinne musste dann aber wieder abgegeben werden, der ATX schloss mit einem Plus von 0,6%. Positive Nachrichten von der makroökonomischen Seite kamen aus Deutschland, dort hatte sich die Konjunkturerwartung, gemessen am ZEW-Index, gegenüber dem Vormonat um 22,5 Punkte verbessert, das war zwar immer noch im negativen Bereich, aber deutlich besser als zuvor von Analysten angenommen. Im Blickpunkt des Interesses standen zwei Unternehmensergebnisse, Rosenbauer rutschte in die roten Zahlen, der Feuerwehrausrüster erzielte bei relativ niedrigem Handelsvolumen schlussendlich einen Rückgang von 1,9%, zuvor hatten die Papiere auch teilweise deutlich im Plus notiert.

    Bei der Vienna Insurance Group stieg der Vorsteuergewinn überraschend deutlich, auf die Aktie hatte das weniger Auswirkungen, der Titel ging ohne prozentuelle Veränderung aus dem Handel. Die Wiener Privatbank bestätigte sowohl die Kaufempfehlung als auch den fairen Wert für voestalpine, da die Zahlen des Stahlkonzerns deutlich über den Erwartungen lagen, die Aktie konnte sich gestern um 1,7% nach oben bewegen. Uneinheitlich tendierten die großen heimischen Banken, die Bawag konnte nach den leichten Verlusten der letzten Tage 0,4% zulegen, für die Erste Group gab es eine Verbesserung von 0,7%, die Raiffeisen Bank International hingegen musste um 1,3% nachgeben. Zulegen konnten die Ölwerte, für die OMV gab es einen Zuwachs von 0,8%, Schoeller-Bleckmann konnte sich um 1,3% befestigen. Ans untere Ende der Kursübersicht rutschte Frequentis, für den Audiosoftware-Anbieter brachte der Handel eine um 2,9% tiefere Notierung, auch Agrana wurde verkauft, für den Stärke- und Zuckerkonzern ging es um 1,6% nach unten. Bester Wert des Tages war erneut Marinomed, das Biotechnologieunternehmen schaffte nach dem starken Vortag eine weitere Verbesserung von 4,1%. Gesucht war auch UBM Development, für den Immobilienentwickler ging es um 3,7% nach oben. Gleichfalls zu den deutlichen Gewinnern zählte Semperit, der Gummikonzern konnte die gute Entwicklung beibehalten und um zusätzliche 3,7% nach oben klettern.

    Unternehmensnachrichten

    Semperit

    Das heimische Unternehmen der Gummiindustrie Semperit veröffentlichte heute seine Zahlen zum Q3/22, die erwartungsgemäß im Vorjahresvergleich stark rückläufig waren. Die Semperit-Gruppe verzeichnete im dritten Quartal 2022 einen Umsatzrückgang von –2,4% auf €259,0 Mio. gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres (Q3/22: €265,3 Mio.). Im Sektor Medizin konnte ein Umsatzrückgang von –41,2% und im Sektor Industrie eine Umsatzsteigerung von 31,7% verzeichnet werden. Trotz des nach wie vor überdurchschnittlich hohen Umsatzniveaus zeigte sich im Segment Semperflex in Bezug auf die Absatzmengen im dritten Quartal 2022 ein zunehmend schwierigeres Marktumfeld. Hinsichtlich der Entwicklung der Absatzmengen und der Verkaufspreise in den übrigen Segmenten sind die Angaben im Wesentlichen sowohl für die ersten neun Monate 2022 als auch für das dritte Quartal 2022 gültig. Das EBITDA hat sich infolge des stark rückläufigen Ergebnisses des Sektors Medizin trotz des deutlich verbesserten Ergebnisses des Sektors Industrie von €76,8 Mio. in der Vergleichsperiode auf €10,7 Mio. im dritten Quartal 2022 erwartungsgemäß signifikant reduziert. Das EBIT sank auf €–57,4 Mio. nach €65,4 Mio. im Vorjahr. Bereinigt man das Ergebnis um die per Ende September gebuchte Wertminderung in den Segmenten Sempermed und Semperseal in der Höhe von €–53,9 Mio. so ergibt sich ein bereinigtes EBIT für das dritte Quartal 2022 von €–3,5 Mio., und eine bereinigte EBIT-Marge von –1,4%. Das Ergebnis nach Steuern fiel von €50,2 Mio. auf €-69,3 Mio. Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr und einem wie erwartet schwächeren dritten Quartal 2022 rechnet die Semperit-Gruppe mit einem weiteren Rückgang für den Rest des Geschäftsjahres und bestätigt daher den im März 2022 veröffentlichten Ausblick. Dem liegt maßgeblich die Annahme zugrunde, dass die letzten drei Monate des Jahres in der Regel – sowohl saisonal wie auch durch Betriebsurlaube zu Weihnachten bedingt – das deutlich schwächste Quartal im Jahresverlauf sind. Nach dem Auslaufen der pandemiebedingten Sonderkonjunktur wird nach dem negativen Ergebnis im dritten Quartal auch im vierten Quartal 2022 mit einer Belastung des Ergebnisses auf Gruppenebene durch den Sektor Medizin gerechnet. Hinzu kommt die anlaufende Abkühlung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die auch den Sektor Industrie beeinflussen wird.

    Q3/22: Umsatzerlöse: €259,0 Mio. (Vj. 265,3); EBITDA: €10,7 Mio. (Vj. 76,8); EBIT: €-57,4 Mio. (Vj. 65,4); Ergebnis nach Steuern: €-69,3 Mio. (Vj. 50,2) 

    Strabag

    Der heimische Baukonzern Strabag veröffentlichte heute sein Trading Statement zum Q3/22, das eine Erhöhung der Guidance enthielt. Der STRABAG SE-Konzern erbrachte in den ersten neun Monaten 2022 eine um 10 % höhere Leistung von € 12.645,28 Mio. und übertrifft damit das Niveau der Vergleichsperiode des Rekordjahres 2019. Die größte Leistungssteigerung in absoluten Zahlen wurde im Heimatmarkt Deutschland verzeichnet, gefolgt vom Vereinigten Königreich, wo die Abarbeitung der zwei größten Projekte im Auftragsbestand immer mehr Fahrt aufnimmt, sowie in Österreich und Tschechien. Einen moderaten Leistungsrückgang gab es dagegen in Polen, Slowenien, Dänemark und den Benelux-Ländern. Der Auftragsbestand per 30.9.2022 lag mit € 23.327,59 Mio. um 8 % über jenem des Vergleichszeitpunkts des Vorjahres und damit nur geringfügig unterhalb des Rekordniveaus des ersten Halbjahres 2022. Zuwächse gab es in den Heimatmärkten Deutschland und Österreich, vorwiegend im Hoch- und Ingenieurbau, sowie in Italien, Rumänien und Kroatien. Infolge der Abarbeitung von Großprojekten ist der Auftragsbestand dagegen in Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Dänemark rückläufig. Der Vorstand geht nun davon aus, im Geschäftsjahr eine Leistung von zumindest € 17,0 Mrd. zu erwirtschaften – im Halbjahr lag die Guidance bei €16,6 Mrd. An dem Ziel, eine EBIT-Marge von mindestens 4 % zu erreichen, wird weiterhin festgehalten. Die Netto-Investitionen (Cashflow aus der Investitionstätigkeit) sollten € 550 Mio. nicht überschreiten.

    Kapsch

    Der heimische Mautsystemhersteller Kapsch gab heute seine Ergebnisse für das H1/22-23 bekannt, die weiterhin unter großem Kostendruck standen. Kapsch konnte in einem unverändert sehr anspruchsvollen Umfeld den Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/23 konstant leicht steigern. Mit €265 Mio. lag er um 4% über dem Vorjahreswert von €255 Mio. Das Wachstum war getragen von dem Mautsegment, das im Berichtszeitraum 74% des Gesamtumsatzes erwirtschaftete. 26% entfielen auf das Segment Verkehrsmanagement. Regional betrachtet ging der Umsatzanteil in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) auf 48% zurück, während Kapsch in den anderen Regionen starkes Wachstum verzeichnete: in der Region Americas (Nord-, Mittel- und Südamerika) auf 47% und in der Region Asien-Pazifik (APAC) auf 6% des Gesamtumsatzes. Im Zuge der Restrukturierung konnte Kapsch TrafficCom ihre Kostenbasis deutlich reduzieren. Dennoch wirkten sich im Berichtszeitraum Kostensteigerungen bei Material und bezogenen Herstellungsleistungen sowie die bereits im ersten Quartal gestiegenen Personalkosten, vor allem in Nordamerika, negativ aus. Die positive Wechselkursentwicklung zum US-Dollar konnte dies nicht ausgleichen. Das EBIT war mit knapp €5 Mio. positiv, liegt allerdings deutlich unter dem Vorjahreswert von €11 Mio. Das Periodenergebnis ging von €3,0 Mio. auf €0,3 Mio. zurück. Der Vorstand erwartet unverändert für das Geschäftsjahr 2022/23 ein stabiles Umsatzniveau und eine gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Profitabilität. Darin wird der Sondereffekt aus dem Verkauf des spanischen Geschäftsbereiches enthalten sein.

    H1/2022-23: Umsatz: 264,8 Mio. (Vj. 155,2); EBIT: €4,7 Mio. (Vj. 10,6); Periodenergebnis: €0,3 Mio. (Vj. 3,0)


    (16.11.2022)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Wiener Börse Party #1133: ATX schwächer, Auftakt zur Zürs-Konferenz und damit zur Main Event Woche mit etwas Neuem auch von uns




     

    Bildnachweis

    1.

    Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, RBI, DO&CO, Semperit, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Porr, Amag, Andritz, AT&S, VIG, Uniqa, Palfinger, Polytec Group, Marinomed Biotech, OMV, Addiko Bank, Erste Group, Flughafen Wien, Lenzing, Mayr-Melnhof, RWT AG, Strabag, Wienerberger, BKS Bank Stamm, BTV AG, Oberbank AG Stamm, CA Immo, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria.


    Random Partner

    FACC
    Die FACC ist führend in der Entwicklung und Produktion von Komponenten und Systemen aus Composite-Materialien. Die FACC Leichtbaulösungen sorgen in Verkehrs-, Fracht-, Businessflugzeugen und Hubschraubern für Sicherheit und Gewichtsersparnis, aber auch Schallreduktion. Zu den Kunden zählen u.a. wichtige Flugzeug- und Triebwerkshersteller.

    >> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Österreich-Depots: Starker Wochenstart (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 13.4.: Bitte wieder so wie 2016 (Börse Geschichte) (Börs...

    » Nachlese: Anastasia Potapova, Richard Dittrich, Wiener Börse, CD bei Har...

    » PIR-News: Frisches Research zu RBI, Erste Group, Österreichische Post, K...

    » ATX gibt nach Rekordhoch nach – Wien startet in eine Woche der Main Even...

    » Wiener Börse Party #1133: ATX schwächer, Auftakt zur Zürs-Konferenz und ...

    » Wiener Börse zu Mittag leichter: Bajaj Mobility, Frequentis und Agrana g...

    » Potapova stürmt in die Herzen: Österreichs Tennis erlebt feine Woche (Po...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. BNP Paribas zu Österreich-Titeln, Richa...

    » 25 Jahre Börse Stuttgart: Wie Richard Dittrich vom Bankazubi zum Gesicht...


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      Star der Stunde: DO&CO 1.61%, Rutsch der Stunde: Mayr-Melnhof -0.64%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 16-17: RBI(1), Telekom Austria(1), Uniqa(1)
      Star der Stunde: Erste Group 0.97%, Rutsch der Stunde: DO&CO -1.1%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: Porr(1), Kontron(1)
      Star der Stunde: Bajaj Mobility AG 0.44%, Rutsch der Stunde: RBI -0.61%
      Star der Stunde: RBI 1.2%, Rutsch der Stunde: voestalpine -0.64%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 13-14: Verbund(3), OMV(2), VIG(2), Kontron(2), Porr(1)
      Smeilinho zu Kontron
      Smeilinho zu RBI

      Featured Partner Video

      Börsepeople im Podcast S24/13: Richard Dittrich

      Richard Dittrich ist seit 25 Jahren der Richy der Börse Stuttgart, also nicht Lionel Ritchie, Supa Richie oder Ritschy Dobetsberger (und alle schreiben sich sowieso anders). Wir sprechen über frühe...

      Books josefchladek.com

      Dean Garlick
      100 Sculptural Circumstances
      2025
      Lodge Press

      Bertien van Manen
      Let's Sit Down Before We Go
      2011
      MACK

      Otto Neurath & Gerd Arntz
      Gesellschaft und Wirtschaft : bildstatistisches Elementarwerk
      1930
      Bibliographisches Institut AG

      Daido Moriyama
      Ligh and Shadow (English Version
      2019
      Getsuyosha, bookshop M

      Olga Ignatovich
      In the Shadow of the Big Brother
      2025
      Arthur Bondar Collection WWII