26.03.2026, 3395 Zeichen
Der Softwarekonzern Salesforce stemmt sich mit aller Macht gegen den anhaltenden Abwärtsdruck an der Börse. Um ein massives Aktienrückkaufprogramm im Wert von 25 Milliarden US-Dollar zu finanzieren, nimmt das Unternehmen erhebliche neue Schulden auf. Diese aggressive Kapitalmaßnahme ruft prompt die Ratingagenturen auf den Plan und offenbart ein strategisches Dilemma im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.
Wachstumsängste belasten die Bewertung
Seit Ende Dezember 2025 hat das Papier rund 31 Prozent an Wert verloren. Aktuell notiert die Aktie bei 156,94 Euro und bewegt sich damit nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Verantwortlich für die schlechte Stimmung ist eine enttäuschende Prognose für das Geschäftsjahr 2027. Ein anvisiertes Umsatzwachstum von lediglich 10 bis 11 Prozent verfehlt die Hoffnungen der Investoren auf eine schnelle, KI-getriebene Beschleunigung des Geschäfts deutlich.
Gleichzeitig wächst die Sorge vor externer Konkurrenz. Marktbeobachter befürchten, dass aufstrebende KI-Unternehmen wie Anthropic intelligente Agenten entwickeln könnten, die klassische Unternehmenssoftware teilweise überflüssig machen. Die Kombination aus sinkenden Wachstumsaussichten und steigenden Anleiherenditen drückte das Kurs-Gewinn-Verhältnis zuletzt massiv nach unten.
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Rating-Dämpfer durch neue Verbindlichkeiten
Das Management reagiert auf die niedrige Bewertung mit einem beispiellosen Schritt. Salesforce hat Anfang März die erste Hälfte eines 50 Milliarden US-Dollar schweren Rückkaufprogramms aktiviert. Finanziert werden diese 25 Milliarden US-Dollar teilweise über neue Schuldverschreibungen, deren Rückzahlung das Unternehmen über die nächsten 40 Jahre binden wird.
Diese Umschichtung von teurem Eigenkapital in günstigeres Fremdkapital senkt zwar die durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns. S&P Global Ratings reagierte jedoch umgehend auf die steigende Schuldenlast. Die Agentur bestätigte zwar das "A+"-Rating, senkte aber den Ausblick auf "negativ". Die Analysten warnen, dass sich der Verschuldungsgrad von Salesforce innerhalb von zwei Jahren verdoppeln könnte.
Eigene KI-Produkte als Gegengewicht
Trotz der trüben Marktstimmung liefert das operative Geschäft durchaus Argumente für Optimisten. Die hauseigenen KI-Lösungen Agentforce und Data 360 verzeichnen beim jährlich wiederkehrenden Umsatz ein massives Wachstum von über 200 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem hebt der Vorstand die Quartalsdividende um 5,8 Prozent an.
Aktionäre, die von der erhöhten Ausschüttung von 0,44 US-Dollar je Aktie profitieren möchten, müssen die Papiere vor dem Ex-Dividenden-Tag am 9. April 2026 im Depot halten. Die langfristige Bewertung des Konzerns hängt nun direkt an der Entwicklung der eigenen KI-Sparte. Nur wenn Agentforce und Data 360 die drohende Sättigung im klassischen CRM-Kerngeschäft rechtzeitig kompensieren, lässt sich die neue Schuldenlast nachhaltig rechtfertigen.
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