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Pfizer Aktie: Zweifacher Studienerfolg ( Finanztrends)

29.03.2026, 3180 Zeichen

Der Pharmakonzern Pfizer meldet gleich zwei wichtige Fortschritte in seiner klinischen Forschung. Neben positiven Phase-3-Daten für ein Prostatakrebs-Medikament steht der Zulassungsantrag für einen neuen Borreliose-Impfstoff in den USA an. Diese Entwicklungen unterstreichen den strategischen Umbau des Unternehmens und lenken den Blick der Investoren auf die Zeit nach dem Abflauen des Corona-Geschäfts.

Fortschritte in Onkologie und Prävention

Im Bereich der Krebsforschung lieferte die sogenannte TALAPRO-3-Studie erfreuliche Ergebnisse. Die Kombinationstherapie aus den Wirkstoffen Talzenna und Xtandi zeigte bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs eine signifikante Verbesserung der Überlebensrate ohne weiteres messbares Tumorwachstum. Dieser klinische Erfolg passt zur erklärten Strategie des Managements, den Fokus verstärkt auf spezialisierte Therapiebereiche zu legen.

Parallel dazu treibt Pfizer gemeinsam mit dem Partner Valneva die FDA-Zulassung für den Borreliose-Impfstoffkandidaten PF-0730740 voran. Die jüngsten Daten belegen eine Wirksamkeit von gut 73 Prozent nach der vierten Dosis. Ein kleines Hindernis für die großflächige statistische Auswertung war lediglich die geringer als erwartete Anzahl natürlicher Infektionen während des Studienzeitraums in Nordamerika und Europa. Sollte die Zulassung erfolgen, wäre es die erste verfügbare Borreliose-Impfung für Menschen in den USA seit über zwei Jahrzehnten.

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Finanziell scheint der Konzern die jüngste Durststrecke hinter sich zu lassen. Im vierten Quartal 2025 übertraf Pfizer mit einem Gewinn von 0,66 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 17,56 Milliarden US-Dollar die Erwartungen der Analysten. Das Gesamtjahr schloss das Unternehmen trotz einiger Abschreibungen mit einem soliden Nettogewinn von knapp 7,8 Milliarden US-Dollar ab.

An der Börse wird diese fundamentale Stabilisierung honoriert. Trotz eines leichten Rücksetzers am Freitag auf einen Schlusskurs von 23,51 Euro notiert das Papier nur knapp unter seinem erst in dieser Woche markierten 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht für die Aktie ein Plus von über neun Prozent zu Buche.

Adipositas als nächster Wachstumstreiber

Für die zukünftige Ausrichtung rückt nun zunehmend der lukrative Markt für Adipositas-Behandlungen in den Mittelpunkt. Nach der zehn Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von Metsera plant Pfizer, noch im laufenden Jahr 2026 die entscheidenden Phase-3-Studien für den Abnehm-Kandidaten PF'3944 zu starten. Analysten wie die Experten von Jefferies sehen in dieser Pipeline erhebliches langfristiges Potenzial und bekräftigten zuletzt ihre Kaufempfehlung mit einem ambitionierten Kursziel von 34 US-Dollar.

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