Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Handwerkskammer OWL setzt auf Bau-Boom durch Bürokratieabbau ( Finanztrends)

07.03.2026, 3632 Zeichen

Die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe erwartet einen kräftigen Aufschwung für die regionale Bauwirtschaft. Ein geplanter Paradigmenwechsel im Baurecht und ein eigenes Millionenprojekt sollen den Markt beleben.

Genehmigungsfiktion als Game-Changer

Im Zentrum der Hoffnungen steht eine Novelle der Landesbauordnung. Sie soll eine sogenannte Genehmigungsfiktion einführen: Liegt drei Monate nach Antragstellung keine behördliche Entscheidung vor, gilt das Vorhaben automatisch als genehmigt. Lange Wartezeiten, die Bauprojekte bisher verzögerten und verteuerten, könnten damit der Vergangenheit angehören.

„Das wäre ein echter Beschleuniger für den gesamten Immobilienmarkt“, heißt es aus Kammerkreisen. Unterstützt wird der Prozess durch einen digitalen Neustart der Verwaltung. Die elektronische Antragstellung soll zum Standard werden. Gleichzeitig plant das Land, bürokratische Hürden abzubauen und die Verbindlichkeit technischer Regelwerke zu lockern.

Anzeige

Da neue Bauprojekte und Investitionen die regionale Wirtschaft stärken, sollten auch die steuerlichen Rahmenbedingungen optimal genutzt werden. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie mit der degressiven AfA und dem Wachstumschancengesetz Ihre Liquidität spürbar verbessern können. Alle Steuer-Spar-Möglichkeiten jetzt kostenlos entdecken

Neubauprojekt als Vertrauensbeweis

Dass die Kammer nicht nur auf bessere Gesetze hofft, beweist sie mit einem eigenen Großprojekt. Direkt neben dem bestehenden Standort entsteht in Bielefeld der „Campus Handwerk“ mit zwei Neubauten. Aktuelle Ausschreibungen für Baulogistik und Dachabdichtungsarbeiten laufen noch bis Ende März.

Die Dimensionen sind gewaltig: Geplant sind unter anderem dreizehn Bauhallen, neunzehn Theorieräume und ein hochmodernes Elektrolabor. Das Projekt generiert wertvolle Aufträge für lokale Betriebe und schafft neue Kapatitäten für die Ausbildung. Es ist ein starkes Signal in die Region: Hier wird investiert.

Wohnungsbau und Sanierung profitieren

Von den erwarteten Erleichterungen könnte der gesamte Markt profitieren. Dringend benötigte Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Gewerbeimmobilien könnten schneller realisiert werden. Besonders wichtig sind die Vereinfachungen bei Teilmodernisierungen, die die geplante Landesumbauordnung bringen soll.

Das betrifft den riesigen Altbaubestand in Städten wie Bielefeld, Paderborn oder Gütersloh. Energetische Sanierungen würden kostengünstiger und schneller umsetzbar. Ein entscheidender Faktor, um die klimapolitischen Ziele im Gebäudesektor zu erreichen.

Anzeige

Gerade bei Modernisierungen im Altbaubestand lassen sich durch gezielte Abschreibungen oft hohe Summen sparen, die viele Eigentümer ungenutzt lassen. Erfahren Sie in diesem Spezialreport, welche versteckten Optimierungspotenziale und Sonderabschreibungen Sie für Ihre Projekte nutzen können. Kostenlosen A-Z-Leitfaden für Abschreibungen anfordern

Wo liegen die Risiken?

Trotz des Optimismus bleiben Fragen offen. Der Gesetzentwurf befindet sich noch in einem frühen Stadium. Der Wegfall verbindlicher technischer Regelwerke bedeutet mehr Eigenverantwortung für Handwerksbetriebe.

Experten warnen: Die rechtssichere Gestaltung von Bauverträgen wird noch wichtiger. Nur präzise Vereinbarungen können Haftungsrisiken vermeiden. Die Kammer sieht hier eine zentrale Aufgabe, ihre Mitgliedsbetriebe auf die neuen Rahmenbedingungen vorzubereiten.

Können die Betriebe die neuen Freiheiten nutzen? Marktbeobachter rechnen bei einer zügigen Umsetzung bereits in der zweiten Jahreshälfte mit mehr genehmigten Bauvorhaben. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Bürokratieabbau den erhofften Schub bringt.


(07.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

D&D Research Rendezvous #20: Gunter Deuber sieht Europas Sonderkonjunktur nun at risk - intensiver Blick auf die Aktienmärkte


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:FACC, RHI Magnesita, Amag, Agrana, Austriacard Holdings AG, Kapsch TrafficCom, Wolford, UBM, AT&S, DO&CO, Rath AG, RBI, Verbund, Wienerberger, Warimpex, Zumtobel, Palfinger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Infineon, Deutsche Boerse, Fresenius Medical Care, SAP, Scout24, Continental.


Random Partner

Societe Generale
Société Générale ist einer der weltweit größten Derivate-Emittenten und auch in Deutschland bereits seit 1989 konstant als Anbieter für Optionsscheine, Zertifikate und Aktienanleihen aktiv. Mit einer umfangreichen Auswahl an Basiswerten aller Anlageklassen (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen und Zinsen) überzeugt Société Générale und nimmt in Deutschland einen führenden Platz im Bereich der Hebelprodukte ein.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» Saharastaub taucht Deutschland in milchiges Licht ( Finanztrends)

» Irankonflikt erschüttert Märkte: Europas Sonderkonjunktur steht auf dem ...

» Palantir Aktie: Juristischer Sieg ( Finanztrends)

» Siemens Energy Aktie: Milliarden-Offensive ( Finanztrends)

» Meter Instruments Aktie: Infrastruktur-Trend ( Finanztrends)

» Sachsens Landeskirche führt einheitliche Entschädigung für Missbrauchsop...

» Bauwirtschaft: Zinssenkung trifft auf Mega-Baustellen ( Finanztrends)

» Bundesverband Gedächtnistraining startet neue Website ( Finanztrends)

» Ocugen Aktie: Pipeline im Fokus ( Finanztrends)

» INPEX Aktie: Expansionskurs trifft Gegenwind ( Finanztrends)