26.02.2026, 3067 Zeichen
Meier Tobler präsentiert für das Geschäftsjahr 2025 ein widersprüchliches Bild. Während der Umsatz stabil blieb und die Dividende sogar steigen soll, zehren sinkende Margen deutlich am Gewinn. Kann die höhere Ausschüttung die Anleger über den zweistelligen Ertragsrückgang hinwegtrösten?
Der Spezialist für Gebäudetechnik hielt den Konzernumsatz mit 496,6 Millionen Franken im abgelaufenen Jahr nahezu stabil. Doch die Profitabilität leidet: Das operative Ergebnis (EBITDA) sank um 8,2 Prozent auf 37,9 Millionen Franken. Besonders deutlich zeigt sich der Druck beim bereinigten Konzerngewinn, der um 19,0 Prozent auf 25,6 Millionen Franken einbrach. Ursächlich hierfür ist ein veränderter Preis- und Produktmix, der die Margen belastet.
Trotz der Gewinnrückgänge setzt das Management auf Aktionärsfreundlichkeit. Der Verwaltungsrat schlägt eine Erhöhung der Dividende auf 1,70 Franken vor. Mit einer Ausschüttungsquote von 72 Prozent des bereinigten Gewinns signalisiert das Unternehmen Vertrauen in die eigene Substanz, auch wenn der operative Cashflow zeitgleich um 14,0 Prozent auf 26,5 Millionen Franken nachgab.
Operativ konnte sich der Konzern in einem herausfordernden Marktumfeld behaupten. Während der Schweizer Markt für Wärmepumpen insgesamt rückläufig war, gelang es Meier Tobler, weitere Marktanteile zu gewinnen. Diese relative Stärke im Kerngeschäft wird durch strategische Klimaziele ergänzt: Bis 2035 will das Unternehmen seine eigenen CO₂-Emissionen halbiert haben.
Zusätzlich stehen personelle Veränderungen an, um die künftige Ausrichtung zu begleiten. Alexander von Witzleben wird zur Neuwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen und soll das Gremium mit seiner Expertise verstärken. Die finanzielle Basis bleibt mit einer Eigenkapitalquote von 51,7 Prozent trotz einer auf 24,0 Millionen Franken gestiegenen Nettoverschuldung solide.
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An der Börse reagierte der Titel heute mit einem Abschlag von 2,84 Prozent auf 37,60 CHF. Damit setzt sich die Korrektur der letzten Tage fort, wodurch die Aktie mittlerweile rund 11 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert.
Technisch gesehen ist die Lage interessant: Mit einem RSI von 22,4 gilt das Papier aktuell als deutlich überverkauft. Zudem notiert der Kurs nur noch knapp 1,0 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 37,98 CHF. Gelingt hier in Kürze eine Stabilisierung, könnte die technische Gegenreaktion die Aktie wieder in Richtung der 50-Tage-Linie bei 38,91 CHF führen.
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