25.03.2026, 2703 Zeichen
ServiceNow verlor am Dienstag innerhalb eines Handelstages fast sechs Prozent – ausgelöst durch einen breiten Ausverkauf im SaaS-Sektor, nachdem ein KI-Konkurrent neue Produkte vorgestellt hatte. Gleichzeitig meldeten institutionelle Investoren und das eigene Management frische Käufe. Ein ungewöhnlicher Widerspruch.
Während der Kurs auf bis zu 104,32 Dollar fiel, zeigen Pflichtmitteilungen vom selben Tag ein anderes Bild. Das Investmenthaus Salem Investment Counselors erhöhte seine Position im vierten Quartal um 401,5 Prozent auf 22.482 Aktien. Institutionelle Anleger halten insgesamt rund 87 Prozent der ausstehenden Aktien – ein Wert, der auf langfristiges Vertrauen hindeutet.
Auch der CEO kaufte im freien Markt zu Kursen zwischen 104 und 106 Dollar nach. Parallel dazu genehmigte der Verwaltungsrat ein neues Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden Dollar – eine Ergänzung zu den 597 Millionen Dollar, die zuletzt für den Rückkauf von 3,6 Millionen Aktien aufgewendet wurden.
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Die jüngsten Quartalsergebnisse liefern wenig Anlass zur Panik. Der Umsatz stieg um 20,7 Prozent auf 3,57 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie lag mit 0,92 Dollar über der Konsensschätzung von 0,89 Dollar. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO) wuchsen um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden Dollar – ein Indikator für künftige Umsätze.
Ebenfalls am Dienstag startete ServiceNow eine native Integration mit Vonage, die Echtzeit-Sprachfunktionen und KI direkt in Kundenservice- und IT-Workflows einbettet.
Die Aktie notiert aktuell rund 50 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 211,48 Dollar. Das Forward-KGV liegt damit bei etwa 26 – deutlich komprimiert gegenüber dem historischen Niveau. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten beläuft sich auf rund 189,90 Dollar, was vom aktuellen Niveau aus erhebliches Aufwärtspotenzial impliziert. Ob der Markt diesen Abstand schließt, hängt maßgeblich davon ab, wie überzeugend ServiceNow seine Plattform als verteidigungsfähig gegenüber neuen autonomen KI-Modellen positionieren kann – ein Thema, das die nächsten Quartalsergebnisse direkt adressieren müssen.
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